Viertklässler im Leistungsvergleich: Chancenkiller Grundschule

dapdStarkes Bayern, schwache Stadtstaaten: Der große Grundschüler-Test zeigt, wie groß das Leistungsgefälle unter deutschen Viertklässlern ist. Er offenbart auch, wie schwer es Kinder aus bildungsfernen Familien haben - und wie groß die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-859225.html
  1. #1

    Bei Migrantenkindern sagt man: Benachteiligt! - Bei männlichen Schülern nicht.::

    Vor allem Linke werden solche Ergebnisse immer sehr seltsam aus:
    - wenn Migrantenkinder schlechter abschneiden heist es, das Schulsystem benachteilige die Migrantenkinder.
    - wenn männliche Schüler schlechter als weibliche abschneiden wird nicht von einer Benachteiligung gesprochen.
    - Wenn jedoch weibliche Schüler irgendwo schlechter abschneiden wie männliche Schüler - wovon spricht man dann?
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch bei Grundschülern aus Zwandererfamilien stellt die Studie signifikant schlechtere Lernleistungen fest. "In allen Ländern schneiden Schüler mit Zuwanderungshintergrund schlechter ab", sagte die Direktorin des IQB, Petra Stanat.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    Einwandererkinder, bei denen die Eltern (und Kinder) keine verpflichtenden Deutschkurse machen mussten, schneiden schlechter ab? Wer hät's gedacht.
    Mal abgesehen davon, das die Erziehungsmoral bei den meisten Eltern dort auch nicht vorhanden ist.

    INB4: "Wäääh, du bist doch nur ein böser Nazi!!"; Nope, aber so ist es nun mal. Die Erwartungshaltung ist meist, das die Schule das ja schon alles richtet mit der Bildung fürs Kind, das man in Deutschland sein Kind ja dann überhaupt nicht mehr erziehen müsse. Klar, das ist nicht bei allen so. Bei der Mehrheit leider schon.
  3. #3

    Also dieses Vorurteil das Kinder aus höhergestellten Familien besser sind sollte man inzwischen abbauen. Ich stamme aus einer Arbeiter Familie hat mich das je davon abgehalten zu Lesen und zu Lernen ? Nein ich hatte wie jeder anderer den selben zugang zur Bücherei und hatte Freizeit in der ich Lernen konnte. Es ist einzig und allein eine Frage der Motivation ob ein Kind gute Leistung bringt. Wer nicht Lernen will der Lernt auch nichts egal ob Reiche Familie oder Arme. Zudem kann man sagen das viele Kinder aus Ärmeren Familien viel mehr Motivation besitzen um später ein besseres Leben zu führen als ein reiches Kind das im Leben ohnehin fast allles geschenkt bekommt was es sich Wünscht bei den Eltern. Dritter und Letzter Punkt der eine Rolle spielt finde ich ist auch sehr oft das Verhalten der Lehrer auch zu meiner Schulzeit war e nicht selten das Lehrer die Kinder aus besseren Familien bevorzugt behandelt haben und ihnen viel zu viel durchgehen lassen haben, das ging dann am ende auf kosten der anderen Schüler.
  4. #4

    Es läuft nicht unbedingt in den Schulen etwas schief. Diese Studie kommt ja auch zu dem Schluss, dass das Elternhaus über die Leistungsfähigkeit entscheidet.
    Die Erziehung der Kinder passiert halt erst mal zu Hause. Dort lernen die Kinder z.B., zuzuhören und zu tun was andere erwarten, aber auch logisches Denken und mit Problemen umzugehen. Wenn das zu Hause schief läuft, kann die Schule auch nicht mehr alles retten.
    Auch die Unterschiede zwischen den Bundesländern müssen nichts mit den Schulen zu tun haben. Dass die Stadtstaaten schlechter abschneiden könnte z.B. daran liegen, dass die Kinder in der Großstadt einfach zu viel Ablenkung haben; genauso könnte das gute Abschneiden Bayerns an der Kultur liegen.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Starkes Bayern, schwache Stadtstaaten: Der große Grundschüler-Test zeigt, wie groß das Leistungsgefälle unter deutschen Viertklässlern ist. Er offenbart auch, wie schwer es Kinder aus bildungsfernen Familien haben - und wie groß die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    Nichts neues also.

    Dass die "bildungsfernen" Familien zunehmen werden, liegt ja wohl im Willen der aktuellen deutschen Sozialpolitik. Verarmung, Verschlechterung des Bildungsstandards und des Gesundheitszustandes der Bevölkerung (unter Hinausschieben des Renteneintrittsalters) sind gewollt und liegen auf der politischen und wirtschaftlichen Linie. Das wird in absehbarer Zeit auch nicht besser, eher schlechter werden und ist ja auch nicht eine rein deutsche, sonder fast schon globale Tendenz.

