Kulturschock in China: Eine Langnase zum Vorzeigen

Wo mag bloß Tianjin liegen? Über die Stadt wusste der junge deutsche Architekt nichts, als ein chinesisches Büro ihn anheuerte. Im neuen Job erlebte Martin Seibel viele Überraschungen und eine ungewohnte Arbeitsweise - manchmal sollte er einfach nur sein Gesicht präsentieren.

Kulturschock in China: Ein Architekt erzählt von seiner Arbeit - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo mag bloß Tianjin liegen? Über die Stadt wusste der junge deutsche Architekt nichts, als ein chinesisches Büro ihn anheuerte. Im neuen Job erlebte <i>Martin Seibel</i> viele Überraschungen und eine ungewohnte Arbeitsweise - manchmal sollte er einfach nur sein Gesicht präsentieren.

    Kulturschock in China: Ein Architekt erzählt von seiner Arbeit - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann nur jedem davon abraten mit einem Local Contract in China zu arbeiten. Ohne Entsendevertrag und ordentliche Expat-Zuschüsse lebt es sich halt sehr schlecht. Preislich ist ein Leben auf westeuropäischen Niveau sogar teurer als in Deutschland.
    Dass Architekten vielleicht nicht immer die Wahl haben stimmt aber leider auch.
  2. #2

    Es gibt besseres...

    Kann ich nur bestätigen. Z.B. Städte wie Peking haben München und Hamburg preislich schon lange überholt. Anständig wohnen in der Stadt fängt bei 1000 Euro an, "sicher" essen bedeutet Importnahrung und ist wesentlich teurer als in Deutschland, wenn gesundheitlich was ist, dann heißt es beim Arzt nur gegen Vorkasse (und das kann richtig teuer werden), dazu der gute Smog, Verkehr, die beschriebene Büroatmosphäre im Job, Kampf gegen die bürokratischen Windmühlen usw. Ehrlich, wer will da noch bleiben? Viele Chinesen suchen langfristig ihr Glück im Ausland und dann auf lange Sicht. Kenne keinen Deutschen in China, der das gleiche von sich behauptet.
  3. #3

    Polemik pur!

    Zitat von UnaCorp Beitrag anzeigen
    Kann ich nur bestätigen. Z.B. Städte wie Peking haben München und Hamburg preislich schon lange überholt. Anständig wohnen in der Stadt fängt bei 1000 Euro an, "sicher" essen bedeutet Importnahrung und ist wesentlich teurer als in Deutschland, wenn gesundheitlich was ist, dann heißt es beim Arzt nur gegen Vorkasse (und das kann richtig teuer werden), dazu der gute Smog, Verkehr, die beschriebene Büroatmosphäre im Job, Kampf gegen die bürokratischen Windmühlen usw. Ehrlich, wer will da noch bleiben? Viele Chinesen suchen langfristig ihr Glück im Ausland und dann auf lange Sicht. Kenne keinen Deutschen in China, der das gleiche von sich behauptet.
    Auch wenn sich einige Foristen, die China genau kennen,
    ob durch Urlaub, oder durch Fernsehen, muß ich diesem
    hanebüchenen Unsinn, den Sie da schreiben, widersprechen.

    Allein, dass Sie sich nur "sicher" fühlen, wenn Sie
    Importnahrung zu sich nehmen, zeigt, dass Sie wahrscheinlich
    noch nie in China waren und wenn Sie dort gewesen sind,
    nichts, aber auch gar nichts verstanden haben, vor allem
    nichts von der Chinesischen Küche!

    Dies alles ist verzeihlich, aber dass Sie hier Lügen verbreiten,
    wie dass "anständig wohnen" in der Stadt mit 1000 Euro
    anfängt, oder dass man nur per Vorauskasse beim Arzt
    bedient wird, ebenso, dass viele Europäer nicht in China
    bleiben wollen, oder dass viele Chinesen langfristig ihr
    Glück im Ausland suchen, sorry, aber alles dies ist totaler
    Quatsch oder warum kehren dann Chinesen, die in
    Harvard, Cambridge oder MIT oder KIT mit allerbestem Erfolg studiert haben, tolle Angebote im Ausland bekommen,
    dann nach China zurück, um in China zu arbeiten und zu
    lehren und das, Sie werden es kaum
    glauben können, LANGFRISTIG!!

    Sorry, aber gegen solchen Unsinn, den Sie hier zu
    verbreiten suchen, wehre ich mich, weil einfach nichts
    stimmt, was Sie hier verbreiten wollen.

