Protest gegen Drohnenangriffe: Ausflug ins Taliban-Land

DPATausende Fahrzeuge sind unterwegs, der Konvoi ist Kilometer lang: Angeführt von der Cricket-Legende Imran Khan rollt in Pakistan ein Protestzug gen Waziristan, um gegen US-Drohnenangriffe zu protestieren. Ob er die Krisenregion erreicht, ist unklar - die Regierung in Islamabad ist trotzdem blamiert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859927.html
  1. #1

    Das zeigt ja schon alles

    Diese 'Friedensaktivisten' (die natuerlich nicht gegen die Taliban demonstrieren, obwohl die das eigentliche Problem sind. Ohne sie gaebe es gar keinen Krieg mehr. Ohne die USA sehr wohl, auch gegen Frauen und mehr) muessen geschuetzt werden vor Islamisten (was ja bereits zeigt, dass die Drohnenangriffe berechtig sind).

    Dieser Blogger hat recht. Und wie immer in solchen Faellen. Wuerde man einen Planeten teilen wollen, waere ich mit Sicherheit auf Seiten der USA und dieses Bloggers, sicherlich nicht auf dem Planeten dieser antiwestlichen 'Friedensaktivisten' und Islamisten.
  2. #2

    tja...

    Damit erreicht er eher das Gegenteil von dem, was er (öffentlich) vorhat, anstelle Stimmung gegen die Drohnenangriffe zu machen, zeigen die unverhüllten Drohungen der Fundi-Terroristen und das Jammern der "Regierung" Pakistans, wer in den Stammesgebieten wirklich das Sagen hat... Und genau gegen diese Steinzeit-Denker mit ihren modernen Waffen richten sich die noch moderneren Waffen der unbemerkt heranschwebenden Kampf-Drohnen.
    Vor diesen lautlosen Killern haben die heimtückisch zuschlagenden Mörder nämlich wirklich Bammel- aber sie können nicht aus ihrer Eingeschränktheit heraus und auch nur zum Schein den Anti-Drohnen-Protestzug unterstützen.
    Wer immer bewaffnete Drohnen ablehnt, muss auch die Alternativen benennen...
  3. #3

    ..

    Das die amerikanischen Aktivisten wieder abgezogen worden ist schon mal ein guter Ansatz denn es wäre praktisch Selbstmord gewesen in diese Region zu reisen.

    Das Problem des Drohnenkriegs der USA und mit den Terroristen ist jedoch weder auf die eine oder andere Art zu lösen.
    Für jeden Terroristen den die USA mit einer Predatordrohne ins Paradies schicken kommen zwei neue nach. Oft sogar aus der gleichen Familie um Blutrache zu nehmen.
    Eine beendigung der Drohnenangriffe würde wohl kaum zum Ende des islamistischen Terrorismus führen sondern den Warlords und Talibanführern nur mehr Freiraum gewähren.
    Wenn die Zahlen wirklich stimmen sollten und 40.000 alleine in Pakistan seit 2001 durch Terroristen umgekommen sind , so sind das gut 10 Menschen pro Tag. Diese Zahlen alleine sind für mich eine gute Rechtfertigung jagt auf diese Leute zu machen und das auch via Drohnen.
    Wer weiß, vielleicht wäre Pakistan ohne den Druckreduzierer Afghanistan und ohne den Drohnenkrieg schon längst von den Terroristen politisch und religiös einverleibt
  4. #4

    aufräumen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Fahrzeuge sind unterwegs, der Konvoi ist Kilometer lang: Angeführt von der Cricket-Legende Imran Khan rollt in Pakistan ein Protestzug gen Waziristan, um gegen US-Drohnenangriffe zu protestieren. Ob er die Krisenregion erreicht, ist unklar - die Regierung in Islamabad ist trotzdem blamiert.
    Viele Foristen haben diese Wendung vorausgesagt. Besser so, als dass der amerikan. Staat hunderttausende Dollar für Lösegeld oder Befreiungskommandos ausgeben hätte müssen.

    Zitat von SPON
    "Jetzt weiß die ganze Welt, dass es mitten in Pakistan ein großes Gebiet gibt, über das der Staat keine Macht hat, wo er keine Sicherheit gewährleisten kann, wo also Extremisten herrschen und die USA Krieg führen."
    Und genau in diesem Gebiet sollte solange der Drohendurck wirksam bleiben, bis diese unfähige Zentralmacht sich endlich einmal aufrafft, aufzuräumen.
  5. #5

    erinnert mich an Hergé

    Auch bei Tim und Struppi gab es eine Ausgabe, wo in einem Land, es handelte sich wohl um eines in Südamerika, die Massen leicht zu irgendeinem beliebigen Jubel oder auch Protest zu motivieren waren. Leicht beeinflussbare, bildungsferne Massen eben. Dass sie sich mit den weitaus häufgeren wie auch ungezielteren Terrorangriffen aus eigenen Reihen eher abzufinden gewillt sind, ist bezeichnend.
  6. #6

    Das Problem ist Pakistan

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angeführt von der Cricket-Legende Imran Khan rollt in Pakistan ein Protestzug gen Waziristan, um gegen US-Drohnenangriffe zu protestieren.
    Würde Pakistan diese so genannten Stammesgebiete kontrollieren, so dass sie nicht als Terroristenbrutstätte zur Verfügung stünden, dann würde es dort auch keine Drohnenangriffe geben. Während Pakistan diese Angriffe gelegentlich als Angriffe auf seine Souveränität verurteilt, sind sie in Wirklichkeit Ausdruck der Tatsache, dass Pakistan in gewissen Teilen des eigenen Landes keine Souveränität hat.

