Tipps von Top-Journalisten: "Beliebtheit ist kein Maßstab"

DPAWie setzt man sich im Journalismus durch? In einem neuen Buch erzählen erfolgreiche Journalisten, wie sie es geschafft haben. "Bild"-Chef Kai Diekmann, "Neon"-Miterfinder Michael Ebert und Talkmasterin Anne Will erklären, wie sie wurden, wer sie sind.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...-a-854071.html
  1. #1

    Warum Herr ...

    ... Diekmann die Sterne ausgerechnet in der Gosse sucht, erschließt sich zwar nicht. Aber egal, wer will schon werden wie der?

    Die Aussage von Herrn Ebert - "es hilft schon, kein Arschloch zu sein" - taugt allerdings prima als Motto für alle Lebenslagen.
  2. #2

    Na das hilft mir jetzt aber sehr o_o

    Super SPON, ich wollte schon immer mal wissen wie man mal bei der Bild landet..

    Die Wahrheit ist doch: Am besten hat man studiert, 20 Jahre Berufserfahrung, ist dabei erst 18 Jahre alt und man hat seine Arbeitskraft mindestens 4 Jahre lang als Praktikant verschenkt bis man dann endlich mal als "richtiger" Journalist arbeiten kann. Nur um dann als jemand der überhaupt keine Ahnung davon hat wie es in der Mitte des Volkes, oder ganz unten, wirklich aussieht, eben mutmaßend darüber zu schreiben, wie es in der Mitte des Volkes oder ganz unten wohl aussehen mag. Die meisten Journalisten sind Akademikerkinder die ihre Pseudolebenserfahrung mit dem Sicherheitsnetz von Mami und Papi gesammelt haben. Und so sieht die deutsche Medienlandschaft auch aus! Ich musste mein Leben lang kämpfen, mir ist nie was in den Schoß gefallen, nichts anderes als mein Idealismus und der Wunsch Menschen auch mal zum Lachen zu bringen hat mich zum Journalismus gebracht. Aber man kann nicht ewig für 1,50 die Stunde arbeiten wenn man nicht mit ner silbernen Rassel im Allerwertesten auf die Welt gekommen ist!
  3. #3

    Zitat von eva_b Beitrag anzeigen
    Warum Herr Diekmann die Sterne ausgerechnet in der Gosse sucht, erschließt sich zwar nicht. Aber egal, wer will schon werden wie der?
    Er berichtet aus der Gosse, weil das genau der Ort ist, von dem seine Leser "Nachrichten" hören wollen. Die Gosse ist auch leichter auf dem Globus zu finden als Venzuela oder Kambodscha.
  4. #4

    Zitat von UeberKatze Beitrag anzeigen
    Super SPON, ich wollte schon immer mal wissen wie man mal bei der Bild landet..

    Die Wahrheit ist doch: Am besten hat man studiert, 20 Jahre Berufserfahrung, ist dabei erst 18 Jahre alt und man hat seine Arbeitskraft mindestens 4 Jahre lang als Praktikant verschenkt bis man dann endlich mal als "richtiger" Journalist arbeiten kann. Nur um dann als jemand der überhaupt keine .....
    Da schwingt aber ne ganze Ladung Minderwertigkeitsgefühle mit in Ihrem Post. Ihre Geschichte ist ja wirklich interessant und rührend, aber warum man Akademikerkinder gleich mit "Pseudolebenserfahrung" und "silberne Rassel im Arsch" herabwürdigen muss, verstehe ich nicht. Man kann die Ueberkatze aus der Gosse holen, aber nicht die Gosse aus der Ueberkatze, was?
  5. #5

    Neunzig von hundert

    Von hundert Bewerbern für ein Voluntariat können neunzig gut genug schreiben, um ein passabler Journalist zu werden, das glaube ich jedenfalls, und dementsprechend auch, dass es sehr auf die Persönlichkeit und auf Beziehungen ankommt. Wenn ein frischgebackener Betriebswirt keine Bilanz lesen kann, dann kann er das vor einem Personalchef kaum verbergen, er hat schlechte Karten – etwas anders sieht es beim Schreiben aus, da gibt es eine größere Bandbreite.

