Keime in der Waschmaschine: Fakten und Empfehlungen

Waschen kann jeder, auf der Waschmittelpackung wird es in einfachen Bildern erklärt. Doch wie sauber wird die Wäsche bei 30, 60 oder 90 Grad tatsächlich? Die wichtigsten Tipps, damit die eigene Kleidung tatsächlich rein wird.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex...853902,00.html
  1. #1

    Was ist mit dem Trocknen?

    Das alles ist für mich nicht neu. Was mich aber noch interessieren würde ist: wenn ich meine auf 40 ° gewaschene Feinwäsche (die 60 ° nicht verträgt) nach dem Waschen in der Sonne trocknen lasse, was ist dann mit den Bakterien und Keimen? Das UV-Licht müsste die doch abtöten, oder?
  2. #2

    Keime abtöten

    Zitat: Was mich aber noch interessieren würde ist: wenn ich meine auf 40 ° gewaschene Feinwäsche (die 60 ° nicht verträgt) nach dem Waschen in der Sonne trocknen lasse, was ist dann mit den Bakterien und Keimen? Das UV-Licht müsste die doch abtöten, oder?

    Nein, nicht unbedingt. Empfindliche Wäsche kann man durch eine Zugabe von Essigsaurer Tonerde gut schützen. Das hat zudem den Vorteil, die Farben zu erhalten. Allerdings empfehle ich, anfangs strikt nach Farben (zumindest hell/dunkel) zu waschen oder Farbfangtücher zu nutzen, die sind ohnehin ein Geschenk des Himmels. Bei unempfindlicher Wäsche wie Biberbettwäsche, Putz- und Geschirrtüchern kann man ruhig eine Kappe Chlorreiniger (z. B. Domestos) beifügen. Tut auch der Maschine gut. Typische "Weißwäsche" wird auch wieder herrlich weiß, wenn man ein Päckchen phosphathaltiges Backpulver (das preiswerteste von allen tut´s prima!) beigibt. Und wer sich mit Blutflecken und/oder anderen hartnäckigen, eiweißhaltigen Flecken plagt, der möchte zum Vorwaschen einen halben Becher Buttermilch mit dem Saft einer halben Zitrone gemischt, beigeben. Hält sich kostenmäßig in Grenzen und ist verträglicher für Haut und Umwelt als weitere Chemie.
    Für Allergiker eignen sich auch Waschnüsse ganz gut. Man braucht die Waschnüsse auch nicht nach dem ersten Waschen zu entsorgen (Biotonne), bei leicht verschmutzter Wäsche oder zum Reinigen von Möbeln und Fußböden können sie gut nochmal verwendet werden. Man sollte allerdings unbedingt das Dosiersäckchen verwenden, damit man nicht alle Teile der Waschnüsse einzeln in der Waschmaschine und der Wäsche hat.
    Viel Freude beim "Großkampftag Haushalt"
  3. #3

    Danke, blickbol

    ich werd's ausprobieren.
  4. #4

    Bakteriophobie

    Ihr habt ja wohl alle 'n Knall!
    Was soll die ganze Bakteriophobie?
    Den ganzen Tag sind wir Bakterien ausgesetzt-Türklinken, Autolenkrad,Händeschütteln,Essen,Waschlappen,Schwi mmbad,
    Toilettenbrille...KÜSSE!!!
    so what?
  5. #5

    Krass

    "Auf keinen Fall sollte man seine Wäsche mit an Grippe oder Fußpilz erkrankten Personen mischen."
    Das stelle ich mir gerade bildlich vor!
  6. #6

    Zitat von dr.fossie Beitrag anzeigen
    Ihr habt ja wohl alle 'n Knall!
    Was soll die ganze Bakteriophobie?
    Den ganzen Tag sind wir Bakterien ausgesetzt-Türklinken, Autolenkrad,Händeschütteln,Essen,Waschlappen,Schwi mmbad,
    Toilettenbrille...KÜSSE!!!
    so what?
    Es gibt Bakterien und Bakterien. Und gerade die Unterwäsche, die man immer wieder anzieht sollte dann doch relativ keimfrei sein, sie hat im Gegensatz zu Türklinken, Autolenkrad und Küssen auch den ganzen Tag direkten Kontakt mit der Haut, meist in Verbindung mit Schweiß. Was sich da im Lauf der Zeit bilden kann ist auch mit Antibiotika bzw. Antimykotika nur noch schwer in den Griff zu bekommen.

