Kinderarmut: Wie der Aufstieg gelingt

DPASie haben weniger Geld, weniger Bücher, weniger Chancen: Dennoch können Kindern aus armen Familien den Aufstieg schaffen, wie eine neue Studie zeigt. Doch dafür müssen Eltern, Kitas und Schulen eng zusammenarbeiten.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-857911.html
  1. #1

    Die einen leben den Gangnam-Style...

    ... die anderen schauen das Video. Die Zeit zwischen den 1960er und den 2000er Jahren wird bald mythisch als die "gute alte Zeit" verklärt werden.
  2. #2

    Sozial ist, was Arbeit schafft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben weniger Geld, weniger Bücher, weniger Chancen: Dennoch können Kindern aus armen Familien den Aufstieg schaffen, wie eine neue Studie zeigt. Doch dafür müssen Eltern, Kitas und Schulen eng zusammenarbeiten.

    Kinderarmut: Awo stellt Studie vor - SPIEGEL ONLINE
    Dass in Bayern nur 6,8% der Kinder in Armut leben, in Berlin aber über 30% zeigt, dass Kinderarmut nicht Gottgegeben ist. Entscheidend für soziale Probleme ist vor allem der Arbeitsmarkt. Je geringer die Arbeitslosigkeit ist, desto geringer sind die sozialen Probleme.

    Dass staatliche Sozialleistungen das Problem nicht lösen und Geld nicht alles ist, läßt sich klar aus dieser Erkenntnis der Studie ablesen:

    "Jugendliche aus Hartz-IV-Familien sind schlechter dran als Kinder aus armen Familien, in denen die Eltern arbeiten. Sie werden häufiger vernachlässigt, ihnen fehlt es häufiger an Kleidung und es gibt weniger Bücher in der Wohnung. Dabei haben Hartz-IV-Familien der Studie zufolge mehr Geld als die befragten arbeitenden armen Familien."
  3. #3

    Wichtig ist die Einstellung, ...

    ... ein ehrliches und strebsames Leben führen zu wollen. Ein Umfeld von Faulenzern, Gangstern und Alkis ist dafür halt nicht so geeignet. Deutschland kriegt die Quittung für Kapitalismus, Korruption und Konsumterror. Da müssen Staat und Gesellschaft gegensteuern: nicht Party und Saufen sind cool, sondern lernen, gesetzestreue und ein gutes Sozialverhalten. Sehr hilfreich können auch die Religionen sein, denn die fordern ein besseres Leben und geben Halt. (imho)
  4. #4

    ARGE arg im Argen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben weniger Geld, weniger Bücher, weniger Chancen: Dennoch können Kindern aus armen Familien den Aufstieg schaffen, wie eine neue Studie zeigt. Doch dafür müssen Eltern, Kitas und Schulen eng zusammenarbeiten.

    Kinderarmut: Awo stellt Studie vor - SPIEGEL ONLINE
    Die Mitarbeiter dort haben täglich mit den ärmsten Menschen zu tun, kein Wunder, dass diese auch irgendwann an ihre Grenzen kommen. Ganz ehrlich, was hat das damit zu tun? Die Mitarbeiter der ARGE behandeln Alg2 Bezieher wie den letzten Dreck. Es ist eine Tatsache. Mein Bruder ist selbst Hartz 4 Empfänger gewesen und ich weiß wovon ich rede. Selbstverständlich gibt es auch Bezieher die selbst schuld sind. Er hat mitgearbeitet wo es nur ging und dennoch wurde er behandelt wie ein Stück Scheisse !!! Er ist selber immer kurz davor gewesen, auszurasten da er immer und immer und immer wieder so mies behandelt wurde. Was glaubt ihr wohl, wie viele Beschwerden er geschrieben hat ! Und was ist raus gekommen, man ist nicht drauf eingegangen. Es ist an der Zeit, Hartz 4 abzuschaffen, es ist an der Zeit die Sachbearbeiter zu kontrollieren. Aber wenn selbst der Leiter der örtlichen Arge ein Ar.... ist bringt das auch nichts. Es ist schlimm, dass so etwas wie heute früh passiert, sehr schlimm.... es ist unfaßbar und falsch, aber es zeigt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Anstatt sich darum zu kümmern, feiern die Politiker den Geburtstag von Schäuble????!! Ich glaub' , mein SCHWEIN pfeifft !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  5. #5