    Der SPIEGEL hat einen guten Ruf. Ich habe schon öfter gehört, dass es für Journalisten eine Art Auszeichnung sei, dort zu arbeiten. Das macht mich zwar manchmal leicht stutzig, aber davon abgesehen davon müsste man dann zumindest beim SPIEGEL ein markantes und auch relativ konsistentes Niveau erwarten, es schwankt jedoch auffällig. Das muss Gründe haben – wer weiß, vielleicht ein flexibles Konzept, eine großzügige Chefredaktion, eine eher heterogene Zusammensetzung der Journalisten oder die bewusste Entscheidung, mehr Randthemen einzubeziehen.

    „Die Zeit“ kann man nicht lesen – zu viel, zu lang, zu langatmig, zu laberig – den SPIEGEL dagegen kann man lesen, er ist kompakter, in den Analysen griffiger, kritischer sortiert in der Themenauswahl. Noch ist das so, noch. Journalismus muss zur Sache kommen, ein Journalist muss etwas von der Sache verstehen und Prioritäten setzen, erst dann kommt das Schreiben. Ein guter Artikel ist kein Essay, seltener ein Kolumne und schon gar keine Kurzgeschichte, etwa: „Wie Roswitha ihren Lebensmut wiederfand“ - doch die Tendenz geht dahin, ein bisschen auch beim SPIEGEL.
  6. #6

    Fragt doch Toms Tim, warum Anne will und Kai so abgeschmiert ist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie wurde aus Tom Buhrow der ARD-Journalist auf dem wichtigsten Sendeplatz, bei den Tagesthemen? Wie schaffte es Kai Diekmann an die Spitze der "Bild"-Zeitung? Warum hat Anne Will eine eigene Talkshow?

    Beruf Journalist: Kai Diekmann, Michael Ebert, Anne Will geben Tipps - SPIEGEL ONLINE
    Ganz schön gemein, dass Ihr gleich zu Anfang die Frage stellt, die das Buch sicher nicht beantworten kann. Weil es keine plausiblen Antworten gibt. Es ist so, weil es so ist.

    Vielleicht sollte man zu Tom den Tim befragen. Und Anne will halt. Wobei wollen offensichtlichs nichts mit können zu tun hat.
    Bei Diekmann fällt es noch am Leichtesten. Die Schmiere im Haar stellt den für dieses Papier notwendigen Bezug zum Rinnstein her.
  7. #7

    ich kann nicht verstehen,

    warum mann diesen Diekmann als Referenz für einen erfolgreichen Journalisten zu Wort kommen lässt? Was hat Journalismus (zumindest, was ich und auch mein Umfeld darunter versteht) mit dem Posten als Chefredakteur der BILD zu tun?
    Als Journalist sollten einen Inhalte interessieren und nicht, wie man am schnellsten ein ach so wichtiges und tolles Netzwerk aufbaut mit 15 Visitenkarten / Woche. Die menschenverachtende Sichtweise der Bildschreiberlinge widert mich an. Und noch ekelhafter ist es, sich als jmd. hinzustellen, der "es geschafft hat".
  8. #8

    Peinlich!

    Der "Kollege" von der FAZ schreibt sich "Schirrmacher".
    Ein typisches Beispiel für Fehler eines Schreibers, der sich auf die Autokorrekturfunktion seines Textprogrammes verlässt. Unwissenheit allerdings wäre noch peinlicher.
  9. #9

    schon fast over the top

    Stellt man einem beliebigen in der deutschen Zeitungslandschaft halbwegs belesen Menschen die Frage nach ernstuznehmenden - oder meinetwegen "top" - Journalisten, bekommt man vielleicht ein Dutzend Namen, bei richtig belesenen/kundigen vielleicht zwei Dutzend. Glauben Sie mir, die vier hier genannten sind weder im ersten, noch im zweiten...