    Warum immer der Extremismus ("Ihr habt ja wohl alle 'n Knall!")? Irgendwie ist der Hang zu pragmatischen Lösungen den Deutschen seit einiger Zeit abhanden gekommen. Die einen wollen nur noch Öko (Geschirrspüler + Waschmaschine nur noch Niedrigtemperatur trotz Studien die davon stark abraten (Schimmel in Spül- und Waschmaschine)), die anderen wollen alles Keimfrei haben.

    Mein Geschirrspüler läuft nur auf 70°, die Wäsche wird mit den auf den Etiketten angegebenen Temperaturen gewaschen. Was ich auf diese Weise an Keimen tot bekomme ist wichtig, da in zentralen Bereichen (Nahrung, Kleidung).
    Die Wohnung dagegen wird meist gestaubsaugt, selten mal feucht gewischt (Laminat) - dann auch nur mit Standard-Laminatreiniger ohne Desinfektionswirkung. Die Wohnumgebung muss für mich nicht Keimfrei sein.

    Ich empfinde das als einen guten Kompromiss...
  7. #7

    1 keimfreie Margharita mit extra Käse

    Zitat von rad666 Beitrag anzeigen
    Und gerade die Unterwäsche, die man immer wieder anzieht sollte dann doch relativ keimfrei sein,
    Warum sollte das so sein?
    Wieso sollte die z.B. keimärmer sein als ein Geschirrtuch in der Küche?

    Zitat von rad666 Beitrag anzeigen
    Mein Geschirrspüler läuft nur auf 70°, .
    Krasse Energievergeudung.

    Zitat von rad666 Beitrag anzeigen
    Die Wohnumgebung muss für mich nicht Keimfrei sein.
    Ich empfinde das als einen guten Kompromiss...
    Das ist kein Komprimiß; das geht gar nicht anders.
    Nicht einmal ein Operationssaal im Krankenhaus ist keim"frei".

    Keimfrei ist nur die Pizza, wenn sie aus dem 200°C heißen Backofen kommt. Der Backofen ist dann auch vorübergehend keimfrei.
    Wenn Sie also keimfreie Unterwäsche wollen, müssen Sie die auf ein Pizzablech legen und backen.
    Sobald sie dann angezogen ist, ist sie nicht mehr keimfrei.
  8. #8

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Warum sollte das so sein?
    Wieso sollte die z.B. keimärmer sein als ein Geschirrtuch in der Küche?
    Weil ich das Geschirrtuch in der Küche nicht den ganzen Tag am Körper trage.
    Ich hatte schon eine Infektion (allerdings durch Pilzsporen) an den Oberschenkeln, das ist kein Spaß.

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Krasse Energievergeudung.
    Ein- oder Zweimal in der Woche den Geschirrspüler auf 70° ist "Krasse Energievergeudung."? Der Zulauf kommt bereits mit meistens 60° von der Solaranlage. Und auch ohne den fallen mir hundert andere Arten von "krasser" Energievergeudung ein (Standby, Wohntemperatur 23° im Winter, Auto mit mehr als 5L/100km, ...).


    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Das ist kein Komprimiß; das geht gar nicht anders.
    Nicht einmal ein Operationssaal im Krankenhaus ist keim"frei".

    Keimfrei ist nur die Pizza, wenn sie aus dem 200°C heißen Backofen kommt. Der Backofen ist dann auch vorübergehend keimfrei.
    Wenn Sie also keimfreie Unterwäsche wollen, müssen Sie die auf ein Pizzablech legen und backen.
    Sobald sie dann angezogen ist, ist sie nicht mehr keimfrei.
    Ok, Keimarm. Aber entsprechend der Objekte sollte man doch durchaus differenzieren, wo eine stärkere Reinigung Sinn macht - was nach meinen Erfahrungen bei Geschirr und Kleidung der Fall ist.

    Oder verzichten sie auch auf das Zähneputzen, um die wertvolle Mundfauna nicht zu schädigen?
  9. #9

    Krallen

    Ich weiß nicht, ob sich die ganzen pösen Bakterien wirklich so in der Wäsche festkrallen, daß Sie nicht genauso wie der restliche Schmutz ganz einfach aus der Wäsche herausgewaschen und -gespült werden. Dazu reichen waschaktive Substanzen (in jedem Waschmittel reichlich vorhanden). Hohe Temperaturen oder Bleichmittel perfektionieren die Reinigung höchstens, indem auch noch kleine Bakterienrückstände vernichtet werden.
    Die EHEC Keime sollte man ja auch nicht mit 60° und Bleichmittel, sondern durch gründliches Abspülen beseitigen.