Honorarstreit mit Kassen: Ärzte kündigen vorbeugend Proteste an

DPAKurz vor der entscheidenden Runde in den Honorarverhandlungen zwischen Krankenkassen und Ärzten machen die Mediziner Druck. Am Mittwoch wollen sie in ganz Deutschland Praxen schließen und auf die Straße gehen. Einen Schlichterspruch wollen sie nicht akzeptieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-860145.html
  1. #1

    optional

    Langsam reicht es. Die anderen haben Gehaltskürzungen und die geldgeilen Ärzte wollen sich auf dem Rücken der Patienten bereichern.

    Wann greift die Politik ein und setzt dem Grenzen?
  2. #2

    versteht kein mensch

    Das Problem ist denke ich Herr Köhler, so wie der Mann das angeht versteht das kein mormaler mensch mehr. Ich bin Arzt und weiss was dieser ominöse Durchschnittsverdienst gar nichts sagt, bzw. es verwunderlich ist, das er so nierding ist bei dem was die Aparatemediziner verdienen. Aber geldgeile ärzte ist bisschen hefttig und trifft den Kern des Problems auchnicht
  3. #3

    ganz so einfach

    ist es nicht wir sollten mal die Arzneipreise nach unten regulieren, dann kann den Ärzten auch angemessene Vergütung angeboten werden. Das hat zur folge das es mehr Ärzte gibt, ich nicht ein halbes Jahr auf einen Termin warten muss und wenn ich 8:00Uhr bestellt bin, dann nicht erst13:00Uhr dran bin.
  4. #4

    Titel:Vorbild

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kurz vor der entscheidenden Runde in den Honorarverhandlungen zwischen Krankenkassen und Ärzten machen die Mediziner Druck. Am Mittwoch wollen sie in ganz Deutschland Praxen schließen und auf die Straße gehen. Einen Schlichterspruch wollen sie nicht akzeptieren.

    Honorarstreit: Ärzte kündigen Protest gegen Kassen-Sparkurs an - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    hier sollte die gewerkschaft der ärzte mal als vorbild für andere gewekschaften dienen! WER was erreichen will muss in dieser neuen globalen welt knall hart sein.
  5. #5

    Zitat von chemnitz Beitrag anzeigen
    ist es nicht wir sollten mal die Arzneipreise nach unten regulieren, dann kann den Ärzten auch angemessene Vergütung angeboten werden. Das hat zur folge das es mehr Ärzte gibt, ich nicht ein halbes Jahr auf einen Termin warten muss und wenn ich 8:00Uhr bestellt bin, dann nicht erst13:00Uhr dran bin.
    Ja, die Arzneimittelpreise sind in D eindeutig zu hoch, da gnügt ein Blick in den neuesten, erst unlängst veröffentlichten Arzneiverordnungsreport.

    Darüber hinaus gibt es in D vor allem ein Verteilungsproblem innerhalb der Ärzteschaft und das wiederum liegt an der Kassenärztlichen Vereinigung. Wer beispielsweise kaum die sog. "Individuellen Gesundheitsleistungen" anbieten kann (z.B. HNO-Ärzte), darunter fallen auch viele Vorsorgeuntersuchungen, hat gegenüber mach anderem Arzt ein wesentlich ungünstigeres Leistungportfolio. Das ist aber nur ein Aspekt, das Thema ist extrem komplex.

    Nur die Lösung kann nicht darin bestehen, dass die Kassen immer mehr Geld für Arzthonorare entrichten, den die Mehrausgaben waren schon in den letzten Jahren signifikant.
  6. #6

    optional

    Dauer der Ausbildung eines Mediziners: ca 7 Jahre Studium
    Verdienst während des PJ ( 9 Monate ) im Krankenhaus 0 Euro
    Dauer der Ausbildung zum Facharzt : durchschnittlich 6 Jahre - Verdienst in einer kommunalen Klinik 26,30 Euro.
    Der Durchschnittsverdienst eines deutschen Handwerkers 2011 beträgt 36,00 Euro.
    Durchschnittliche Arbeitszeit ohne Bereitschaftsdienst und Nachtdienst 10,5 bis 12 Stunden pro Tag.
    Übernahme einer Praxis eines Kollegen mit ca 38 - 40 Jahren. Schulden bei Übernahme 400000 Euro.
    Zum Thema Wartezeit : Wartezeit für eine orthopadische Praxis in Skandinavien ca 4 Monate für eine internistsiche Behandlung mindestens 2 Monate Zuzahlung bei Zahnbehandlung ca 80 bis 90 % Zuzahlung für Medikamente ca 40 bis 50 %. Noch Fragen??
    p.s. Bin kein Mediziner
  7. #7

    Lösung!

    Da haben wir doch schon einmal 2 wichtige Punkte angesprochen. Erstens die hohen Medikamentenpreise und zweitens die Gruppe der schlechtverdienenden Ärzte. Bringt man diese beiden Punbkte zusammen, ergäbe sich folgendes. Man müsste den Einfluss der Pharmaindustrie in der Politik brechen, dann könnte diese endlich mal die Preise für Arztneimittel auf ein vernünftiges Maß senken. Das (zahlreich) eingesparte Geld könnte man dann den Ärzten zur Verfügung stellen und zwar ausschließlich denen, die sich auf der unteren Verdienstschiene bewegen, also Landärzte und Krankenhauspersonal beispielsweise.
  8. #8

    optional

    "Die Forderung der Ärzte nach mehr Geld findet nach einer Umfrage kaum Unterstützung bei den Bürgern."
    In Ordnung, dann bekommen sie von mir das was bezahlt wird und nicht mehr. Ich sehe mich ausserstande weiterhin kostenlos eingebildeten Kranken und im Übermaß mitteilungsbedürftigen Angehörigen (ohne dass Handlungsbedarf oder echtes Leid vorliegen) meine private Zeit zur Verfügung zu stellen. PS. ich bin zwar Arzt aber von dem Thema des Artikels nicht betroffen. Ich erlebe halt nur das gleiche Klientel wie meine Kollegen.
  9. #9

    Die Statistik mit dem Durchscnhittseinkommen eines Handwerkers hätte ich gerne.

    Sieben Jahre nur für das Studium ist für einen halbwegs guten Studenten auch recht viel.
    Zum Vergleich mal der Maschbau-Student, der auch ähnlich lange studiert verdient, wenn er nicht gerade einen Topabschluss hat weniger als 20 €.
    Die 10-12 h sind auch bei den meisten Medizinern keine effektive Arbeitszeit, eher die vom ertsen erscheinen am Arbeitsplatz bis zum letzten Gehen.

    Bei Hausärzten gebe ich Ihnen gerne Recht, alle anderen Fachärzte verdienen deutlich über dem Schnitt anderer Akademiker mit vergleichbarem akademischem Background
    Der Einfuss der Pharmalobby sollte natürlich eingeschränkt werden. Allerdings sollten die Einsparungen dem Patienten zu gute kommen und nicht Ärrzte für gleiche Leistungen in dem geforderten Umfang zu bereichern.