Alpen-Wanderung mit Kindern: Spaßbremsen im Schleichgang

Kerstin Walker"Wie weit ist es noch?" Mit zwei Kindern können 700 Höhenmeter Wanderung in den Lechtaler Alpen zur echten Nervenprobe werden. Wer es trotzdem bis nach oben schaffen will, muss tief in die Trickkiste greifen.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0...855438,00.html
  1. #1

    Meine Erfahrung mit Kindern...

    ...besagt, daß es vor allem abenteuerlich sein muß. Wenn man meint, möglichst leichte Wege würden Kindern gefallen, liegt man genau falsch. Am liebsten kraxeln über Stock und Stein - dann darfs auch gerne steil sein, und von Müdigkeit keine Spur
  2. #2

    die Arme...

    ... die ältere Tochter heißt "Skye Walker"... ob das Absicht war??
  3. #3

    Ruhe und Müßiggang...

    ...mag dem Erwachsenen schmecken, der sich vom Joballtag erholen will.

    Aber ein Kind ist da nunmal anders. Das zu begreifen, sollte es nicht erst eine Bergtour brauchen. Mit einer Fünfjährigen zweieinhalb Stunden den Berg rauf? Ich kann mich an vergleichbare "Ausflüge" mit meinen Eltern erinnern, und werde meinen Kids sowas sicherlich nicht antun.

    Letztes Jahr waren wir Wattwandern. Bis ans Ende der Buhne, Krebse und Quallen gucken, das auflaufende Wasser bewundern, und wieder zurück an den Spielstrand. Der Rest ist unüberlegtes wie-torpediere-ich-mir-den-Urlaubstag.
  4. #4

    Erklären Sie den Unterschied!

    Wo soll der Unterschied sein?
    Eine Bergtour oder eine gleichlange Wattwanderung?
    Die Bergtour ist sicher anstrengender aber dafür auch abwechslungsreicher und spannender als eine Wattwanderung.

    Es kommt meiner Meinung (und Erfahrung) nach darauf an ob Wandern etwas "Normales" im Urlaub für die Kinder ist, z.B. genau wie am Strand baden und buddeln.

    Oder ob wir glauben, den Kindern "die eine große Bergtour im Jahr" mit allerlei meist übertriebenen Versprechungen schmackhaft machen zu müssen, aus Angst sie würden sonst verweigern oder sabotieren.
    Diese Versprechungen können nie gehalten werden und die Kinder merken die Lügen schnell und werden umso "widerwilliger".

    Mittelschwere und schwere Bergwanderungen mit 3-4h Gehzeit sind mit Kindern (meine sind 5 und 7, angefangen haben wir mit 3 und 5 wobei die Kleine immer mal getragen wurde) in 6h mit ausreichend Pausen ein herrliches Erlebnis ... für alle, Eltern und Kinder.

    Und erschöpft sind am Ende die Eltern mehr als die Kinder, denn sobald die Wanderung zu Ende sind die Kurzen wieder voller Tatendran.

    Und ja, es gibt auch Tiefs und auch selten mal ein paar Tränen.

    Strandwandern im Herbst finden wir aber alle auch sehr schön.

    Zitat von MartinB. Beitrag anzeigen
    ...mag dem Erwachsenen schmecken, der sich vom Joballtag erholen will.

    Aber ein Kind ist da nunmal anders. Das zu begreifen, sollte es nicht erst eine Bergtour brauchen. Mit einer Fünfjährigen zweieinhalb Stunden den Berg rauf? Ich kann mich an vergleichbare "Ausflüge" mit meinen Eltern erinnern, und werde meinen Kids sowas sicherlich nicht antun.

    Letztes Jahr waren wir Wattwandern. Bis ans Ende der Buhne, Krebse und Quallen gucken, das auflaufende Wasser bewundern, und wieder zurück an den Spielstrand. Der Rest ist unüberlegtes wie-torpediere-ich-mir-den-Urlaubstag.
  5. #5

    Auch unsere Erfahrung ...

    Almidyll und sanfte Wege sind nett aber sehr laaang(weilig). Kraxelt man steil bergauf oder -ab oder über Fels oder Geröllfelder oder alles gleichzeitig, sellt keiner die Frage: "Wie weit oder wie lange noch?"

