Münchener Wohnheimplatz-Lotterie: "Wir werden viele enttäuschen müssen"

Marian SchäferSchlafen im Wohnmobil der Eltern? Für Studentin Lucia und 750 weitere Erstsemester war eine Wohnheimplatzverlosung in München die letzte Chance auf ein günstiges Zimmer. Bei nur 150 Restplätzen gingen die meisten leer aus - Lucia aber hatte großes Glück.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-857549.html
  1. #1

    Warum will dieser Staat eigentlich immer mehr Leute zum Studieren bewegen, wenn er nicht mal in der Lage ist angemessenen Wohnraum für die jetzigen Studenten bereitszustellen. Traurig, traurig. Noch schlimmer finde ich, dass sich damit so manche eine goldene Nase verdienen können, indem sie jeden Abstellraum mit Platz für ein Bett vermieten können.
  2. #2

    Verknappung hat auf jeden Fall eine preistreibende Wirkung

    Eins ist merkwürdig, dass sich im Bericht keine Aussage finden lässt, die auf die Ursachen für die Verknappung von bezahlbarem Wohnraum für Studenten hinweist. Dabei wäre es vielleicht nicht schwierig zu erkennen, dass die Möglichkeit Quadratmeterpreise von über 20 Euro in Universitätsstädten ohne Schwierigkeit realisieren zu können, unversehens einen ganzen Rattenschwanz von Bereicherungswilligen anziehen und auch Bürger, die noch eine ungenutzte Besenkammer in der Rückhand haben ein eurotisches Glitzern in die Augen zwingt.

    Lieb Student magst ruhig sein, diese Verknappung ist gewollt und wird auf vielfache Art gefördert, man höre nur bei Gelegenheit einen aufgeweckten Vermieter über die gewinnträchtigen Möglichkeiten der Wohnraumvermietung an Studenten dozieren und verächtliche Bemerkungen bezüglich der Notlage dieser sich abstrampelnden Mietzins-Zuträger unter vorgehaltener Hand süffisant mit gleichgepolten Nutznießern austauschen.
  3. #3

    Oha

    Mensch, ich bin begeistert. Diese Preise sind ja extrem günstig: (...) ein Einzelzimmer (...), zehn Quadratmeter, 280 Euro Miete. Oder: (...) ein 18-Quadratmeter-WG-Zimmer (...) 570 Euro Miete.
    570€ für 18qm? Ein bisschen realitätsfremd ist das aber schon! :O
  4. #4

    Manche könnten etwas weiter denken...
    Den Stundenplan besser legen, zb auf 1-2 Tage die Woche und dann Pendeln, entweder fahren und 1 Pensionszimmer etc...bin auch über ein Jahr von München nach Salzburg problemlos gefahren, alles auf einen Tag gebündelt gehabt...

    Oder halt etwas weiter rausziehen, als in Schwabing zu bleiben....oder etwas mehr arbeiten...
    Aber kurzdenken ist wohl angesagt!
  5. #5

    Jaja

    Zitat von neanderspezi Beitrag anzeigen
    Eins ist merkwürdig, dass sich im Bericht keine Aussage finden lässt, die auf die Ursachen für die Verknappung von bezahlbarem Wohnraum für Studenten hinweist. Dabei wäre es vielleicht nicht schwierig zu erkennen, dass die Möglichkeit ......
    die bösen Vermieter. Investieren ein Schweinegeld und wollen dann auch noch, dass sich das rechnet. Unglaublich das.
  6. #6

    Tja, dann muss man halt in eine weniger hippe Vorstadt ziehen, von der aus man teilweise schneller an der uni ist als von einem anderen Innenstadtviertel aus...
  7. #7

    Man kann auch in anderen Städten feiern!

    Erste Lektion: Lemming City = Hohe Mieten
    Wer zu blöd ist, sich eine cooles Studentenzeit selbst zu organisieren, muss halt zahlen.
    So ist es später auch. Zu doof sich geile Klamotten zusammenzustellen, also kauf ich für viel Geld dröges Burberry oder A&F.
  8. #8

    Zitat von spiegelklammer Beitrag anzeigen
    Warum will dieser Staat eigentlich immer mehr Leute zum Studieren bewegen, wenn er nicht mal in der Lage ist angemessenen Wohnraum für die jetzigen Studenten bereitszustellen. Traurig, traurig. Noch schlimmer finde ich, dass sich damit so manche eine goldene Nase verdienen können, indem sie jeden Abstellraum mit Platz für ein Bett vermieten können.
    Wieso soll sich der Staat darum kümmern, dass Erwachsene Wohnraum bekommen? Auch Bauarbeiter und Krankenschwestern haben Probleme, in München eine preiswerte Wohnung zu finden. Und auch die werden in München gebraucht.
  9. #9

    Zitat von sprücheklopferklopfer Beitrag anzeigen
    Manche könnten etwas weiter denken...
    Den Stundenplan besser legen, zb auf 1-2 Tage die Woche und dann Pendeln, entweder fahren und 1 Pensionszimmer etc...bin auch über ein Jahr von München nach Salzburg problemlos gefahren, alles auf einen Tag gebündelt gehabt...
    Bei mir damals wäre das auch noch gegangen, aber mit dem verschulten Stundenplan mit Anwesenheitspflicht sind die "Schiebe-"möglichkeiten doch sehr eingeschränkt.

    Zitat von sprücheklopferklopfer Beitrag anzeigen
    Oder halt etwas weiter rausziehen, als in Schwabing zu bleiben....oder etwas mehr arbeiten...
    Aber kurzdenken ist wohl angesagt!
    Wie weit ist denn weit genug? In München ist alles im MVV-Bereich in etwa gleich teuer. Und der geht rund 30km um München rundherum. Wohnungen, die bezahlbar sind, werden in der Regel auch nicht an Studenten vermietet, sondern lieber an jemanden, der >50.000 Euro im Jahr macht. Denn auch die stehen Schlange nach einer Wohnung!