Medikamente: Patienten können Nebenwirkungen selbst melden

CorbisWer unter Nebenwirkungen eines Medikamentes leidet, kann seine Beschwerden jetzt selbst an die zuständigen Aufsichtsbehörden melden. Mit einem neuen Internetportal soll getestet werden, ob sich Risiken so schneller entdecken und minimieren lassen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-859422.html
  1. #1

    Überflüssig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer unter Nebenwirkungen eines Medikamentes leidet, kann seine Beschwerden jetzt selbst an die zuständigen Aufsichtsbehörden melden. Mit einem neuen Internetportal soll getestet werden, ob sich Risiken so schneller entdecken und minimieren lassen.

    Medikamente: Patienten sollen Nebenwirkungen selbst ans PEI melden - SPIEGEL ONLINE
    Lachplatte!!
    Ich habe 2008, also vor vier Jahren (!), schwerwiegende Nebenwirkungen eines Medikaments an den Hersteller und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Von dort erhielt ich NIE eine vernünftige Antwort, nicht einmal Eingangsbestätigungen, während der Hersteller schnell - und natürlich abwiegelnd! - reagiert hatte. Im Frühjahr 2012 erinnerte ich insgesamt ZWÖLF mal jeweils im Abstand von wenigen Tagen unter Angabe des Aktenzeichens. Datiert vom 18. Juni 2012 kam eine - Pardon ! - saublöde Antworte dieses Amts, dessen Sesselfurzer sich wohl nach mehr als einem Dutzend (ich hatte auch zwischendrin schon mehrfach erinnert) Erinnerungen in ihrem Büroschlaf gestört fühlten.

    Offensichtlich braucht Deutschland erst wieder einen CONTERGAN-Skandal, bis tatsächlich diese Typen aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen!

    Dieses Land erstickt noch an diesen unfähigen Bürokratenwasserköpfen! Die leisten NICHTS und kassieren trotzdem ein Schweinegeld!
  2. #2

    Toll !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer unter Nebenwirkungen eines Medikamentes leidet, kann seine Beschwerden jetzt selbst an die zuständigen Aufsichtsbehörden melden. Mit einem neuen Internetportal soll getestet werden, ob sich Risiken so schneller entdecken und minimieren lassen.

    Medikamente: Patienten sollen Nebenwirkungen selbst ans PEI melden - SPIEGEL ONLINE
    Dann steht jetzt in der Packungsbeilage nicht mehr 5 Meter Nebenwirkungen sondern nur noch
    Klicken Sie Seite XYZ an und vergleichen Sie.
  3. #3

    Sachlich bleiben bitte!

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Lachplatte!!
    Ich habe 2008, also vor vier Jahren (!), schwerwiegende Nebenwirkungen eines Medikaments an den Hersteller und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Von dort erhielt ich NIE eine vernünftige Antwort, nicht einmal Eingangsbestätigungen, während der Hersteller schnell - und natürlich abwiegelnd! - reagiert hatte. Im Frühjahr 2012 erinnerte ich insgesamt ZWÖLF mal jeweils im Abstand von wenigen Tagen unter Angabe des Aktenzeichens. Datiert vom 18. Juni 2012 kam eine - Pardon ! - saublöde Antworte dieses Amts, dessen Sesselfurzer sich wohl nach mehr als einem Dutzend (ich hatte auch zwischendrin schon mehrfach erinnert) Erinnerungen in ihrem Büroschlaf gestört fühlten.

    Offensichtlich braucht Deutschland erst wieder einen CONTERGAN-Skandal, bis tatsächlich diese Typen aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen!

    Dieses Land erstickt noch an diesen unfähigen Bürokratenwasserköpfen! Die leisten NICHTS und kassieren trotzdem ein Schweinegeld!
    Wer so emotional und auch beleidigend argumentiert, wird sicher nicht zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Anonyme Foren tragen leider wesentlich zu solchem Querulantentum bei.
  4. #4

    Nette Idee aber miserabel umgesetzt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer unter Nebenwirkungen eines Medikamentes leidet, kann seine Beschwerden jetzt selbst an die zuständigen Aufsichtsbehörden melden. Mit einem neuen Internetportal soll getestet werden, ob sich Risiken so schneller entdecken und minimieren lassen.

