Psychische Belastung: Mitarbeiter häufig gestresster als ihre Chefs

CorbisSie tragen Verantwortung, müssen schnell Entscheidungen treffen und sollen dabei noch ihre Angestellten motivieren: Dass Manager unter Stress leiden, gilt als ausgemacht. Doch eine neue Studie zeigt, dass Chefs offenbar häufig weniger gestresst sind als ihre Untergebenen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-857768.html
  1. #1

    stimmt so nicht ganz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie tragen Verantwortung, müssen schnell Entscheidungen treffen und sollen dabei noch ihre Angestellten motivieren: Dass Manager unter Stress leiden, gilt als ausgemacht. Doch eine neue Studie zeigt, dass Chefs offenbar häufig weniger gestresst sind als ihre Untergebenen.

    Mitarbeiter sind gestresster als ihre Chefs - SPIEGEL ONLINE
    Denn zumindest in größeren Firmen sind ja die meisten Führungskräfte selbst auch Untergebene, haben also auch Druck "von oben"...

    Ich würde eher sagen, der Druck ist hoch, egal auf welchem Level man sich befindet.
  2. #2

    Stressresistent oder vielleicht einfach nur ohne Empathie

    Gefühlt und aus Erfahrung würde ich eher vermuten, dass eher skrupellose Menschen in Führungspositionen aufsteigen. Die sind so oder so überzeugt von dem was sie tun und auch davon, dass es die anderen sind die Bockmist bauen.


    Fehlende Empathie kommt dann noch bei vielen hinzu, warum sollten die also gestresst sein?
  3. #3

    Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass den Mitarbeitern immer mehr Verantwortung zugeschustert wird. Wer von den Vorgesetzten stellt sich denn noch schützend vor seine Mitarbeiter? Schon alleine, dass man von "Human Ressources" sprich, sagt einiges über die Wertigkeit aus (aber anderes Thema)
  4. #4

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie tragen Verantwortung, müssen schnell Entscheidungen treffen und sollen dabei noch ihre Angestellten motivieren: Dass Manager unter Stress leiden, gilt als ausgemacht. Doch eine neue Studie zeigt, dass Chefs offenbar häufig weniger gestresst sind als ihre Untergebenen.

    Mitarbeiter sind gestresster als ihre Chefs - SPIEGEL ONLINE
    Meine Arbeitswelt war der Mikrokosmos Schiff.
    Meine Erahrung als Kapitän und mit Kapitänen war die, daß man um so stressfreier sein Leben an Bord gestalten konnte, desto besser die Untergebenen waren. Man konnte deligieren, Aufgaben abgeben, der Untergebene hatte dann wohl mehr Stress, wollte er beweisen, das er den Job eines Kapitäns erfüllen konnte. War der Beweis erbracht, stand in der Regel einer Beförderung nichts mehr im Wege bis zum vierten Streifen an der Uniform!
  5. #5

    Meine Erfahrung...

    ...und die von Familie, Freunden und Bekannten ist eher die, dass Führungskräfte nur selten den wahren Arbeitsaufwand korrekt einschätzen. Sehr oft erwarten sie von ihren Mitarbeitern die zügige Realisierung ihrer Ideen und Anweisungen, ohne deren Komplexität und den damit verbundenen Arbeitsaufwand korrekt einzuschätzen. Nicht selten hat ein Mitarbeiter dann die Aufgabe in der Hälfte oder gar einem Drittel der Zeit zu erfüllen, die eigentlich erforderlich wäre. Wenn das Ergebnis dann zu wünschen übrig lässt, ist natürlich nie die Führungskraft schuld. Der Mitarbeiter kann sich fürs nächste Leistungsgespräch warm anziehen...
  6. #6

    Mehr Erhebungen

    Es gab schon früher ähnliche Ergebnisse. Bauarbeiter und andere "einfache" Berufe haben mehr psychosomatische Beschwerden, Herz-Kreislaufprobleme, usw. als Manager. Wenn unsere Lobbyisten des "Leistungsträgertums" wie die FDPler, Merkel und Konsorten von Managern reden dann aber in der Regel im Brust-Ton der Anerkennung ihrer schweren Bürde und "Verantwortung". Bei genauerem Hinsehen stellt sich dies aber als Phantom heraus, vor allem im direkten Vergleich. Je größer der Schaden ist den jemand anrichten kann desto weniger hat er zu leiden und zu befürchten. Angestellte/Arbeiter werden gefeuert, stehen oft vor dem Nichts, Manager können sich im Hinterköpfchen ausrechnen wie sie gut aus der Sache kommen. Alter Hut.
    Am meisten Stress bedeutet es arbeitslos zu werden und zu bleiben. Die ganze Legitimations-Geschichte unseres Systems müsste vom Kopf auf die Füße gestellt werden.
  7. #7

    Vorgesetzte

    Das Problem ist dass die meisten Vorgesetzte nur noch die Arbeit verteilen und nachfragen wann man denn fertig wird. Das ist alles. Arbeiten müssen sie nicht.
  8. #8

    ja ja...

    ...die Bauarbeiter haben mehr Stress. Das Ganze Problem besteht einfach darin, dass in allen Studien (und Kommentaren) einfach das PRIVATLEBEN völlig ausgeblendet bleibt. Sehe ich immer an der Arbeit - Krank werden die Leute doch nur noch in der absoluten Ausnahme durch die tatsächliche Arbeit - vielmehr in der Freizeit. Das geht von massiver Schwarzarbeit im Handwerksbereich (und nein, dass ist keine Ausnahme), über die Gartenarbeit bzw. wie Hornbach sagt - mach es zu Deinem Projekt - gewerkel am eigenen Haus/Garten. Dann kommt dann noch das Fußballspiel bei dem einem die Knochen zertreten werden, die Unfall im Skiurlaub, das "Alkoholproblem" usw. usw.. Es ist doch ein Märchen, dass der arme Arbeitnehmer verheitzt wird...natürlich hat die Belastung im Beruf zugenommen - allerdings ebenso im privaten!
  9. #9

    Tja, es geht ´aufwärts´, bis es einen erwischt...

    Der Drang nach ´oben´ bringt es mi sich, dass die meisten irgendwann überfordert sind. Stress pur, denn sich einer Beförderung zu widersetzen ist schwierig. Und Stressresidente trifft es später oder eben nie wirklich... Soziologen brauchen dafür eine Betroffenengruppe und Forschungsgelder. Warum eigentlich?