Alte Abhöranlage in Hessen: Akustikflash im Agentennest

DPADie Radarkuppel auf Hessens höchstem Berg diente der Bundeswehr lange als Horchposten. Heute stellen Touristen und Musikliebhaber auf der Wasserkuppe ihre Lauscher auf. Das Radom ist längst ein beliebtes Ausflugsziel - für seinen Erhalt kämpft ein Verein.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-860769.html
  1. #1

    optional

    Kleiner sachlicher Fehler: das waren keine Röntgenstrahlen, sondern Radarwellen.
  2. #2

    Rötgenstrahlen??

    Das ist großer Quatsch. Es handelt sich hier um Mikrowellen, nicht um Röntgenstrahlen. Deren Wellenlänge ist um viele Zehnerpotenzen kürzer. Die Antennen sind deshalb so groß, weil sie in der Grössenordnung der Wellenlänge liegen.
  3. #3

    Was heißt hier Fehler ?

    Die Abhöranlagen in Westdeutschland wurden bis 1990 ausschließlich von den Alliierten betrieben, zumeist den Amerikanern. Die Deutschen durften das gar nicht. Mich würde mal interessieren, ob die Jungs aus Übersee in Garching immer noch alle Telefongespräche abhören dürfen. Stand mal im Spiegel, als der noch Buchstaben Begriffen zuordnen konnte. Zuweilen sogar Fakten. Lang lang ist's her.
  4. #4

    Putgarten auf Rügen?

    M.W. liegt Putgarten auf Fehmarn.
  5. #5

    Ja, Putgarten auf Rügen

    Und da gab es lt Wikipedia auch ein Radarkuppel.

    Auf Fehmarn liegt Puttgarden.
  6. #6

    Was war es denn nun?

    Eine passive Abhöranlage? Oder eine aktive Radaranlage? Die hätte übrigends nie vom Boden betrieben diese Reichweite gehabt. Warum fliegt dann die E3A in 9600m und erreicht nur xxx Meilen Reichweite über den Horizont in der BTH Betriebsart? Abgehört wurde an vielen Stellen und natürlich nicht nur von den Allierten, auch von der Bundeswehr zumindestens von Heer und Luftwaffe. Ob aus Daun in der Eifel oder aus dem Fichtelgebirge (Schneeberg/Wunsiedel) wo ich selbst einige Zeit als Ingenieur verbracht habe. Auch dort war das Fotografieren des Antennenturmes und auch Skizzieren verboten. Einer der üblichen grottenschlecht technisch und geografisch recherchierten Artikel.
  7. #7

    Rügen / wasserkuppe

    Auch wenn Rügen in der Zone lag: Sowohl das Radom auf der Wasserkuppe als auch das auf Rügen (Putgarten bei Kap Arkona) wurden vom Staatsbauamt Fulda geplant, zusammen mit weiteren Radoms. Diese wurden dann ab 1990 errichtet und gingen auch in Betrieb.

    Ja Putgarten liegt in der Tat auf Rügen. :) Einfachj mal googln.

    Davon abgesehen: Toller Beitrag, Daumen hoch von mir. Mir war nicht bekannt, dass eine ehemalige militärische Anlage mit einem solchen markanten Äußeren zivil genutzt wird. Die Abhöranalage in Berlin bspw. steht ja leer und verkommt. Der Investor wollte da Wohnungen verkaufen. Toll, dass die zivilie Umnutzung auf der Wasserkuppe gelungen ist. Wer mal da war: Tolles Fotomotiv, tolle Akustik im Inneren, wie ein XXL-Ball liegt er da in der Landschaft und ist weithin sichtbar.
  8. #8

    supi Bilder

    Offensichtlich macht eine Tageszeitung derzeit eine Serie über dieses Radom. Scheint eine bewegte Geschichte zu haben das Gebäude: http://www.rdg-ev.de/verein/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=1 3&Itemid=92
    Da gibts auch Infos zu technischen Daten über das Gebäude, historische Anekdoten und natürlich die Bilder. Wow
  9. #9

    Kassel kann man nur empfehlen

    Die besichtigung von dem Bergpark Wilhelmshöh und dem Schloss Wilhelmsthal im wunderschönen Kassel ist einfach nur ein Genuss. Jedem Kassel-Besucher kann man das nur empfehlen. In der Innenstadt kann man sich z.B. in ungarischen und chinesischen Restaurants stärken. Anschließend kann man sich die Dokumenta anschauen. In der Umgebung kann man die wunderschöne Kleinstadt Fritzlar sehr stark empfehlen.