    Zitat von les2005 Beitrag anzeigen
    ...besagt, daß es vor allem abenteuerlich sein muß. Wenn man meint, möglichst leichte Wege würden Kindern gefallen, liegt man genau falsch. Am liebsten kraxeln über Stock und Stein - dann darfs auch gerne steil sein, und von Müdigkeit keine Spur
  6. #6

    Hauptsache aufregend :-)

    Ich kann les2005 nur zustimmen. Ich bin selber als Kind viel klettern (und ein bisschen wandern) gewesen. Am besten waren immer die Touren, wo der Einstieg zum Klettersteig nicht weit war. Dann wurds schnell spannend. Natürlich wird das auch mal anstrengend und mnan kommt an seine Grenzen. Wenn Kinder aber verstehen, dass man sich vernünftig verhalten muss, weil es sonst gefährlich wird ist das Risiko auch nicht höher als wenn sie auf einem Spielplatz rumtollen.
    Ganz doof fand ich Gipfel wo man auch mit der Gondel hoch kommt. Sich mit den "Touris" den Gipfel teilen zu müssen macht keinen Spaß. Dann muss man auch nicht diskutieren, warum man jetzt läuft und nicht fährt.
    Was auch ein dicker Bonus ist beim Wandern, wenn man eine gewisse Höhe erreicht. Der Bereich ab 1500m ist super. Gerade im Sommer ist es da deutlich kühler und die ungewohnte Luft macht auch eine normale Wandertour spannender.
  7. #7

    Erklären Sie den Unterschied!

    Wo soll der Unterschied sein?
    Eine Bergtour oder eine gleichlange Wattwanderung?
    Die Bergtour ist sicher anstrengender aber dafür auch abwechslungsreicher und spannender als eine Wattwanderung.

    Es kommt meiner Meinung (und Erfahrung) nach darauf an ob Wandern etwas "Normales" im Urlaub für die Kinder ist, z.B. genau wie am Strand baden und buddeln.

    Oder ob wir glauben, den Kindern "die eine große Bergtour im Jahr" mit allerlei meist übertriebenen Versprechungen schmackhaft machen zu müssen, aus Angst sie würden sonst verweigern oder sabotieren.
    Diese Versprechungen können nie gehalten werden und die Kinder merken die Lügen schnell und werden umso "widerwilliger".

    Mittelschwere und schwere Bergwanderungen mit 3-4h Gehzeit sind mit Kindern (meine sind 5 und 7, angefangen haben wir mit 3 und 5 wobei die Kleine immer mal getragen wurde) in 6h mit ausreichend Pausen ein herrliches Erlebnis ... für alle, Eltern und Kinder.

    Und erschöpft sind am Ende die Eltern mehr als die Kinder, denn sobald die Wanderung zu Ende sind die Kurzen wieder voller Tatendran.

    Und ja, es gibt auch Tiefs und auch selten mal ein paar Tränen.

    Strandwandern im Herbst finden wir aber alle auch sehr schön.

    Zitat von MartinB. Beitrag anzeigen
    ...mag dem Erwachsenen schmecken, der sich vom Joballtag erholen will.

    Aber ein Kind ist da nunmal anders. Das zu begreifen, sollte es nicht erst eine Bergtour brauchen. Mit einer Fünfjährigen zweieinhalb Stunden den Berg rauf? Ich kann mich an vergleichbare "Ausflüge" mit meinen Eltern erinnern, und werde meinen Kids sowas sicherlich nicht antun.

    Letztes Jahr waren wir Wattwandern. Bis ans Ende der Buhne, Krebse und Quallen gucken, das auflaufende Wasser bewundern, und wieder zurück an den Spielstrand. Der Rest ist unüberlegtes wie-torpediere-ich-mir-den-Urlaubstag.
  8. #8

    Kinder

    Kinder lassen sich gut motivieren. Wie les2005 schon schreibt sollte jede Wanderung auch einen Hauch von Abenteuer haben. Die Wanderung sollte (je nach Alter natürlich) mit den Kindern abgesprochen werden (Ziel). Aber meist ist ja schon der Weg das Ziel. Wichtig ist, das es schon unterwegs nie langweilig wird. Schön ist es auch, wenn alle gemeinsam ein leckeres Picknick halten. Darauf freuen sich, so denke ich, alle. Nach meiner Erfahrung sind die Kinder sehr leistungsfähig und können auch große Strecken mit Höhenunterschieden gut bewältigen.
  9. #9

    Ich habe ca. 8 Jahre als Bergführer in Masca/Teneriffa gearbeitet - daher musste ich bei der Titel lachen... Wanderungen mit Kinder waren tatsächlich immer ein Problem, die Kleinen sind einfach weggelaufen, und die Erwachsenen schrien die ganze Strecke nur "Keeeviiin nicht so schnell Keeeviiiin komm zurück nichtspringen nichtrennen" war furchtbar zuzuhören. Ich habe mir dan angewöhnt einen "Elefantengruppe" und "Mäusegruppe" zu machen, bin mit die Kindern herumgekraxelt bis die Grossen hinterhergeschlichen sind. Zu Verletzungen kam es nie, (bei ca. 1000 Touren) aber ich habe da manchmal Reklametionen geerntet "das können Sie meinem Kind nicht zumuten er ist erst 6"