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    ... ein ehrliches und strebsames Leben führen zu wollen. Ein Umfeld von Faulenzern, Gangstern und Alkis ist dafür halt nicht so geeignet. Deutschland kriegt die Quittung für Kapitalismus, Korruption und Konsumterror. Da müssen Staat und Gesellschaft gegensteuern: nicht Party und Saufen sind cool, sondern lernen, gesetzestreue und ein gutes Sozialverhalten. Sehr hilfreich können auch die Religionen sein, denn die fordern ein besseres Leben und geben Halt. (imho)
    Es gibt in jeder Personengruppe eine Spreizung von "Null-Bock" bis hochmotiviert. Nur dass es an den Rändern der Gesellschaft deutlicher mehr Beachtung erfährt.

    Sicher werden von "Staat und Gesellschaft" - wer auch immer konkret das sein mag - nie alle erreicht, aber wenn sich die Chancen erhöhen, mit mehr Leistung auch mehr Lebensqualität zu bekommen, dann werden möglicherweise auch mehr Menschen diese Chance nutzen wollen.

    Inwiefern Religionen eine besseres Leben fordern - wobei Sie sicher fördern meinten- ist mir völlig schleierhaft. Die Kirche hat doch kein Problem damit, Omas mit Grundsicherung eine Bettelbüchse zu geben, um damit für diese wohlhabende Institution Geld zu sammeln. Und als Wertelieferant versagt die Kirche komplett - schließlich sind es doch so genannte Christen, die täglich vormachen, was zähle: Kohle machen, egal wie.

    Wir haben nur eine Chance auf Besserung, wenn uns mehr Bildung bei einer größeren Schicht gelingt. Und dann aber auch eine realistische Chance auf Erfolg besteht. Und die Menschen hier und jetzt Verantwortung für ihr Handeln übernehmen - und nicht auf Heilsversprechen nach dem Tode bauen.
  6. #6

    religion....

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    ... ein ehrliches und strebsames Leben führen zu wollen. Ein Umfeld von Faulenzern, Gangstern und Alkis ist dafür halt nicht so geeignet. Deutschland kriegt die Quittung für Kapitalismus, Korruption und Konsumterror. Da müssen Staat und Gesellschaft gegensteuern: nicht Party und Saufen sind cool, sondern lernen, gesetzestreue und ein gutes Sozialverhalten. Sehr hilfreich können auch die Religionen sein, denn die fordern ein besseres Leben und geben Halt. (imho)
    Ja, ja. Die Geschichte mit dem Kamel und dem Nadelöhr. Und wenn es nun keine Engel gibt,weil der Garten Eden auch nur ein Märchen ist.
    Dann sollte die "Unterschicht" vielleicht doch nicht die Wange hin halten.
  7. #7

    Kontrolle

    Wer kontrolliert eigentlich die Arbeitslosenämter wirklich (möglichst verdeckt)? Es geht um Mitmenschen, denen auch Respekt oder zumindest Achtung entgegenzubringen ist. Als Strafgefangenenbetreuer erlebe ich seit Jahrzehnten, dass das so wichtig ist. Eiskaltes Automatenverhalten gehört nicht in Servicedienststellen! Aber vielleicht brauchen auch Sozialbeamte öfter eine Supervision - ehrlich, denn leicht ist der Beruf nur für Berufene...
  8. #8

    Familien könnte es richtig gutgehen...

    ... wenn man ihre generationen-erhaltende Leistungen anerkannte, und das hieße, die Familienerzieh unter anderem, die Familienerziehungsarbeit mit einem aufwandsangemessenen Geldwert zu beziffern.
    Außerdem gehören die Alltagsverbrauchskosten der Kinder analog der Altenkosten gesamtgesellschaftlich-solidarisch getragen.
    Momentan zahlen selbsterziehende Eltern doppelt und arbeiten familienintern für 0 Euro. Dass auf diese Weise Familien- bzw. Kinderarmut geradezu systematisch erzeugt wird, erfordert keine höheren mathematischen Kenntnisse.