Ausbildung in der Windmühle: Alles so schön alt hier

Benjamin Dürr Jippe Kreuning, 19, will den Beruf des Müllers vor dem Aussterben retten. 600 Stunden lang hat er für die Prüfung geübt, Wetterkarten studiert, Seile geknotet. Jetzt ist er einer der jüngsten Mitglieder seiner Zunft. Die meisten seiner Kollegen sind schon über 60.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...853622,00.html
  1. #1

    Aussterben?

    Die alte Technik stirbt vielleicht aus, aber der Beruf Müller ganz sicher nicht. Man braucht nur nicht mehr viele Müller, da man nicht wie früher 5 Tonnen sondern in modernen Mühlen 5 Tausend Tonnen am Tag mahlt. Ich frag mich, ob der Autor weis, wo das Mehl, dass er täglich isst, her kommt.
  2. #2

    Ich frage mich ...

    ... ob die Niederländer im 17. Jahrhundert diese Windmühlen auch als Verunstaltung ihrer Landschaft empfunden haben. Wer weiß, vielleicht gibt es in 300 Jahren einen ähnlichen Artikel über einen deutschen Studenten, der mit viel Liebe und Engagement eines der letzten dieser wunderbar eleganten Windräder pflegt, mit denen man in grauer Vorzeit Elektrizität produziert hat.
  3. #3

    wenn...

    das System zusammengebrochen ist, werden die alten handwerkszünfte und ihre Mitglieder ganz schnell überlebenswichtig für alle anderen werden. Von daher Hut ab vor dieser weitsichtigen berufswahl. Hätte ich heute die Wahl, würde ich auch so handeln. Steinmetz wollte ich auch werden, aber das hat nicht geklappt...
  4. #4

    Verunstaltung der Landschaft

    Als in den Niederlanden im großen Umfang Windmühlen errichtet wurden, war das Ziel Land trocken zu legen oder trocken zu halten. Für die Menschen hatte das eine unmittelbar empfundene Wirkung.
    Dies Gegensatz zu den heutigen Gegnern der Windkraft zur Stromgewinnung, deren "Strom aus der Steckdose kommt."