Luftfahrt der Zukunft: Ziemlich abgehoben

Airbus S.A.S.Raketenjets, Nurfügler, Flieger mit Stromantrieb - wenn es um die Flugzeuge der Zukunft geht, sparen Hersteller nicht mit exotischen Studien. Doch in der Praxis verbessern sie vor allem ihre vorhanden Modelle. Zu groß erscheint das Risiko einer echten Technikrevolution.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...855647,00.html
  1. #1

    Aus klima-ökologischer Sicht gibt es nur eine Lösung: weniger fliegen

    Geschäftreisen werden im Zeitalter des Internets durch Mediakonferenzen ersetzt. .

    und was die Urlaubsflüge anbelangt: da gab es mal eine revolutionäre Vordenkerin bei den Grünen, die befand, daß für den Normalbürger 2 Fernreisen mit Flugzeug genug seien.

    Ansonsten: für eine marktkonforme Lösung: als erstes müßten die Flugreisen teuerer werden, dann bleiben die Leute daheim oder uraluben an der Nordsee oder im Schwarzwald oder in Oberbayern. Flugreisen werden dann teuerer, wenn endlich mal das Flugbenzin besteuert werden würde.
  2. #2

    Wunsch und Wirklichkeit ... ein fliegender Treppenwitz!

    Seit ich das erste Mal im Dezember 1980 geflogen bin (von Athen nach Kairo) hat sich das Fliegen für mich als Normalpassagier groteskerweise überhaupt nicht um auch nur den geringsten Deut verändert!

    Heute wie damals:
    – Unverändert stressends Einchecken auf riesigen, unüberschaubaren Flughäfen, auf denen man in ermüdendem Endlostrab sein Gate sucht;
    – Die Mehrheit der Flugzeuge sind (seit über 30 Jahren!) im Innern nahezu unverändert geblieben mit ihren engen Sitzreihen, kleinen Bullaugenfensterchen, eingeschweißten "Kindermenüs", klaustrophobisch engen Toiletten usw.

    Mein Flug im Juni diesen Jahres von Berlin nach Mykonos (mit Zwischenstopp!) hat sich komplett genauso angefühlt wie mein oben erwähnter erster Flug vor 32 Jahren – ein Witz ... und kaum zu glauben!

    Wenn man das mal mit den Zügen, Autos, Bussen oder Schiffen vergleicht, die sich in dieser Zeit hinsichtlich Technik, Design und vor allem Komfort enorm weiterentwickelt haben, bin ich schon verblüfft, welche Stagnation sich das Flugwesen erschlafen hat. Und ich behaupte mal, dass ich auch in einem Superriesenmega-Airbus 380 ebenfalls das anachronistische Déjà-vu hätte, erneut in einem vollgestopften Flugzeug zu sitzen, mit engen Sitzreihen, kleinen Bullaugenfensterchen, eingeschweißten "Kindermenüs" usw. Wahrscheinlich wären nur die Klos etwas geräumiger!

    Merkwürdig, das Ganze ...
  3. #3

    Sitze wegsetellen, sehr witzig.

    am 1. April oder am 11.11. um 11 Uhr 11 wäre die Aussage wohl gut um Gelächter auszulösen - jeder der mal geflogen ist, weiß daß jeder Quadratzentimeter im Flieger irgendwie genutzt wird. Also kein Abstellraum und keine Besenkammer wo man ein paar überflüssige Sitze abstellen könnte.
  4. #4

    Naja...

    Leider hat sich die technische Revolution wegen der Finanzkrise meiner Meinung nach nach hinten verzögert. Schade, sonst wären einige Firmen mehr risiko- und abenteuerfreundlicher gewesen.
  5. #5

    Small is beautiful

    "Der Luftverkehr hat sich in der Vergangenheit alle 15 Jahre verdoppelt", frohlockte der Amerikaner.

    Ganz toll - wir geben also nochmal richtig Vollgas, bevor wir in erschreckend absehbarer Zeit frontal gegen die Wand krachen werden. Herzlichen Glückwunsch Homo Sapiens, Du Krone der Schöpfung!

