Großer Ländervergleich: Bildungsexperten kritisieren Grundschüler-Ranking

dapdErfolgreiche Südländer, schwache Stadtstaaten: Beim großen Ländervergleich der Grundschüler liegen die Bayern vorn, Viertklässler aus Berlin, Bremen und Hamburg schneiden schlecht ab. Doch wie sinnvoll sind solche Ranglisten? Experten kritisieren die Ranking-Hörigkeit in Deutschland.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-859642.html
  1. #1

    Ich wuerde eher Schule gegen Schule aufrechnen!

    Was kann denn eine sehr gute Schule in beispielsweise Nordrhein-Westfalen dafuer, dass sie eben "nur" in Nordrhein-Westfalen liegt und nicht in Bayern oder Baden-Wuerttemberg oder, oder, oder ...
  2. #2

    Sensation! Schüler an Privat-Eliteschulen schneiden besser ab als Schüler an Sonderschulen!

    Experten untersuchen jetzt, warum dies der Fall sein könnte...

    Ernsthaft: Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern ist wenig sinnvoll. Wie man am Bildungs"atlas" erkennt, heben sich z.B. praktisch alle Städte als helle Punkte von ihrer Umgebung ab. Dass Bremen, Hamburg und Berlin da keine Ausnahme machen, überrascht nicht. Selbst die bayrischen Städte wie Ingolstadt, Straubing und Bayreuth liegen z.T. unter dem Bundesdurchschnitt.

    Ohne eine Aufschlüsselung nach sozialem Hintergrund etc. sind diese Tests wenig aussagekräftig.
  3. #3

    Lästig, diese Rankings

    Wie schön war doch die Zeit, wo die Folgen linksgrüner Bildungspolitik nicht offenbar wurden. Jetzt, wo in schöner Regelmäßigkeit erkennbar wird, wer die Bildungsverlierer produziert, oder daß das ganze Gendergeschwafel nichts gegen Naturgesetze ausrichtet, bleibt nur noch eine Möglichkeit: Rankings als solche oder doch zumindest die Methoden zu diskreditieren. Die schöne, linke Bildungswelt darf man sich durch die Realität auf keinen Fall kaputtmachen lassen...
  4. #4

    optional

    Ein Land - ein Bildsystem. Diese herumexperimentieren der Länder in Sachen Bildung muss nur die Jugend ausbaden.
  5. #5

    Das GEW-Statement

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellte die Rangliste offen in Frage: "Es sind immer die gleichen Länder an der Spitze und die gleichen am Ende", sagte die Vizevorsitzende Marianne Demmer. "Warum das so ist, ist auch zehn Jahre nach der ersten Pisa-Studie ein Buch mit sieben Siegeln. Und wie es zu ändern wäre, ist gänzlich unerforscht."
    ist doch totaler Quatsch: "Warum das so ist, ist auch zehn Jahre nach der ersten Pisa-Studie ein Buch mit sieben Siegeln. Und wie es zu ändern wäre, ist gänzlich unerforscht."

    Man muss hier nicht schon wieder Gelder für sinnlose Studien rauswerfen. Die Begründung liefert sie doch gleich mit: wenn ich soziokulturelle Bedingungen untersuchen will, weiss ich doch schon, dass es genau da klemmt.

    Das Bildungssystem ist generell Mist.

    Man hat in den letzten 40 Jahren ein seit hunderten von Jahren bewährtes System - Frontalunterricht - zugunsten von Projekt-, Tanz- und sonstwelchem Experimentalunterricht gekippt. Man muss sich nicht wundern, wenn das so nicht funktioniert.

    Die Lösung lautet: Back to the roots. Frontalunterricht, Noten ab Klasse 1 (auch die Schüler wollen wissen, wo sie stehen, bereits 3-jährige laufen um die Wette, um als erster da zu sein und nicht den letzten mit einem jovialen "schön, dass du's auch geschafft hast" zu begrüßen). Projekte ausdünnen, Vorträge nur dann halten, wenn ich was zum Thema beizutragen habe und nicht Zweitklässler zum Thema "Fortpflanzung der Farne" sprechen zu lassen.

    Hallo Bildungspolititker, hallo Lehrer! Die Schüler sollen etwas lernen in dre Schule und Euch nicht die Zeit vertreiben!
  6. #6

    Geldverschwendung

    So vergeuden Statistiker unsere Steuergelder. Wieviel könnte man einsparen, wenn die gefeuert würden?
  7. #7

    Verstehe die Kritik nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erfolgreiche Südländer, schwache Stadtstaaten: Beim großen Ländervergleich der Grundschüler liegen die Bayern vorn, Viertklässler aus Berlin, Bremen und Hamburg schneiden schlecht ab. Doch wie sinnvoll sind solche Ranglisten? Experten kritisieren die Ranking-Hörigkeit in Deutschland.

    Leistungsvergleich der Bundesländer: Kritik von Bildungsexperten - SPIEGEL ONLINE
    Auf der einen Seite wird festgestellt, dass die Ursachen unklar waeren (sind sie aber eher nicht). Auf der anderen Seite will man nur noch vermeintlich Aehnliches vergleichen und und dann - ja was dann? Dann a) drueckt man sich um die Unterschiede die man angeblich verstehen will, weil man nur noch aehnliche Biotope betrachtet und b) gleitet generell weg von einer Betrachtung des gesamtem Landes und faellt wieder in die Falle der foerderalen Bildungspolitik zurueck und kreist nur noch um den eigenen Laendernabel.
  8. #8

    gääähhhnn....

    So lange wir lieber Milliarden in irgendwelche anderen Dinge (z.B Euro?) stecken, werden die Berichte immer gleich ausfallen. Also doch recht langweilig.

    Interessant sind die Politkeraussagen: "Wir müssen was tun..."
    Wir wärs denn mal mit "Wir tun was: Die Klassen verkleinern, die Schulausstattung verbessern, mehr Lehrer (mit Migrationshintergrund) einstellen, endlich wieder eine leistungsorientierte Schulkultur schaffen, damit die Jugendlichen auf das echte Leben vorbereitet werden..."

    Aber: Stattdessen wird gespart, werden Schüler mitgeschleift, weil man sich nicht um sie fachgerecht kümmern kann, wird weggeschaut - wird Herdprämie gezahlt, gibt es keine Sanktionen insbesondere bei den Eltern....etc. pp.

    Die alte Laier eben.
  9. #9

    Süden?

    Zitat: "In allen drei getesteten Disziplinen - Lesen, Zuhören, Mathematik - dominieren in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands."

    ...bis auf Bayern liegt doch wohl eher Mitteldeutschland vorn...

    Hier sollte man fragen, warum?