Olaf Scholz im Interview: "Das ist ängstlich"

DPAHamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) kritisiert die schwarz-gelbe Regierung für ihr geplantes Leistungsschutzrecht - er sieht darin eine einseitige Attacke auf Google. Von den deutschen Verlegern verlangt er im Interview Kreativität bei der Suche nach neuen Geschäftsmodellen im Netz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-860800.html
  1. #1

    Falsch -- solche Schutzrechts-Regelungen schaden nicht großen Firmen wie Google, denn diese haben die Belegschaft und das Geld, um staatlische Sonderregelungen zu bedienen. Diese Regelungen schaden den Startups, die neue Maschinen, Tools, Apps an den Markt bringen wollen, und denen eben genau diese Belegschaft und das nötige Kleingeld fehlt.

    Deutschland bremst seine Entwickler dank völlig veralteten Copyright-Gesetzen. Glückwunsch, und besser Piraten wählen.
  2. #2

    Ende?

    "Scholz: ... Niemand kann heute sagen, zu welchem Ergebnis die aktuellen Entwicklungen führen. Sicher ist aber: Es wird am Ende integrierte Medienunternehmen geben, die ihre Inhalte über verschiedene Kommunikationswege verbreiten. "

    Herr Scholz, an welchem Ende denn? Es ist doch naiv zu glauben, als wäre die Entwicklung ein Weg, der im Ziel endet. Entwicklung geht immer weiter und weiter und weiter. Ob man das will oder nicht.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) kritisiert die schwarz-gelbe Regierung für ihr geplantes Leistungsschutzrecht - er sieht darin eine einseitige Attacke auf Google. Von den deutschen Verlegern verlangt er im Interview Kreativität bei der Suche nach neuen Geschäftsmodellen im Netz.

    Interview mit Bürgermeister Scholz zu Internet und Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Kluge Hamburger Richter? Muahaha… ich kann nicht mehr… Ich mein, er muss das zwar sagen aber das ist einfach nur grotesk.
  4. #4

    Besitzstandverteidigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn etwas Neues entsteht, gibt es meist eine typische Reaktion: Diejenigen, die erfolgreich sind bei dem, was es schon gibt, warnen vor dem Neuen. Zugleich verlangen sie Regeln, die sicherstellen sollen, dass das Neue ihre eigene Tätigkeit nicht beeinträchtigt.
    Mit genau diesem Motiv wurden internet-fähige Computer zu "neuartigen Rundfunkgeräten" erklärt, deren "Bereithaltung" unter gewissen Umständen eine Zahlungspflicht an die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auslöst. Mit den ab Januar geltenden Regeln werden ausnahmslos alle Haushalte verpflichtet sein, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unabhängig von ihrem tatsächlichen Mediengebrauch für alle Zeiten zu alimentieren. Wären die Verleger nicht gut beraten, eine Körperschachft des öffentlichen Rechts zu gründen, und jeden Haushalt zu verpflichten, ein Zeitungsabonnement wenigstens zu bezahlen?
  5. #5

    Cui bono

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) kritisiert die schwarz-gelbe Regierung für ihr geplantes Leistungsschutzrecht - er sieht darin eine einseitige Attacke auf Google. Von den deutschen Verlegern verlangt er im Interview Kreativität bei der Suche nach neuen Geschäftsmodellen im Netz.
    Interview mit Bürgermeister Scholz zu Internet und Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Frage in welche Stadt sitzt Google. Ach schau in Hamburg. Ja sie haben auch andere Büros in Deutschland. Aber das mit dem am leichtesten zu beeinflussenden Bürgermeister steht in Hamburg. Der ist auch ein großer Freund von Facebook und findet deren Datenschutz auch OK. Frage in welche Stadt sitzt Facebook. Richtig Hamburg.

    Hamburg - Google Jobs
    Google Hamburg is the commercial headquarters for Germany, Austria, Switzerland and the Nordics.
  6. #6

    Medienunternehmer

    Ein durchaus interessantes Interview. Einige Kommentare dazu:
    1. Viele Medienunternehmer sind Schnarchzapfen und krallen sich am Alten fest.
    2. Im Bereich Medien bestehen hohe Überkapazitäten. Dieser Markt wird bereinigt wie andere Märkte vor ihm.
    3. Die öffentlich-rechtlichen Sender mit ihrem Schutzpark der Einnahmen via GEZ sind ein öffentlich-rechtliches Ärgernis. Vom Sinn des Rundfunkgesetzes weit entfernt und in Geld schwimmend. Politiker trauen sich da nicht ran aus Angst, von dort angegriffen und nicht mehr gewählt zu werden. Ein Konstruktionsfehler der Demokratie. Die Finanzierung von Medien darf nicht von der Politik abhängen. Dafür gibt es die Nachfrage am Markt.
  7. #7

    Zitat von daskänguru Beitrag anzeigen
    Frage in welche Stadt sitzt Google. Ach schau in Hamburg. Ja sie haben auch andere Büros in Deutschland. Aber das mit dem am leichtesten zu beeinflussenden Bürgermeister steht in Hamburg. Der ist auch ein großer Freund von Facebook und findet deren Datenschutz auch OK. Frage in welche Stadt sitzt Facebook. Richtig Hamburg.

    Hamburg - Google Jobs
    Google Hamburg is the commercial headquarters for Germany, Austria, Switzerland and the Nordics.
    Nicht der dort sitzende Bürgermeister, sondern die dort sitzenden Richter und ihre in Deutschland nahezu einzigartige Sicht auf das Urheberrecht und den Datenschutz sind der Grund.
  8. #8

    Zitat von Höhe Beitrag anzeigen
    Politiker trauen sich da nicht ran aus Angst, von dort angegriffen und nicht mehr gewählt zu werden. Ein Konstruktionsfehler der Demokratie. Die Finanzierung von Medien darf nicht von der Politik abhängen. Dafür gibt es die Nachfrage am Markt.
    Und Sie glauben, vor den privaten Medien haben die Politiker weniger Angst? Sämtliche private Medien in Deutschland befinden sich in der Hand von 4 oder 5 Familien, da sie zu deren Verlagen gehören. Und diese verfolgen entweder eigene politische Interessen und/oder sind extrem abhängig von großen Privatunternehmen und deren Werbebudget.
  9. #9

    Kommt mir bekannt vor....

    "Von den deutschen Verlegern verlangt er im Interview Kreativität bei der Suche nach neuen Geschäftsmodellen im Netz."
    Ist das nicht eine der (Kern-)Aussagen der Piraten?