Haushaltsprobleme: IWF kritisiert US-Schuldenpolitik

APKurz vor der US-Präsidentenwahl geht der Internationale Währungsfonds hart mit der amerikanischen Finanzpolitik ins Gericht. Es sei nicht erkennbar, wie das Land mittelfristig mit den großen Haushaltsproblemen fertig werden wolle. Kurzfristig seien die USA sogar eine Gefahr für die Weltwirtschaft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-860197.html
  1. #1

    Echt...

    ...was für ne Erkenntnis. Das sie mal offen ausgesprochen wird, hat sicher Einfluss auf die Rating-Agenturen....lach...
  2. #2

    Berichtigung

    Die USA sind nicht nur eine Gefahr für die Weltwirtschaft sondern auch eine Gefahr für den Weltfrieden.
  3. #3

    Vielleicht hat die Troika nach Griechenland mal ein wenig Zeit für die USA? Nein, Spass beiseite, dieser IWF ist doch schon immer ein Schweineladen gewesen. Was spielen die sich eigentlich auf?
  4. #4

    Zitat von Ottokar Beitrag anzeigen
    Die USA sind nicht nur eine Gefahr für die Weltwirtschaft sondern auch eine Gefahr für den Weltfrieden.
    Sie meinen, ohne die USA wäre die Welt ein grosser Hort des Friedens?
  5. #5

    Beitrag zur Problemlösung

    Wer die Schuldenproblematik entschärfen will, sollte die Ursachen kennen.
    Vorab: Schematischer Ablauf des Geldverkehrs:
    1. Schuldgeld wird benötig um Arbeitsprozesse in Gang zu setzen.
    2. Arbeitsprozesse generieren:

    a. Leistungen aller Art – Waren, Güter und Dienstleistungen.
    b. Einkommen aller Art, wie: Löhne, Gehälter, Renten, Pensionen, Mietzinsen, Gewinne, Renditen, Steuern und Abgaben aller Art.

    3. Die erstellten Leistungen aller Art können mit den Einkommen aller Art gekauft werden.
    • Die Einzelpreise aller Leistungen kumuliert ergibt den Gesamtpreis aller Leistungen.
    • Der Gesamtpreis aller Leistungen entspricht dem Gesamteinkommen aller Art - das sich aus der Herstellung der Leistungen aller Art generiert hat.

    Da der Preis jeder erstellten Leistung vom Markt, von Angebot und Nachfrage, bestimmt wird, können sich die Gewinnmargen innerhalb des Marktes verschieben, der Gesamtpreis und das Gesamteinkommen bleiben davon jedoch unberührt.
    Kommen alle Einkommen für den Kauf der erstellten Leistungen zeitnah zur Verwendung, tilgt sich das für die Herstellung aller Leistungen benötigte Schuldgeld wieder. Wenn den Wertschöpfungsketten fortwährend stimmige Ressourcen zur Verfügung stehen, entsteht ein nachhaltiger und stimmiger Geld- somit Wirtschaftskreislauf. Das Schuldgeld und die Einkommen aller Art, spiegel dann immer nur die aktuelle Wirtschaftsleistung wieder.

    Wenn jetzt einem stimmigen Geld- und Wirtschaftskreislauf das Geld durch Ansparen entzogen wird, entstehen logischerweise Geldfehlbeträge.

    Mit der Folge: Sollen die Arbeitsprozesse nicht zum Erliegen kommen, müssen die Geldfehlbeträge von einem solventen Schuldner fortwährend ausgeglichen werden. D. h., durch Sparen entsteht fortwährend ein größerer Bedarf an Schuldgeld. Der Bedarf an mehr Schuldgeld wird mit dem gesparten Geld gedeckt. Es entsteht ein Teufelskreislauf: nach dem Motto, „lassen sie ihr Geld für sich arbeiten“.

    Das unheilvolle daran ist nur: Alle Kosten des Kapital sind in den Waren, Güter und Dienstleistungen eingepreist - im Durchschnitt gehen heute schon 40 Prozent des Preises an die Kapitalgeber/Gläubiger - Tendenz steigend.
    Selbst nach zu rechnen: Ab ca. 600.000 € Anlagevermögen zu 4% verzinst, erst dann gehört man zu denen Gewinnern, und verdient an jeder verkauften Leistungen mit. Alle anderen gehören zu den Verlierern dieses Systems, sie zahlen an die Kapitalgeber. Je geringer das eigene Sparguthaben ist, desto größer der Betrag den man den Kapitalgebern, im Supermarkt, an der Tankstelle, beim Kauf einer Leistung, zahlen muss.

