Geldpolitik in der Krise: Deutschland braucht die Inflation

dapdEZB-Chef Mario Draghi steht wegen seiner Rolle in der Euro-Krise in der Kritik. Vor allem bei den Deutschen wächst die Angst vor der großen Inflation - zu Unrecht, wie das Beispiel Japan zeigt. Eine Teuerung von vier Prozent wäre durchaus sinnvoll.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...854001,00.html
  1. #1

    Bei der heutigen Lohndrückerei, dem Lohnbetrug und den fortwährenden Nullrunden wäre eine Inflation von 4 Prozent jährlich das Ende der deutschen Arbeitsmoral. Denn Sozialleistungen müßten halbwegs realistisch an die Inflationsentwicklung angepaßt werden, auf dem Arbeitsmarkt wären weiterhin Betrug und Ausbeutung wie bisher möglich. Welcher Normalverdiener, der ohnehin nur eine Kleinrente zu erwarten hätte würde da noch regulär arbeiten wollen.
  2. #2

    Danke, Münchau!

    Jedenfalls ist eine gewissen Konstanz in den Artikeln zu erkennen, das ist doch heutzutage schon mal ein Wert für sich...
  3. #3

    Georg Christoph Lichtenberg

    sollte zu Ehren des Autors zitiert werden:
    "Noch nie hat ein Verstand mit größerer Majestät stillgestandem."
  4. #4

    Deutsche brauchen inflationssichere Altersvorsorge

    Münchau sollte auch die Bürger darüber aufklären, welche Geldanlagen unsicher sind. Momentan schmeissen viele Bürger immer noch den Versicherungskonzernen Geld für kapitalgebundene Rentenversicherungen hinterher....
  5. #5

    Absurd...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EZB-Chef Mario Draghi steht wegen seiner Rolle in der Euro-Krise in der Kritik. Vor allem bei den Deutschen wächst die Angst vor der großen Inflation - zu Unrecht, wie das Beispiel Japan zeigt. Eine Teuerung von vier Prozent wäre durchaus sinnvoll.

    Münchau: Warum Draghis Programme keine Inflation bringen - SPIEGEL ONLINE
    "Mein Punkt ist nur, dass Draghis Programm keine Inflation nicht bringen wird - leider."

    Jetzt wird vollends absurd.... wenn man die Maßnahmen von Draghi, die entweder kriminell oder zumindest vertragsbrüchig sind, zumindest gegen jeglichsten Geist der Maastricht-Verträge handeln und irgendwelche Schlupflöcher in diesen Verträgen zu finden versucht, schönschreiben will.

    Selbst anerkennte Finanzexperten, wie heute wieder in der sicherlich seriösen FAZ zu lesen ist, erkennen mittlerweile an, dass das Zuwiderhanden gegen die ureigenste Aufgabe EZB der Wahrung der Geldwertstabiltät ins Desaster führen muss, offen ist dabei lediglich noch der Zeitpunkt, entwedern in Tagen oder ggf. auch erst nach Wochen.
  6. #6

    Lies, damm lies and statistics

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Teuerung von vier Prozent wäre durchaus sinnvoll.
    die haben wir doch schon, schauen wir uns doch die Entwicklung von Lebensmittel, Immobilien, Transport doch an zwischen 2000 und 2012.

    Herr Muenchau, mir hat ein Actuary (Versicherungsmathematiker) die "wahre" Inflation im Deutschland und GB vor kurzen mitgeteilt, fast doppelt so hoch wie in beiden Wirtschaftsrauemen offiziel mitgeteilt.
  7. #7

    Ganz einfach

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    Bei der heutigen Lohndrückerei, dem Lohnbetrug und den fortwährenden Nullrunden wäre eine Inflation von 4 Prozent jährlich das Ende der deutschen Arbeitsmoral. Denn Sozialleistungen müßten halbwegs realistisch an die Inflationsentwicklung angepaßt werden, auf dem Arbeitsmarkt wären weiterhin Betrug und Ausbeutung wie bisher möglich. Welcher Normalverdiener, der ohnehin nur eine Kleinrente zu erwarten hätte würde da noch regulär arbeiten wollen.
    Wenn die Leute erst mal anfangen zu hungern, werden
    sie auch für Armutslöhne regulär arbeiten.
    Ich denke das ist das Ziel der neoliberalen Sklaventreiber.
    Niemand soll glauben, das man ohne die Vernichtung einiger
    korrupter Parteien in Deutschland diesen Trend aufhalten
    kann.
  8. #8

    Allein wegen der Pensionslasten

    Wir werden schon allein wegen der Pensionslasten nicht um eine gesteigerte Inflation herumkommen. Mal sehen wie die unteren und mittleren Löhne mithalten werden.
  9. #9

    Alles muss raus!

    So etwas kann nur jemand veröffentlichen, der in der Vergangenheit das Geld mit vollen Händen rausgeblasen hat und somit nichts verliert. Menschen, welche Vorsorgen, um im Ernstfall nicht auf die Allgemeinheit angewiesen zu sein, haben das Nachsehen.