    Medikamente: Patienten sollen Nebenwirkungen selbst ans PEI melden - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann natürlich nichts zu den Reaktionszeiten der Behörden sagen, aber wenn ich sehe wie handwerklich schlecht dieses Portal umgesetzt ist wird mir einerseits schlecht, wenn ich daran denke wieviel Geld da vermutlich wieder unsinniger Weise verbraten wurde und andererseits fühle ich mich einfach mal um 10 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt!

    Hätten die da mal Profis rangelassen, dann hätte das Protal wenigstens auch wie 2012 ausgesehen!

    Wozu Framesets? Was ist mit Usability? Kontrast? Barrierefreiheit?

    Das war wohl nix!

    Wenn das Richtig gemacht werden soll, einfach mal melden!
  5. #5

    Ombudsmann für Nebenwirkungen

    Ein schlichtes Postfach für den medizinischen Laien erschwert den Erkenntnisgewinn eher als dass er ihn fördert. Zu wünschen ist die Funktion eines Ombudsmannes, der durch gezieltes Nachfragen beim Betroffenen beitragen kann, Wesentliches vom Unwesentlichen zu trennen. Eine solche Funktion kann bei der Behörde, aber auch beim pharmazeutischen Unternehmen angesiedelt sein.
  6. #6

    "Querulantentum" oder "kritischer Bürger" - DAS ist die Frage!

    Zitat von lscpilot Beitrag anzeigen
    Wer so emotional und auch beleidigend argumentiert, wird sicher nicht zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Anonyme Foren tragen leider wesentlich zu solchem Querulantentum bei.
    Ich habe unmittelbar nach Eintritt der gravierenden Nebenwirkungen präzise alles geschildert und KEINERLEI Reaktionen erhalten. Ich bin selbst Naturwissenschaftler und weiß, wie man ein Problem sprachlich / fachlich angeht. Wenn aber die angebliche staatliche Aufsichtsstelle überhaupt nicht reagiert und erst nach vier Jahren sich zu einer - dazu noch völlig idiotischen - "Antwort" bequemt, die keine ist, dann darf ich wohl hier auf diesen - Pardon ! - Saustall mit deutlichen Worten hinweisen.
    Ich bin alt genug, um den CONTERGAN-Skandal noch sehr gut in Erinnerung zu haben; die Sache fiel in die Anfangszeit meines Chemie-Studiums, schon von daher waren wir alle sehr interessiert. Auch da haben Ärzte schnell reagiert - und der Staat hat gepennt! Dass damals GRÜNENTHAL die Sache verharmloste, ist klare Firmenpolitik gewesen. In meinem Fall hat BETAPHARM die Sache heruntergespielt; ich habe noch alle Unterlagen!
    Der Staat aber hat GAR NICHTS getan, nicht mal eine Eingangsbestätigung geschickt.

    Zu "Querulantentum": Auch Columbus war ein Querulant, dito Graf Zeppelin usw. Zurück zu CONTERGAN: Die Frau, die in den USA bei der FDA ein Vertriebsverbot für CONTERGAN in den USA durchsetzte, ist später mit dem höchsten zivilen Orden der USA ausgezeichnet worden.

    Ich verzichte gern auf Orden (blödes Blech), aber mich als "Querulanten" zu bezeichnen, wenn ich auf gravierende Nebenwirkungen eines Medikaments hinweise, ist schon ein starkes Stück. Arbeiten Sie vielleicht in einem PR-Verband der Pharma-Branche? DEN Eindruck MUSS man zumindest gewinnen!

    Ich hatte mir im Frühjahr, als ich meine laufende Erinnerungs-Serie startete, zunächst einen aktuellen Beipackzettel besorgt. Zumindest unter "sehr selten" oder "vereinzelt" hätten die bei mir aufgetretenen Nebenwirkungen genannt sein müssen.

