Karriere eines Gerüchts: Die verlorene Ehre der Bettina W.

DPANeues aus dem bürgerlichen Lager: Bettina Wulff, die ehemalige First Lady, war doch keine Prostituierte. Angeblich stammt diese Verleumdung aus der CDU. Wie ein irres Gerücht durch eine noch verrücktere Wahrheit ersetzt wurde.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...854873,00.html
  1. #1

    Kann Ihre Ausführungen nicht nachvollziehen

    Eine Frau, welche mit dem Milieu der angesprochenen Szene nichts zu tun hatte und sich beleidigt fühlt wegen der Schmutzkampagne, von irgendwelchen Verleumdern gerüchteweise ohne Beweise in dieser Form verbreitet, hat jedes Recht, dagegen vorzugehen. Wären an den Gerüchten auch nur ansatzweise etwas dran gewesen, hätte Frau Wulff nicht dutzendweise strafbewehrte Unterlassungserklärungen unterschrieben zurückbekommen, dutzendfach Entschädigungszahlungen als Schmerzensgeld erhalten. Mit welchem moralischen Recht glauben Sie aufgrund Ihrer politischen Gesinnung, einen Bundesbürger das juristische Recht auf Inanspruchnahme von Gerichten vorenthalten zu wollen, , mit der eine Person gegen den Rufmord vorgeht, der an ihr verübt wurde. Was ihr Mann als Bundespräsident in der anderen Affaire seiner selbst hatte, ist ein völlig anderer Fall. An Stelle Frau Wullfs würde ich diese ganzen Schmierfinken der Reihe nach verklagen und ihnen die Kohle aus der Tasche ziehen, damit die Schmierfinken aus der Presse und der Politik lernen, dass es Geld kostet, Rufmord zu verüben. Weiter so, Frau Wulff, immer feste druff auf die Schrägschwätzer.
  2. #2

    Zitat von SPon
    (...)Wenn jetzt Bettina Wulffs Auflehnung überhaupt ein Gutes hat, dann ist es ihre Auseinandersetzung mit Google. Es gibt immer einen misstrauischen Reflex gegenüber dem Überkonzern. Aber hier muss man ihm den Sieg wünschen. Die Logik der Suchmaschine darf nicht von den Interessen des Einzelnen gebeugt werden.

    Der Such-Algorithmus spiegelt die Interessen und das Verhalten der Nutzer wider. Google gibt Wirklichkeit wider - und, das ist wahr, verfestigt sie dadurch. Solche Suchergebnisse zu verformen, bedeutet die Wirklichkeit zu verformen.(...)
    Mit ihren Klagen gegen Google und Jauch erreicht sie, dass die Gerüchte in den Suchmaschinen überlagert werden von Berichten darüber, dass sie unwahr sind. Die Schmutzkampagne rückt in der Suchmaschine nach hinten, die vorderen Plätze werden von ihrem Kampf für ihren guten Ruf belegt.

    Also: Ziel erreicht, besser kann es doch für Frau Wulff nicht gehen.
  3. #3

    Das Gerücht...

    ...ist doch uralt. Wieso reagiert Frau Wulf erst jetzt? Solche Schlagzeilen, nach dem jämmerlichen "Aus" Ihres Gatten, braucht Sie doch bestimmt nicht. Es bleibt doch immer etwas hängen, von Gerüchten. Das ist brutal, wenn Sie nicht stimmen. Das hat Frau Wulf nicht verdient. Vielleicht kam das Gerücht nicht von der CDU, sondern von der EX-Frau? Schon mal darüber nachgedacht?
  4. #4

    Negative PR ist auch PR

    eigentlich hatte man dieses "Gerücht" doch längst vergessen. Warum also diese Aktion... ach ja, selbständig gemacht, ein Buch geschrieben. Was negativ dabei hängeln bleibt, erneut eine Attacke aus derm Wulff-Clan auf die Pressefreiheit, Missbrauch des Abmahnwesens wie man es sonst nur von Download-Kiddie-Fällen etc. kennt.
  5. #5

    interessiert mich nicht...

    sowohl die Frau als auch der Artikel. Wollte ich nur mal gesagt haben...;-)
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Such-Algorithmus spiegelt die Interessen und das Verhalten der Nutzer wider. Google gibt Wirklichkeit wider - und, das ist wahr, verfestigt sie dadurch. Solche Suchergebnisse zu verformen, bedeutet die Wirklichkeit zu verformen.
    Auch wenn mir die gute Frau so egal wie nur was ist: Dieser Satz ist unsinn.
    Und ja, Google gehört bei gewissen Sachen in die Schranken verwiesen.
    Meiner bescheidenen Meinung nach gehört das autovervollständigen bei Namen einfach deaktiviert.

    Google unterscheidet nicht, wieviele Menschen etwas suchen, sondern nur wie häufig es gesucht wird. Mit wenigen Leuten die nur häufig genug suchen, lässt sich ein Name im Autovervollständigen mit etwas verbinden, was dann alle weiteren vorgeschlagen bekommen, die es dann nutzen, was dann die Sache verfestigt usw.

    Jeder Mensch der in der Öffentlichkeit steht, wird somit zwangsläufig sehr schnell in eine gewisse Richtung geschoben werden können. Deswegen war ich schon immer der Meinung, dass dieses Feature bei Namen, insbesondere bei Promis egal welcher Buchstabenklasse, deaktiviert geöhrt.
  7. #7

    2 verschiedene Dinge:

    Es bedürfte einer breiteren gesellschaftlichen Diskussion über Prostitution: Sobald eine "Dame" ihren Partner (Geliebten, Ehemann, Freier) nach materiellen Gesichtspunkten auswählt (bzw. sich deart bereichert), lässt sie sich prostituieren. Punkt. Ob 3er BMW, Nerz, Reihenhaus oder 100.-/h.
    Ob das nun verwerflich ist oder nicht, sei hintangestellt. Es ist aber an der Zeit, zu dem zu stehen, was man will oder tut und der Doppelmoral und Scheinheiligkeit abzudanken.
    Was nun die Netzaktivitäten betrifft, denke ich an einen Werbegag zur Promotion Ihres Buches. Interessant hingegen ist die Verformung der google -Suchergebnisse: Denn anders als vom Autor behauptet, verfälscht diese google sehr wohl: etwa bei copy, hack etc...auf Druck diverser Lobby. Und auch hier müsste ein Konsens gefunden werden: Eine breite öffentliche Diskussion, was wann wie beeinflusst werden kann, darf, soll!
  8. #8

    Wulff-Bashing

    Außer das übliche Augsteinsche Wulff-Bashing hat der Artikel irgendwie keinen Erkenntnisgewinn gebracht...
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neues aus dem bürgerlichen Lager: Bettina Wulff, die ehemalige First Lady, war doch keine Prostituierte. Angeblich stammt diese Verleumdung aus der CDU. Wie ein irres Gerücht durch eine noch verrücktere Wahrheit ersetzt wurde.

    Bettina Wulff: Wie durch das Internet Gerüchte verbreitet werden - SPIEGEL ONLINE
    Toll, daß ich das noch erlebe: 100% Zustimmung zur Kolumne. Und dem letzten Satz möchte ich mich dann noch ausdrücklich anschließen:

    >> Und dann endlich Stille, bitte. <<