US-Wahlkampf: Böse, böser, Romney

REUTERSIn den Medien ist der Wahlkampf ums Weiße Haus schon entschieden: Mitt Romney gilt seit seiner Armen-Schelte als chancenlos. Leider helfen Beschwörungsformeln in der Demokratie nur bedingt weiter: Der Republikaner hat nicht die Presse auf seiner Seite - aber die Zahlen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...856938,00.html
  1. #1

    Perfekte Analyse, Herr Fleischhauer

    Die Linken diesseits und jenseits des Atlantiks belügen uns und sich mit der Vorstellung, jeder Leistungsbezieher wäre eine bedauernswerte Natur, die krank und vom Schicksal gebeutelt ist, während die arbeitende Hälfte der Bevölkerung sich schämen müsste und zuwenig Steuern zahlt.
  2. #2

    optional

    Äh.. die Zahlen sprechen eindeutig für Obama, Romney ist eindeutig die ganze Zeit über schon Aussenseiter. In den umkämpften Bundesstaaten steht bisher alles auf Obama. Schon vor dieser Kleinigkeit war Romney auf den realen Zahlen hinter Obama. Was nützt es, dass Romney nicht wirklich was mit Tea Party zutun hat, wenn er ein verdammter Wendehals ist? Wahlkampf ist eine Sache aber sich selbst so zu verraten wie dieser Mann? Die Republikaner sind eine Gefahr für das Land, solange wie rechte Spinner Liberale in den eigenen Reihen auf Fascho stellen.
  3. #3

    Jan, der Fleischhauer...

    Wenn Romney Hilfe aus DIESER dunklen Ecke bekommt, dann ist es wirklich vorbei mit ihm...
  4. #4

    optional

    Naja die Wahl von 2004 hier heranzuziehen halte ich doch für nen Witz. Es war doch die Wahl wo im Nachhinein nichts als Wahlbetrug zu hören war.
    Auch sollte man den Werdegang einen Herrn Romney mal durchleuchten, wenn es um Umweltfragen geht. (Hinweis Monsanto)
  5. #5

    wenn Herr Fleischhauer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Willkommen in Obamas Amerika" schließt Ferguson seine Bilanz, der in Amerika vom linken Lager heftig angefeindet wird: "Wir sind auf dem Weg zu einer 50-50-Nation: Die eine Hälfte zahlt die Steuern, die andere Hälfte nimmt die Leistungen entgegen."

    US-Wahlkampf: Warum Romney das Rennen noch nicht verloren hat - SPIEGEL ONLINE
    ein bisschen was kapieren würde, dann würde er erkennen dass 82% der US-Amerikaner Steuern zahlen:

    The 47%: Who They Are, Where They Live, How They Vote, and Why They Matter - Derek Thompson - The Atlantic

    Aber soviel analytisches Denkvermögen, kann man ja von Herrn Fleischhauer ja nicht erwarten. Ist ja klar da müssten man zuerst einmal Zusammenhänge erkennen können.
  6. #6

    böser, böser Herr Fleischhauer

    auf den Punkt gebracht, vielen Dank für die klaren Worte.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommenden Anfeindungen durch Menschen, die sich von einer anderen Meinung existentiell bedroht fühlen.
  7. #7

    Apple @ home

    merkwürdig....beide Seiten wundern sich über die hohe Arbeitslosigkeit, aber keine Seite holt die "Apple Produktion" zurück in die Heimat.
    Mehrere 1000 Arbeitsplätze wären locker drin (+ ggf. die Lern-Fähigkeit der Industrie, solche Produkte mittelfristig wieder in den USA fertigen zu können).
    Und die Kunden würden auch einen Aufschlag von 5% verzeihen bei gleichzeitigem Gewinnrückgang von 5%....
    dann doch lieber $30Mrd. Reingewinn als Arbeitsplätze im eigenen Land!
  8. #8

    Verzerrte Berichterstattung

    Die Berichterstattung deutsche Medien über den amerikanischen Wahlkampf ist tatsächlich unglaublich einseitig. Bisher habe ich noch nicht eine postive Schlagzeile über Romney gelesen (aber alles was nur irgendwie negativ ausgelegt werden kann). Umgekehrt habe ich noch keine einzige ngetaive Schlagzeile zu Obama gelesen. In Amerika ist die Berichterstattung aber nicht so einseitig. Da gelten die Republikaner nicht als Ausgeburt des Bösen, sondern sind eine der zwei großen Volksparteien. Die Überraschung am Wahltag kann in Deutschland also wieder entsprechend groß ausfallen...
  9. #9

    auch

    wenn ich tatsächlich kein Romney-Fan bin, so schafft doch die übliche Mehrheitspressemeinung, die natürlich Republikaner als böse und Demokraten als gute darstellt schon groteske Ergebnisse im typischen Frontdenken.

    Wen wundert es da noch, dass Abraham Lincoln nach gängiger (deutschlinker) Lehrmeinung natürlich Demokrat oder zumindest kein Republikaner gewesen sein muss, wie ich in einigen Gesprächen zum Thema in den letzten Wochen erfahren musste, während die tumben Kapuzenmänner des Südens natürlich auf dem Nährboden der Republikaner gewachsen sein müssen, obwohl kein Republikaner vor 1871 je ein Mandat in den südlichen (ehemaligen) Sklavenhalterstaaten gewann.

    Die USA lassen sich nun mal nicht nach kontinentaleuropäischen Mustern einnorden. Ich würde aber gerne die Reaktion der deutschen Obama-Anhänger sehen, wenn dessen Wirtschaftspolitik hier zur Anwendung käme. Dann wäre Obama wahrscheinlich FDP-Mitglied, lach...