    Dass Fliegen mit Hinblick auf unsere eigene Existenz (und die unserer Kinder) die mit Abstand dümmste Art der Fortbewegung ist, scheint heute nur einer verschwindend kleinen Minderheit bewusst zu sein. Aber die frohlockenden Flugzeug-Fetischisten müssten doch langsam begreifen, dass in absehbarer Zeit der Ofen aus ist - nämlich wenn die fossilen Energieträger zur Neige gehen.


    Und dann??
  6. #6

    Fliegen und ein fliegen lassen

    Das ist doch kein Fliegen heut zu Tage!
    Eher vergleichbar einen Transport von Kartoffelsäcken von Punkt A nach B . Der Pilot ist vollgestopft mit Orders welche er einzuhalten hat.
    Da lobe ich mir , wenn ich in einer Sportmaschine neben den Piloten sitz, dert mich von Hamburg nach Hitzacker fliegt,und auf meinen Wunsch hin, mit der Maschine so weit runtergeht, dass ich einen dort lebenden Freund von oben in die Kaffeetasse auf seiner Terrass schauen kann.
  7. #7

    Nur flügler? Was ein Unsinn!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Raketenjets, Nurfügler, Flieger mit Stromantrieb - wenn es um die Flugzeuge der Zukunft geht, sparen Hersteller nicht mit exotischen Studien. Doch in der Praxis verbessern sie vor allem ihre vorhanden Modelle. Zu groß erscheint das Risiko einer echten Technikrevolution.

    ILA: Forscher stellen Konzepte für Luftfahrt der Zukunft vor - SPIEGEL ONLINE
    Nurflügler? Was ein Unsinn!

    Was man will sind "Nurrumpfler".
    Ein Flugzeug ist zum transportieren da. Dazu eignet sich ein Rumpf.

    Damit der Luft-Reibungsverlust möglichst klein bleibt, benutzt man nunmal einen zylindrischen Rumpf mit abgerundeter Nase. Flüge sind dabei nur ein Mittel zum Zweck: Damit das Ding abhebt. Sie kosten sonst nur einen massiven Luftwiderstand und sollten so klein wie möglich ausfallen -> am besten eben nur ein Nurrumpfler...

    Ansonsten ist die Idee mit dem H2 gar nicht so verkehrt. H2 hat eine höhere Energiedichte (spezifisches Gewicht) wie Kerosin. Selbst beim erhöhten Gewicht der kyrogenen Tanks würde man ca. 30% an Treibstoffmasse einsparen.
  8. #8

    Reisen statt fliegen

    Vielleicht sollten die (hier mitlesenden?) Experten mal über wieder über alte Konzepte nachdenken:
    Fluggeräte die gross, leicht und langsam sind, die natürlichen Luftströme und Winde ausnutzen, wenig verbrauchen und auf dem Wasser landen können.
  9. #9

    Airbus A 380

    Zitat von baninchenrenner Beitrag anzeigen
    Wenn man das mal mit den Zügen, Autos, Bussen oder Schiffen vergleicht, die sich in dieser Zeit hinsichtlich Technik, Design und vor allem Komfort enorm weiterentwickelt haben, bin ich schon verblüfft, welche Stagnation sich das Flugwesen erschlafen hat. Und ich behaupte mal, dass ich auch in einem Superriesenmega-Airbus 380 ebenfalls das anachronistische Déjà-vu hätte, erneut in einem vollgestopften Flugzeug zu sitzen, mit engen Sitzreihen, kleinen Bullaugenfensterchen, eingeschweißten "Kindermenüs" usw. Wahrscheinlich wären nur die Klos etwas geräumiger!
    Kommt darauf an:
    Wenn Sie das notwendige Kleingeld mitbringen und 1. Klasse fliegen, können Sie nach einem nächtlichen Fernflug frisch geduscht aus den Flieger steigen (je nach gewählter Airline).
    Wenn Sie allerdings ein Geizhals sind und Holzklasse buchen, dann erwartet Sie bezüglich der Bestuhlung in der Tat Ihr Déjà-vu Erlebnis. Selbst die Klos sind nicht größer. Das Unterhaltungsangebot (von Emirates) war allerdings spitzenmäßig.