Wulff-Bekenntnisbuch: Ich, ich, ich

dapdMagenschmerzen, Hautrötungen, emotionale Vernachlässigung - Bettina Wulff spricht über ihr Leben an der Seite ihres Mannes. Wo kommt bloß der Glaube her, dass der mediale Dauerdiskurs einen therapeutischen Nutzen hätte?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-855597.html
  1. #1

    Kompliment

    Man sollte dem Kolumnisten Fleischhauer irgendeinen Journalistenpreis für diesen Kommentar geben. Sachlich, mitfühlend, ohne Häme und dennoch mit der notwendigen notwendigen kritischen Distanz hält er einem Genre und ihren Autoren den Spiegel (SPIEGEL?) vor und beweist, dass man nicht draufschlagen muss, um deutlich zu werden und Position zu beziehen. Wegen dieses Artikels hat sich das mühsame Lesen vieler frustraler Artikel doch noch gelohnt. Und - man muss nun dieses im Wortsinn "unsägliche" Buch wirklich nicht mehr lesen. Chapeau!
  2. #2

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Magenschmerzen, Hautrötungen, emotionale Vernachlässigung - Bettina Wulff spricht über ihr Leben an der Seite ihres Mannes. Wo kommt bloß der Glaube her, dass der mediale Dauerdiskurs einen therapeutischen Nutzen hätte?

    Bettina Wulff: Medien-Dauerdiskurs als Therapie - SPIEGEL ONLINE
    Wie kann man darauf kommen, das Frau W. einen therapeutischen Nutzen von Ihrer Entblößung hat?
    Der Nutzen könnte bei den liegen, welche die Ergüsse der Frau konsumieren.
    Ehrlich gesagt sehe ich den aber auch nicht!
  3. #3

    Nichts als Geldgier...

    ..-wie der Mann so die Frau- deswegen das Buch. Und SPON gibt Unterstützung!
  4. #4

    Der mediale Dauerdiskurs wird doch u.a. auch v. Spiegel online veranstaltet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Magenschmerzen, Hautrötungen, emotionale Vernachlässigung - Bettina Wulff spricht über ihr Leben an der Seite ihres Mannes. Wo kommt bloß der Glaube her, dass der mediale Dauerdiskurs einen therapeutischen Nutzen hätte?

    Bettina Wulff: Medien-Dauerdiskurs als Therapie - SPIEGEL ONLINE
    da finde ich dann die Aufregung darüber doch sehr fehl am Platze
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn man den Stand der bisherigen Ausführungen zusammenfassen sollte, scheint ein Grund für den Gang in die Öffentlichkeit zu sein, dass Christian Wulff in der Endphase seiner Präsidentschaft zu wenig Zeit fand, sich angemessen um die Bedürfnisse seiner Frau zu kümmern.
    Wieso hat ein Ehemann - wessen auch immer - sich ausreichend Zeit zu nehmen, sich angemessen um die Bedürfnisse seiner Frau zu kümmern"

    Das mag vielleicht für Kulturen gelten, in denen die Frauen nicht als eigenständige Persönlichkeiten und Partner in der Ehe gesehen werden, sondern wie Kinder oder Haustiere zu Haus warten bis Herrchen von der Arbeit kommt und es streichelt. Ich hätte angenommen, Bettina Wulff wäre eine selbständige Frau und Mutter, die nicht darauf angewiesen ist, dass ihr Ehemann sie ständig umsorgt und betüdelt. Aber man kann sich eben irren.
  6. #6

    Geld zu besitzen, kann therapeutisch wertvoll sein

    "Magenschmerzen, Hautrötungen, emotionale Vernachlässigung - Bettina Wulff spricht über ihr Leben an der Seite ihres Mannes. Wo kommt bloß der Glaube her, dass der mediale Dauerdiskurs einen therapeutischen Nutzen hätte?"
    Es ist nicht der Glaube an den "Dauerdiskurs" in den Medien, es ist das Wissen um die heilsame Macht des Besitzens von Geld.
  7. #7

    Bürgerlichkeit?

    Nur das Herr Wulff und seine Gattin wohl kaum irgendwelche bürgerlichen Werte repräsentieren (und auch niemals haben - nicht als BP und auch nicht davor als MP
  8. #8

    Wer sagt, dass es einen therapeutischen Nutzen haben muss?

    Der Sinn des Buches ist doch mehr als klar oder?
  9. #9

    Partnerschaft im 3. Jahrtausend?

    Endlich haben wir Frauen es mit vielen Mühen geschafft, in Beruf und Beziehung eine gleichberechtigte Partnerschaft zu leben. Da taucht eine Frau Wulff auf und entblößt auf peinliche Art und Weise, dass es auch ein weibliches Machogehabe gibt: Wenn es dem Partner (ehem. BP) nicht gut geht, drückt man auf die Tränendrüse und ergeht sich in Selbstmitleid. Frau Wulff - und ich nehme eine gewisse Grundintelligenz an - hat sich sicher Gedanken gemacht, was ein derartiges Amt in Vorbereitung bzw. in und nach der Ausübung so mit sich bringt. Das sind nicht nur schicke Kostümchen... Jetzt auf ihren Mann quasi herumzutrampeln, zeugt davon, dass eigentlich sie selbst am Machtverlust leidet und nicht in guten wie in schlechten Zeiten zu ihrem Partner hält und ihn stützt...