    Ihr Beitrag lässt jedenfalls eine distanzierte Betrachtung der Problematik vermissen!
  7. #7

    Zitat von PaulMeister Beitrag anzeigen
    Ich kann natürlich nichts zu den Reaktionszeiten der Behörden sagen, aber wenn ich sehe wie handwerklich schlecht dieses Portal umgesetzt ist wird mir einerseits schlecht, wenn ich daran denke wieviel Geld da vermutlich wieder unsinniger Weise verbraten wurde und andererseits fühle ich mich einfach mal um 10 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt!

    Hätten die da mal Profis rangelassen, dann hätte das Protal wenigstens auch wie 2012 ausgesehen!

    Wozu Framesets? Was ist mit Usability? Kontrast? Barrierefreiheit?

    Das war wohl nix!

    Wenn das Richtig gemacht werden soll, einfach mal melden!
    Stimmt, das Formular sieht schon sehr amateurhaft aus, bis hin zu Rechtschreibfehlern in den labels. Selbst SPON ist da professioneller...
  8. #8

    Augenwischerei

    Jeder, der ein bisschen Ahnung von statistisch validen, objektiven und reliablen Tests hat, weiß, dass die Pharmafirmen keinerlei verwertbare Ergebnisse aus derartigem Aktionismus ziehen werden, können, noch dürfen.
  9. #9

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Ich habe unmittelbar nach Eintritt der gravierenden Nebenwirkungen präzise alles geschildert und KEINERLEI Reaktionen erhalten. Ich bin selbst Naturwissenschaftler und weiß, wie man ein Problem sprachlich / fachlich angeht. Wenn aber die angebliche staatliche Aufsichtsstelle überhaupt nicht reagiert und erst nach vier Jahren sich zu einer - dazu noch völlig idiotischen - "Antwort" bequemt, die keine ist, dann darf ich wohl hier auf diesen - Pardon ! - Saustall mit deutlichen Worten hinweisen.
    Ich bin alt genug, um den CONTERGAN-Skandal noch sehr gut in Erinnerung zu haben; die Sache fiel in die Anfangszeit meines Chemie-Studiums, schon von daher waren wir alle sehr interessiert. Auch da haben Ärzte schnell reagiert - und der Staat hat gepennt! Dass damals GRÜNENTHAL die Sache verharmloste, ist klare Firmenpolitik gewesen. In meinem Fall hat BETAPHARM die Sache heruntergespielt; ich habe noch alle Unterlagen!
    Der Staat aber hat GAR NICHTS getan, nicht mal eine Eingangsbestätigung geschickt.

    Zu "Querulantentum": Auch Columbus war ein Querulant, dito Graf Zeppelin usw. Zurück zu CONTERGAN: Die Frau, die in den USA bei der FDA ein Vertriebsverbot für CONTERGAN in den USA durchsetzte, ist später mit dem höchsten zivilen Orden der USA ausgezeichnet worden.

    Ich verzichte gern auf Orden (blödes Blech), aber mich als "Querulanten" zu bezeichnen, wenn ich auf gravierende Nebenwirkungen eines Medikaments hinweise, ist schon ein starkes Stück. Arbeiten Sie vielleicht in einem PR-Verband der Pharma-Branche? DEN Eindruck MUSS man zumindest gewinnen!

    Ich hatte mir im Frühjahr, als ich meine laufende Erinnerungs-Serie startete, zunächst einen aktuellen Beipackzettel besorgt. Zumindest unter "sehr selten" oder "vereinzelt" hätten die bei mir aufgetretenen Nebenwirkungen genannt sein müssen.

    Ihr Beitrag lässt jedenfalls eine distanzierte Betrachtung der Problematik vermissen!
    War irgendwie abzusehen, keine Argumente, sehen sich in einer Linie mit Columbus und Graf Zeppelin. Sie leiden bestimmt mental in irgendeiner Art und Weise. Schon der zweite Mensch mit Verfolgungswahn heute.