    Auch ich bin Europäer, aber auch ich lebe langfristig und
    sehr, sehr gerne in China!
  4. #4

    Sprachbarriere

    Also wenn ich nach China zum arbeiten ginge, würde ich mich auch mit dem Gedanken anfreunden, die Sprache zu lernen! Auch wenns schwerfällt, das gleiche wollen wir doch auch, wenn Mitarbeiter aus dem Ausland für längere Zeit zu uns kommen. Dann klappts auch mit den Kollegen...
  5. #5

    Da muss ich doch schmunzeln...

    Liege naemlich gerade in knapp 10.000 km entfernung auf meiner chinesischen Couch. Ich kann kaum etwas von dem geschriebenen bestätigen. Sicher, es ist nicht jedermanns Sache, aber China hat auch seine guten Seiten. Ich z.B. arbeite fuer einen deutschen Mittelständler in Wuhan und leite hier ein 9-köpfiges Büro. Alles Chinesen im Büro und wirklich ein sehr nettes, wenn auch anderes Volk. Vieles kommt dem Fortschritt, der es ja nun mal ist (wenn auch nicht immer vorbildlich demokratisch), einfach nicht hinterher. Deswegen wirkt eingentlich alles wie eine große Baustelle. Ich habe das Gefühl das viele junge Chinesen bereit sind für etwas Neues und die Veränderung suchen und dabei nie ihre Familie aus den Augen lassen. Es gibt jeden Tag mindestens ein gutes Erlebnis, das mich diese fremde Welt besser verstehen, respektieren und lieben laesst.

    In diesem Sinne,

    zaì jiàn!
  6. #6

    Es gibt insgesamt acht chinesische Spracheinheiten.

    Zitat von auxbuerger Beitrag anzeigen
    Also wenn ich nach China zum arbeiten ginge, würde ich mich auch mit dem Gedanken anfreunden, die Sprache zu lernen! Auch wenns schwerfällt, das gleiche wollen wir doch auch, wenn Mitarbeiter aus dem Ausland für längere Zeit zu uns kommen. Dann klappts auch mit den Kollegen...
    Diese wiererum unterteilen sich nochmals in mannigfaltige Dialekte und nur regional bekannte Sprechweisen. Welchen dieser unzähligen Dialekte wollen Sie erlernen? Ich vermute Mandarin. Neben Mandarin haben Sie noch die Wahl zwischen Wu, Kantonesisch, Min, Jinyu, Xiang, Hakka und Gan.
  7. #7

    optional

    Also wer auf westeuropaeischem niveau leben will ist hier eh falsch. Der soll doch in westeuropa bleiben. Wer allerdings flexibel ist, chinesisches essen gern hat und nicht vor lauter "oh mein gott gefaelschte lebensmittel" paranoia keinen bissen runterbekommt kann hier gut leben, besonders weil man oft bei gleicher brutto bezahlung netto mehr rausbekommt als in europa.
    Dafuer hat man dann auch noch eine super basis um die anderen laender asiens, und china selbst, zu erkunden.
    Und ewig in einer stadt wie Shanghai zu bleiben haben eh die wenigsten vor - wir sind ja nicht im jahr 1900 wo man hoechstens einmal im leben wohin zieht und dann ewig dort bleiben muss.
  8. #8

    .

    Zitat von UnaCorp Beitrag anzeigen
    Kann ich nur bestätigen. Z.B. Städte wie Peking haben München und Hamburg preislich schon lange überholt. Anständig wohnen in der Stadt fängt bei 1000 Euro an,
    Hängt wohl davon ab was man unter "anständig versteht. Ich kenne einige Ausländer die in Peking durchaus für weitaus weniger als 1000€ anständig (zumindest nach meinem Maßstab) leben.

    Zitat von UnaCorp Beitrag anzeigen
    "sicher" essen bedeutet Importnahrung
    Sind Sie bitte so nett und erklären Sie was Sie darunter genau verstehen?
    Ich selbst hatte noch nie Probleme mit der chinesichen Küche und meine Bekannten die dort leben eigentlich auch nicht (sieht man von einer Magenverstummung ab hervorgerufen durch scharfe Sichuan-Gerichte die aber nun wirklich nicht jeder verträgt).
  9. #9

    .

    Zitat von Freewolfgang Beitrag anzeigen
    Diese wiererum unterteilen sich nochmals in mannigfaltige Dialekte und nur regional bekannte Sprechweisen. Welchen dieser unzähligen Dialekte wollen Sie erlernen? Ich vermute Mandarin. Neben Mandarin haben Sie noch die Wahl zwischen Wu, Kantonesisch, Min, Jinyu, Xiang, Hakka und Gan.
    Mandarin dürfte in der Regel ausreichen, sollten Sie im Süden oder in der Provinz Probleme haben sich zu verständigen dann schreiben Sie einfach, die Zeichen unterscheiden sich nicht.