Erdgas-Förderung: In den Wind geblasen

AFPBeim Fördern von Öl wird Erdgas frei, das die Ölbohrunternehmen abfackeln. Sie nehmen in Kauf, dass Menschen krank werden, Mangrovenwälder und Tiere sterben. Dabei gibt es längst Mittel gegen den Irrsinn.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...854125,00.html
  1. #1

    Wirtschaften zum Zweck des Profits...

    ist so super! Ich liebe den Kapitalismus, er ist die beste und fortschrtlichste Wirtschaftsform die ich mir Vorstellen kann. Und jetzt: WEITERMACHEN!
  2. #2

    Denkt dran

    Jeder der ein Auto mit Verbrennungsmotor fährt, vorallem aber jene die dies auf unnötigen Wegen tun, sollte beim anlassen seiner Karre an diesen Artikel denken. Ihr seid nämlich alle genau so verantwortlich dafür wie die Ölkonzerne. Es sind nicht immer nur "die anderen" und euer Sprit ist nicht grüner als anderswo.
  3. #3

    Gazprom-Gerd an die Front!

    Sicher übernimmt bald Gazprom-Gerd den Fall, und sorgt für eine Trendwende. Er zeiht sein hautenges blaues Trikot mit dem großen G auf der Brust an, und fliegt mit wehendem Umhang nach Sibirien um dort die Fackeln zu löschen.
    Sobald er sich nicht mehr damit beschäftigen muss Sein Lebenswerk zu vertiedigen, die Einführung von HartzIV . Das dazu führte dass es nun1 Million nutzlose Arbeitslose weniger, gibt aber dafür 2 Millionen mehr die "unsere" Wirtschaft mit sensationell günstiger Leiharbeit und Niedriglohn unterstützen. Und somit dazu beitragen dass "wir" prächtig dastehen und die anderen Looser in der EU so erbärmlich. Was "uns" erlaubt auch dort so prächtige "Reformen" einzuführen.
    Mit solchen Helden kann nichts schief gehen im Lande.
  4. #4

    Damit liesse sich TRINKWASSER destilieren

    Mit dem Gas könnte man - statt es zu verbrennen - aus Meerwasser Trinkwasser destillieren. Und damit auch nochmal Geld verdienen. Meerwasser entsalzen! Gerade in Nigeria fehlt gutes Trinkwasser.
  5. #5

    Und warum passiert nichts????

    das Problem ist seit Jahren bekannt. Ändern wird es sich erst, wenn das Gas alle ist. Die Menschheit wird definitiv nicht erkennen, dass ihre Zukunft im Erhalt des Planeten liegt. Und auch von unserem EU-Energiekommissar Oettinger gab es zu dem Thema bisher nur hohle Phrasen, wobei er dafür ja bekannt ist...
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Fördern von Öl wird Erdgas frei, das die Ölbohrunternehmen abfackeln. Sie nehmen in Kauf, dass Menschen krank werden, Mangrovenwälder und Tiere sterben. Dabei gibt es längst Mittel gegen den Irrsinn.

    Bei der Ölförderung wird oft Erdgas verbrannt - SPIEGEL ONLINE
    So einfach, wie dieser Artikel die Problematik des Abfackelns von Erdölbegleitgas (wäre der korrekte Ausdruck) darstellt, ist es einfach nicht. Aus Jux und Dallerei wird dieses Gas (besser Gase) nicht verbrannt, sofern es sich wirtschaftlich nutzen ließe. Schließlich handelt es sich bei den Förderunternehmen um "profitgeile".So wie aus dem Artikel sich schließen lässt, enthält das Begleitgas häufig Schwefelwasserstoff (woher sonst sollte der saure Regen durch die Verbrennung herkommen?), welcher giftig ist und aus dem Gas recht kompliziert entfernt werden müsste. Weiterhin müsste das gereinigte Gas komprimiert und unter hohem Energieaufwand gekühlt und somit verflüssigt werden , um es z.B. nach Europa zu transportieren (die USA haben sich dank Shalegasexploitation unabhängig gemacht). Insgesamt ist das Prozedere somit wahrscheinlich einfach unwirtschaftlich. Die genannten Mengen mögen sich gigantisch anhören/lesen, nur muss der energetische Aufwand betrachtet werden, um diese Gase nutzbar zu machen. Im recht ölarmen, aber mit bester Infrastruktur ausgestattetem Deutschland wird Erdölbegleitgas kaum abgefackelt sonderneiner wirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Sei es in betriebseigenen kleinen Kraftwerken oder im Zuge von Einspeisungen ins gut ausgebaute Gasnetz. Und im Inland sind es auch die "bösen" Ölmultis wie z.B. ExxonMobil oder GazDeFrance-Suez.
  7. #7

    Danke für diesen Artikel!

    Eine Verschwendung, die noch gar nicht so richtig im Bewußtsein der Weltbevölkerung angekommen ist. Deshalb: DANKE an SPON für das Aufgreifen des Themas!

    Als Verbraucher bleibt uns - wieder mal - nur eine mögliche Reaktion: die Unternehmen, die es am schlimmsten treiben, abstrafen - per Boykott

    Das kann man beim Tanken praktisch umsetzen. Aber wenn alle Ölkonzerne ähnlich große Verschwender sind, hat man als Benzin- / Dieselkäufer natürlich ein Problem!
  8. #8

    An der Zapfe sieht man nichts davon, alles schön poliert.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Fördern von Öl wird Erdgas frei, das die Ölbohrunternehmen abfackeln. Sie nehmen in Kauf, dass Menschen krank werden, Mangrovenwälder und Tiere sterben. Dabei gibt es längst Mittel gegen den Irrsinn.

    Bei der Ölförderung wird oft Erdgas verbrannt - SPIEGEL ONLINE
    So läuft's - profit, profit, profit - finish palaver.

    Alle drei Monate fechtet Spon mal wieder den Spiegel und poliert das liebgewonnene Nigeria-Abziehbildchen.

    In Nigeria hat sich die Bevölkerung in wenigen Jahrzehnten mehr als verdoppelt und somit sind völlig andere existenziell wichtige Rahmenbedingungen gegeben. Das spielt den sauberen Konzernen in die Hände.

    Mit bisschen Dashen umgeht man im Bush die besten Gesetze - no problem.
  9. #9

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Jeder der ein Auto mit Verbrennungsmotor fährt, vorallem aber jene die dies auf unnötigen Wegen tun, sollte beim anlassen seiner Karre an diesen Artikel denken. Ihr seid nämlich alle genau so verantwortlich dafür wie die Ölkonzerne. Es sind nicht immer nur "die anderen" und euer Sprit ist nicht grüner als anderswo.
    Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wir (ich nicht, fahre privat kein Automobil) sind die Junkies und die "bösen" Ölmultis die Dealer!