Downshifting: Weniger Arbeit, mehr Leben

Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-857989.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

    Downshifting: Steuerfachwirtin schaltet runter und wird Skilehrerin - SPIEGEL ONLINE
    Ich lese in dem Artikel kein einziges Mal Kinder. Nur: Ich, ich, ich ...

    Ganz tolles Lebensmodell!
  2. #2

    Downshifting?

    Downshifting???

    Mit Schaudern nimmt man die Zersetzung der deutschen Eigenständigkeit in der Medienlandschaft der letzten Jahre wahr, wo jegliche Phrasen auf denglish umgemünzt werden. Ist ja "en vogue", statt klarer Sprache lieber oberflächlich mit Fremdspracheneinlage die Banalität des Themas zu kaschieren.
  3. #3

    Berufswahl

    Für mich geht es hier um die Wahl des richtigen Berufes. Sie will und wird nicht weniger arbeiten sondern mehr, aber mit größerer Freude, weil sie die für sie richtige Arbeit gefunden hat.
    Ich habe in meinem Beruf meinen Weg so gewählt, dass ich auch das machen kann was mir Freude bereitet. Aber leider lassen sich viele nur vom Geld und vom hierarchischen Aufstieg leiten und werden dann unzufrieden.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

    Downshifting: Steuerfachwirtin schaltet runter und wird Skilehrerin - SPIEGEL ONLINE
    Tja, um es sich leisten zu können, kürzer zu treten muß man erstmal weite Sprünge machen.
    Es soll in diesem Land eine Menge Leute geben die sehr hart arbeiten und trotzdem nicht genug verdienen um irgend etwas "down zu shiften".
    Tröstlich zu wissen, dass es immer noch ein paar Besserverdiener gibt, für die es eine Frage der freien Entscheidung ist, ob sie Leben um zu arbeiten, oder Arbeiten um zu Leben.
  5. #5

    aua

    Zitat: "Der Begriff, für den es kein deutsches Pendant gibt, bedeutet, sich beruflich zu verändern, um ein erfüllteres Leben zu führen."
    Wie wäre es mit "runterschalten"? So wie der Titel des Buches, das links neben dem Artikel beworben wird?

    Ist "...für den es kein deutsches Pendant gibt..." jetzt die Universalentschuldigung dafür, dass man nicht mehr übersetzen kann oder quasi der Ritterschlag für die Nutzung von Denglisch ohne Nachdenken?
  6. #6

    Warum!?

    Was, bitte, sind Wander-Boots!? Warum muss der Verfasser des Artikels unbedingt einen neuen Denglischbegriff erfinden, wo es doch auch Wanderschuhe oder -stiefel getan hätten?!

    Im Übrigen übersetzt nicht nur Frau Sponagel "Downshifting" mit "Runterschalten" - aber wer nur Denglisch spricht, weiß das wahrscheinlich nicht.
  7. #7

    Ich verstehe Frau Fink sehr gut - ich habe selbst runtergeschaltet, meinen Job aufgegeben und bin jetzt seit fast zwei Jahren Privatier. Ich bin fast jeden Tag mehrere Stunden lang draussen unterwegs und rundum zufrieden. Allerdings wird es nur eine absolute Minderheit der im Hamsterrad Beschaeftigten sein, die sich das "Runterschalten" leisten koennen. Die mit Anhang (lt. SPON-Artikel ist Fink alleinstehend) und in schlecht bezahlten Jobs koennen das nicht. Dazu kommt noch die drohende Altersarmut, wenn man ohne entsprechende finanzielle Reserven laengere Zeit auf einen Grossteil seines Gehalts verzichtet. Es waere daher interessant, in ein paar Jahren bei Frau Fink nochmal vorbeizuschauen, um zu sehen, ob sie tatsaechlich permanent runtergeschaltet hat. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf die Kommentare anderer Foristen.
  8. #8

    Herr Missfelder, unterbinden Sie den Abstieg in Altersamut durch diese Rentenzahlungsverweigerer!

    Das was in 40-45 Berufsjahren als Rente zurückkommt, ist lachhaft - die Jungen sind besorgt? Dann müssen halt Werte geschaffen werden: Das Leben ist kein Ponyhof für unter 30-Jährige.
  9. #9

    Hier wird ein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

    Downshifting: Steuerfachwirtin schaltet runter und wird Skilehrerin - SPIEGEL ONLINE
    falsches Bild geschaffen, von einer Branche, die geradezu verpönt ist - Das Hotel und Gaststättengewerbe. Hier im Osten gibt es wohl kaum eine andere Branche, in der soviel gearbeitet, schlecht bezahlt und Druck gemacht wird. Ich kann mir garnicht vorstellen, dass man gerade hier "runterschalten" kann. Eher wohl das Gegenteil. Ich denke, der Effekt funktioniert vor allem deshalb, weil alle beschriebenen Beispiele im Ausland sind. Dort geht man scheinbar doch entspannter mit vielen Dingen um...