    Ob Pakistans Regierung die Drohnenangriffe wirklich ablehnt, ist auch nicht klar. Möglicherweise kommen sie ihr gut zupass, aber sie verurteilt sie offiziell, um es sich mit den Islamisten im eigenen Land nicht zu verderben.

    Die Lage in dieser Gegend der Welt ist für Außenstehende wie die meisten westlichen Beobachter so unübersichtlich, dass einfache moralische Bewertungen durch solche (und vermutlich auch durch jeden anderen) der Sache nicht gerecht werden können.
  7. #7

    Welche Gesinnung ist demokratisch - und welche nicht?!

    Zitat von terrible Beitrag anzeigen
    Diese 'Friedensaktivisten' (die natuerlich nicht gegen die Taliban demonstrieren, obwohl die das eigentliche Problem sind. Ohne sie gaebe es gar keinen Krieg mehr. Ohne die USA sehr wohl, auch gegen Frauen und mehr) muessen geschuetzt werden vor Islamisten (was ja bereits zeigt, dass die Drohnenangriffe berechtig sind).

    Dieser Blogger hat recht. Und wie immer in solchen Faellen. Wuerde man einen Planeten teilen wollen, waere ich mit Sicherheit auf Seiten der USA und dieses Bloggers, sicherlich nicht auf dem Planeten dieser antiwestlichen 'Friedensaktivisten' und Islamisten.
    Um die Diskussion über das Neocon-Konzept "Krieg gegen den Terrorismus" (G. W. Bush) zu befördern stelle ich hiermit folgende Denkanstöße zur Diskussion:

    1. wie später dann im Libyen-Krieg so ist schon der Angriffskrieg der USA auf Afghanistan auch mit der „Schutzverantwortung“ gegenüber „Frauen“, die „geschützt werden müssen vor Islamisten“ (@terrible – nomen est omen!) rationalisiert worden, obwohl es sich

    2. de facto und de jure um die parteiische Einmischung der Nato-Staaten und anderer williger Vollstrecker – als „Coalition Countries“ U.S. Central Command | Coalition Countries getarnt - des Imperiums U.S. Central Command | About U.S. Central Command (CENTCOM), also um einen Bruch des Völkerrechts gehandelt hat.

    3. In Wirklichkeit diente (und dient) der von Ihnen als Anti-Terrorkampf verniedlichte Bruch des Völkerrechts der Absicherung der hegemonialen Vormachtstellung der USA, die ja mit über 700 militärischen Stützpunkten in 140 von 200 Ländern dieser Welt zwecks Absicherung des Dollars als Leitwährung für den „Einkauf“ von Energieträgern vertreten sind ZDFinfo - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

    Dass die von Ihnen für gut befundenen Drohnenangriffe auf pakistanische Staatsbürger dem rechtsstaatlichen Verständnis von Demokratie widersprechen, das scheint Sie nicht zu stören, beängstigt jedoch mich, weil ich erkannt habe, welch dünnen demokratischen Firnis das Mutterland der parlamentarischen Demokratie hat, eine Camouflage, die die militär-bürokratisch rüstungsindustriell finanzkapitalistisch fundierten Oligarchien vor dem Zorn der Verdammten dieser Erde schützen soll.

    Leider beteiligen auch Sie sich an dieser Leugnunr der wirklichen Bedroher des Weltfrieden und der UN-Konzeption der friedlichen Koexistenz der Völker durch das Imperium, indem Sie die Friedensaktivisten als „antiwestlich“ denunzieren und sie mit den ihnen verhassten „Islamisten“ auf eine Stufe stellen.

    Wenn auch und gerade ihre Hass-Gesinnung „westlich“ sein soll, worin besteht dann der Unterschied zu einer „islamistischen“ Gesinnung?!
  8. #8

    Zitat von Gerd Weghorn Beitrag anzeigen
    de facto und de jure...parteiische Einmischung der Nato-Staaten und anderer williger Vollstrecker – als „Coalition Countries“ U.S. Central Command | Coalition Countries getarnt - des Imperiums U.S. Central Command | About U.S. Central Command (CENTCOM), also ... Bruch des Völkerrechts ....
    Schon mal was von den ISAF-Mandaten gehört?
    Security Council Extends International Security Assistance Force Mandate in Afghanistan by 12 Months
  9. #9

    Zitat von Gerd Weghorn Beitrag anzeigen
    Ich danke Ihnen dafür, dass Sie ihre völkerrechtswidrige Meinung hier veröffentlicht haben - und SPON dafür, sie zu veröffentlichen.

    Was Sie hier an Gesinnung / Meinung offenbaren, das ist ja in Deutschland nicht mehr unbedingt Mainstream, aber offensichtlich immer noch in dem Land, von dem der weltweite Terror ausgeht: in den USA.
    Seit wann können Meinungen völkerrechtswidrig sein? Ich weiss nur, dass das Verbieten von Meinungen menschenrechtswidrig ist, aber in Pakistan und Afghanistan, nicht aber in den USA, Normalzustand ist.

    Und Ihre Aussage, dass der weltweite Terror von den USA ausgeht, ist eine groteske Verdrehung der Tatsachen.

    Man fragt sich nur, warum Menschen wie Sie dem "bösen" Westen nicht den Rücken kehren.