    Das Migrantenproblem ist auch nicht neu und wohl auch nicht so ohne weiteres lösbar, beginnt Bildung doch in der Familie. Und hier hängt sie in der Tat vom Integrationswillen und der vorbestehenden kulturellen Differenz und damit Akzeptanz ab. Hier könnte eine Besserung zu erwarten sein, aber die Einmischungen, die man in den letzten Jahren von seiten der türkischen Regierung registrieren musste (man betrachte einfach die Worte des türkischen Premiers Erdogan, der seine "Landsleute" zu mehr Bewusstsein auf ihre "traditionellen Wurzeln" aufruft), stimmen doch eher skeptisch. Aus diesem Grund könnte es - von Ausnahmen abgesehen - durchaus sein, dass sich selbst innerhalb der Migranten eine Zwei- oder Mehrklassengesellschaft herausbildet.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er (der Bildungsbericht) dokumentierte zwar, dass es immer mehr Abiturienten und Studenten gibt und das Bildungssystem durchlässiger geworden ist, dass die Bildungschancen also steigen.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    Der Bericht dokumentiert nur das mehr Menschen ein Blatt Papier mit der Überschrift "Abitur" ihr Eigen nennen.
    Ob die Bildung oder die Chancengleichheit dadurch verbessert wurden hat damit nichts zu tun.

    In Inflationszeiten sind auch nicht alle reich und gleich nur weil jeder ein paar Millionen in der Tasche hat.
  7. #7

    Der soziale Status

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Starkes Bayern, schwache Stadtstaaten: Der große Grundschüler-Test zeigt, wie groß das Leistungsgefälle unter deutschen Viertklässlern ist. Er offenbart auch, wie schwer es Kinder aus bildungsfernen Familien haben - und wie groß die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    der Eltern war bereits in den 70-ern ein wichtiges Kriterium für das gute Abschneiden der Kinder. Es hat, wie es den Anschein hat, keine Änderung stattgefunden.

    Nun muss man dazu sagen, dass viele Eltern überfordert sind, neben dem Job noch Zeit in die schulischen Belange der Kinder zu investieren. Manche sind neben dem Zeitfaktor dazu möglicherweise intellektuell nicht in der Lage. Und die, die es sich leisten können, geben eben viel Geld für Nachhilfe oder ähnliche Förderung aus.

    Was hilft, sind Ganztagsschulen, in denen die Kinder gefördert werden können. Ganz nebenbei bemerkt müsste man sich von dem Gedanken verabschieden, dass nur ein Kind auf dem Gymnasium ein "gutes" Kind ist. Dass der Leistungsgedanke bei vielen Kindern mehr kaputt macht als nützlich zu sein.
  8. #8

    Auslese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Starkes Bayern, schwache Stadtstaaten: Der große Grundschüler-Test zeigt, wie groß das Leistungsgefälle unter deutschen Viertklässlern ist. Er offenbart auch, wie schwer es Kinder aus bildungsfernen Familien haben - und wie groß die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    Fangen wir mit der Aussortierung doch im Kindergartenalter an. So können wir noch bessere Leistungsträger für unsere Wirtschaft heranzüchten. Wer von den Kiddies aber zu langsam ist und vielleicht noch eine Weile braucht, hat halt Pech gehabt, denn Zeit ist bekanntlich Geld. Und Geld ist bekanntlich alles.
  9. #9

    Eine differenzierte Statistik....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Starkes Bayern, schwache Stadtstaaten: Der große Grundschüler-Test zeigt, wie groß das Leistungsgefälle unter deutschen Viertklässlern ist. Er offenbart auch, wie schwer es Kinder aus bildungsfernen Familien haben - und wie groß die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind.

    Grundschüler-Leistungsvergleich: Sozial Benachteiligte haben es schwer - SPIEGEL ONLINE
    ...wäre hier schon was Feines. Anstatt Gruppen wie "mit Migrationshintergrund" oder ohne zu bilden, wäre es wesentlich aussagekräftiger, die Schichtzugehörigkeit der jeweiligen Gruppen zu untersuchen. (Es soll schließlich auch zugewanderte Akademiker geben... ;-) )Wenn in Berlin und Bremen mit geringer Aussicht auf angemessene Arbeitsplätze sich keine oder nur wenige der gebildeten Mitbürger mit Migrationshintergrund niederlassen, dafür in den Bundesländern Bayern, Baden Württemberg etc. umso mehr, dann hat man - sofern man diesen Umstand nicht berücksichtigt - einen klassischen statistischen Artefakt. Die jeweilige Schichtzugehörigkeit nivelliert bzw. hebt dann das Gesamtergebnis des jeweiligen Bundeslandes. Ist eigentlich logisch, oder? Vielleicht sollte man die Untersucher nochmal in einen Grundkurs Statistik schicken...
    Und daß schlaue Eltern vielleicht eher auch schlaue Kinder haben, ist der bösen Genetik geschuldet.