    Wer jetzt zum Sparen, zur privaten Vorsorge aufruft, der verschärft die Schuldenproblematik weiter, er trägt dazu bei, das mit Geld noch mehr Geld verdient werden kann, zu Gunsten weniger, und letztendlich, wenn das System zum Erliegen kommt, zum Nachteil aller.
    Die Schere zwischen „arm und reicht“ geht dadurch immer schneller und weiter auseinander.
    Das Ziel muss sein: Die monetären Fehlbeträge in den Wirtschaftskreisläufen müssen beseitigt werden, dann bekommt man auch wieder solvente Schuldner - somit die Schuldenproblematik in den Griff.
    Eckhard Bock IKS Hessen
  6. #6

    Nach uns die Sintflut

    Schon irgendwie seltsam, wie etliche Menschen so leben. Unbeschreiblicher Luxus und Dekadenz, alles nur auf Pump! Sollen sich doch meine Kinder später mit meinen Schulden rumärgern, oder wie muss man sich das vorstellen? Unglaublich auch der gigantische Militärapparat, den sich viele Länder leisten.

    Die dämlichen Steuerzahler schnallen offenbar nicht, dass sie sich keinen Frieden damit erkaufen, sondern stattdessen immer mehr Krieg! Dazu börsennotierte Rüstungsunternehmen ohne Ende, wer keine Aktien von Panzerherstellern im Portfolio hat, der gehört quasi schon zwangsläufig zu den Verlierern. Die monströsen Gewinne sacken sich eine handvoll Superreiche ein, monströse Verluste müssen die Standardbürger zahlen.

    Immer mehr Menschen leben extrem über ihre Verhältnisse und haben sicher grandiosen Spass dabei. Alle vernünftig denkenden und wirtschaftlich handelnden Bürger müssen sich zähneknirschend und hilflos mitansehen, wie verantwortungslose Soziopathen den ganzen Planeten (im wahrsten Sinne des Wortes) verheizen.

    Demonstrationen werden gewaltsam niedergeknüppelt oder schon im Ansatz erstickt. Aktivisten werden massiv eingeschüchtert, verhaftet und eingesperrt. "Widerstand ist zwecklos" trifft es noch am besten!

    Immer mehr Erkrankungen, Allergien und chronische Krankheiten. Viele Lebensmittel sind kaum noch zu geniessen, sondern gesundheitlich bereits sehr fragwürdig. Während sich die Normalsterblichen kaum noch gesund ernähren können, futtern die Privilegierten täglich Kobefleisch, Königskrabbe und Kaviar. Unsereiner kann nur noch Fleisch kaufen, das vollgepumpt ist mit Wachstumsbeschleunigern, Antibiotika und Hormonen...

    Komisch, dass ausgerechnet Amerika und Japan besonders fragwürdige Haushaltsprobleme haben. Gerade diese beiden Länder sollten doch am ehesten in der Lage sein, vernünftig haushalten zu können, oder? Auch bemerkenswert, dass gerade diese beiden Länder in letzter Zeit immer häufiger Opfer von verheerenden Naturkatastrophen wurden. Ob es diesbezüglich wohl einen Zusammenhang gibt?
  7. #7

    Zitat von abominog Beitrag anzeigen
    Sollen sich doch meine Kinder später mit meinen Schulden rumärgern, oder wie muss man sich das vorstellen?
    Die kommende Generation erbt nicht nur die Schulden, sondern auch die dazugehörigen Guthaben.
  8. #8

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Die kommende Generation erbt nicht nur die Schulden, sondern auch die dazugehörigen Guthaben.
    Das ist korrekt und es ist voll und ganz zuzustimmen. Nur sind die Schulden bereits auf die Mehrheit der Bevölkerung übertragen worden, während die Guthaben der Minderheit gehören. Mal schauen, ob sich die Mehrheit der noch so freiheitlichen, demokratischen und so zivilisierten und aufgeklärten Gesellschaften "freiwillig" in die Sklaverei begeben wird um die Schulden abzubezahlen und das Guthaben der anderen zu steigern.

    Das war schon immer so, dass Schulden und Guthaben ungerecht veteilt waren, aber nun kommt die Armut vor der eigenen Haustüre an. Solange nur die Asiaten unter sklavenähnlichen Umständen Produkte für uns angefertigt haben hat sich ja kaum einer drum gekümmert. Daher hat das System auch lange Zeit bestens funktioinert. Nur ich vermute, dass wir in Zukunft ein anderes benötogen werden, weil es nun eben zu Armut vor der Haustüre kommen wird. Das will doch kaum einer sehen - bzw. kaum einer will fünf Leibwächter um sich haben, weil er sich fürchten muss.
  9. #9

    Zitat von pepe_sargnagel Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt und es ist voll und ganz zuzustimmen. Nur sind die Schulden bereits auf die Mehrheit der Bevölkerung übertragen worden, während die Guthaben der Minderheit gehören.
    Das gilt aber eben bereits jetzt und ggf. eine Generation später genauso, das ist also kein Generationenproblem, sondern ein Verteilungsproblem innerhalb der jeweiligen Generation.