Betreutes Wohnen: Zahl der Heimkinder steigt

DPAIhnen drohte Vernachlässigung, Obdachlosigkeit oder Missbrauch, ihre Eltern konnten sich nicht kümmern oder wollten es nicht. Deshalb leben mehrere zehntausend Kinder und Jugendliche in Heimen und betreuten Wohngemeinschaften. Und eine Statistik zeigt: Es werden mehr.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-857864.html
  1. #1

    christliche Werte

    Wir haben doch eine CDU und ein CSU. Betonung auf C.
    Ist doch alles ok.
  2. #2

    Ja,

    das ist eben ein weiteres Anzeichen für spätrömische Dekadenz (ernst, nicht ironisch gemeint). Die Auflösungserscheinungen häufen sich...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ihnen drohte Vernachlässigung, Obdachlosigkeit oder Missbrauch, ihre Eltern konnten sich nicht kümmern oder wollten es nicht. Deshalb leben mehrere zehntausend Kinder und Jugendliche in Heimen und betreuten Wohngemeinschaften. Und eine Statistik zeigt: Es werden mehr.

    Betreutes Wohnen: Mehr Kinder kommen ins Heim - SPIEGEL ONLINE
    man sollte aber ohne es zu verharmlosen auch sagen, es gehen auch Kinder ins Heim die z.B einer normalen Schule mit großen Klassen nicht klar kommen oder die eine besondere Förderung vom Lehrer brauchen u im Heimatort gibt es diese Schule nicht, diese Kinder kommen aus völlig "normalen" Elternhäusern mit Eltern die sich alles für ihr Kind menschen mögliche tun. Leider werden diese Kinder nicht erwähnt.
  4. #4

    Kein Elternversagen

    Die richtige Überschrift wäre: "Elternüberforderung": immer mehr Eltern sind einfach von dem überfordert, was die gesellschaftliche Erziehungsideologie von ihnen verlangt. "Das, was der Erzieher sich vornimmt, ist unmöglich", meinte dazu schon Niklas Luhmann.

    Inzwischen überwiegen die Schäden durch diverse Erziehungsversuche bei weitem die eventuellen Probleme einer "Nicht-Erziehung". Wenn die Gesellschaft nicht bald kapiert, dass die Lösung nicht "immer noch mehr Erziehung" heißt, sondern weniger davon, werden die Einweisungen in Heime weiter steigen.
  5. #5

    Vielleicht ein gutes Zeichen?

    Meine Hoffnung ist, dass nach den krassen Fällen des Amtsversagens der letzten Jahre mittlerweile genauer hingeschaut und ein wenig härter durchgegriffen wird. Aus Angst vor Kritik durch die Öffentlichkeit und die Medien, aus Kostengründen und zur Vermeidung von Stress wird immer noch viel zu wenig hingeschaut. Ein Beispiel aus meiner Familie: Nach dem plötzlichen Tod meiner Schwester fragte kein Amt nach dem Verbleib ihrer einjährigen Tochter. Meine Mutter musste selbst darauf hinweisen, dass sie das Kind aufgenommen hat und bekam dann keine Unterstützung angeboten. Über das Internet musste ich für sie ihre Rechte recherchieren, da die zuständige Beamtin völlig passiv agierte. Wenn meine Mutter nicht da gewesen wäre - wer weiß was aus meiner Nichte geworfen wäre... Es gibt noch viel zu verbessern.
  6. #6

    Zusammenhänge

    Na wenigstens sind diesmal die Schuldigen genannt, die Eltern nämlich. Und nicht wieder "Die Gesellschaft", "Die Ämter" oder was auch immer sonst als Ausrede benutzt wird.
    Und wenn man jetzt noch die Anzahl der Menschen, deren Leben dauerhaft durch Steuergelder ohne Gegenleistung finanziert werden (Hartz IV z. B.), in Verbindung dazu setzt und dazu weiß, dass deren Zahl stetig zunimmt, dämmert es da niemandem?
  7. #7

    Liebe "boeseHelene",
    ich denke, dass Sie die Umstände in einem Internat mit denen in einem Heim verwechseln.
    Sie sollten sich richtig informieren, bevor Sie solche Behauptungen in den Raum werfen....
  8. #8

    Gesellschaft

    Zitat von frankfrei1968 Beitrag anzeigen
    Na wenigstens sind diesmal die Schuldigen genannt, die Eltern nämlich. Und nicht wieder "Die Gesellschaft", "Die Ämter" oder was auch immer sonst als Ausrede benutzt wird.
    Und wenn man jetzt noch die Anzahl der Menschen, deren Leben dauerhaft durch Steuergelder ohne Gegenleistung finanziert werden (Hartz IV z. B.), in Verbindung dazu setzt und dazu weiß, dass deren Zahl stetig zunimmt, dämmert es da niemandem?
    Sie sind Teil dieser Gesellschaft.Genau,wie diese Eltern,die aus irgendwelchen Gruenden,nicht mehr faehig sind,sich um ihre Kinder ausreichend zu kuemmern und sie zu erziehen.Dies ist eines der Zeichen,dass mit unserer Gesellschaft,bezogen auf eine soziale Funktion,einiges im Argen liegt.Vielleicht auch wegen Menschen,denen egal bei welchem Thema,als erstes das Geld in den Sinn kommt,welches ihnen ihrer Meinung nach genommen wird,um es fuer nichtsnutzige Mitglieder der Gesellschaft auszugeben.Nicht jeder der am Rande steht,hat dies selber zu verschulden.Und die gepriesene Chancengleichheit in der heutigen Gesellschaft wird mit der derzeitigen Politik gerade abgeschafft.
  9. #9

    optional

    @frankfei1968 "Na wenigstens sind diesmal die Schuldigen genannt, die Eltern nämlich. Und nicht wieder "Die Gesellschaft", "Die Ämter" oder was auch immer sonst als Ausrede benutzt wird. Und wenn man jetzt noch die Anzahl der Menschen, deren Leben dauerhaft durch Steuergelder ohne Gegenleistung finanziert werden (Hartz IV z. B.), in Verbindung dazu setzt und dazu weiß, dass deren Zahl stetig zunimmt, dämmert es da niemandem?"
    Ohne Angabe der sozialen Schicht, gleich ob nach Einkommen oder Bildung oder sonstwie sortiert, ist Ihre Unterstellung eine dreiste Unterstellung. Alsob die Menschen, die mit Hartz IV aus der Gesellschaft gedrängt werden, grundsätzlich nicht mit ihren Kindern klarkommen. Soziale Versager, die ihre Kinder nicht erziehen können, gibt es unter Akademikern ebenso häufig wie bie Hilfsarbeitern. Und ein 6-stelliges Jahreseinkommen garantiert nicht das Kindeswohl.