Studentin im Erdbebengebiet: "Der Schmerz lässt sich nicht in Worte fassen"

Margret Müller / HumedicaSemesterferien? Können die anderen machen. Medizinstudentin Hanna Bellmann, 23, meldete sich sofort, als nach dem Erdbeben in Iran Nothelfer gesucht wurden. Der Lohn: fünf Stunden Schlaf pro Nacht, viele Tränen - und überwältigende Freundlichkeit.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...852319,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Semesterferien? Können die anderen machen. Medizinstudentin Hanna Bellmann, 23, meldete sich sofort, als nach dem Erdbeben in Iran Nothelfer gesucht wurden. Der Lohn: fünf Stunden Schlaf pro Nacht, viele Tränen - und überwältigende Freundlichkeit.

    Erdbeben im Iran: Medizinstudentin als Katastrophenhelferin - SPIEGEL ONLINE
    Finde ich klasse. Es wäre natürlich, auch wenn es eine Nebensächlichkeit ist, respektvoll vom Bildbeswchrifter gewesen, nicht die rothaarige und die blonde junge Frau gemeinschaftlich als Hanna zu bezeichnen, aber um die Person ging es wohl bei der Bildauswahl auch nicht.
  2. #2

    Vielen Dank!!!

    ich bin selbst Perser und lebe in Köln. Ich möchte mich im Namen der Iraner bei dem Helfer Team für ihr fantastisches Engagement bedanken. Sie leisten wirklich großes und ich habe das Gefühl, dass sie tatsächlich den Bedürftigen helfen wollen. Ganz im Gegenteil zu dem verbrecherischen Regim in Tehran, denen das Volk völlig egal ist und sich nur bereichern wollen. Von meinen Verwandten dort habe ich erfahren, das seit neuestem eine Bekleidungskette eröffnet hat. Darin wird Kleidung verkauft, die eigentlich vom internationalen Roten Kreutz u.ä. Stiftungen gesammelt wurden, um es an Bedürftige oder Erdbebenopfer zu verteilen. Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, wie dreist, gierig und unmoralisch mit dem iranischen Volk von der Regierung umgegangen wird.
  3. #3

    Hanna und Erdbeben im Iran

    Ausser kompliment und tiefe Dankbarkeit, habe ich dieser hilfsbereiten, lieben, netten... medizin Studentin, die aus purer Menschlichkeit alles über booard geworfen hat, nicht
    zu sagen. Thausend "Dank" Hanna Dir und Deiner lieben Kolleginnen und Kollegen.
    Möge nur der lieber Gott Deine ausserordentliche Opberbereitschaft und Güte "Wiedergutmachen"!
    Alles Gute und Liebe
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Lohn: fünf Stunden Schlaf pro Nacht, viele Tränen - und überwältigende Freundlichkeit.
    … und (hoffentlich nicht!) lebenslange Schikanen bei der Einreise in die USA oder Israel. :-/

    Ansonsten: medizinische, logistische und Versorgung mit Nahrung und anderem Lebensnotwendigen – super!

    Aber mit Leuten, deren Sprache man nicht spricht, zu weinen – sorry, das ist »Traumatourismus«. Klar, die Menschen sind so traumatisiert, dass sie dann auch wieder weinen und sich einer Umarmung nicht entziehen (können), aber geholfen wird ihnen dadurch nicht.

    Die angehende Medizinerin sollte das mal damit vergleichen, wie die Rettungskräfte mit Katastrophen in Deutschland umgehen. Da gibt es auch psychologische Traumateams, aber deren Job ist es doch nicht, mit den Opfern zu weinen. Warum soll das dann für Iraner eine adäquate Betreuung sein? Weil sie »Primitive« sind?
  5. #5

    Merken Sie es eigentlich noch...

    Zitat von Frietjoff Beitrag anzeigen
    ...»Traumatourismus«...
    was für einen Unsinn Sie hier absondern?

    Wenn Sie lesen könnten hätten Sie vielleicht bemerkt, dass von der SMS bis zum Abflug ein paar Stunden vergingen. Natürlich hätte man vorher auch noch ein Psychologiestudium absolvieren und beim örtlichen Katastrophenschutz nach dem richtigen Umgang mit traumatisierten Personen nachfragen können. Aber nein, da wagt sich das Mädchen die Stunden mit ihren besten Freunden zu verbringen...

    Und ob man jemanden der gerade alles verloren hat mit einer Umarmung und gemeinsamen Weinen nicht ein kleines Stück Leid abnehmen kann, können SIE bestimmt nicht beurteilen!
    Hauptsache irgendwas zum Nörgeln gefunden. Furchtbar solche Menschen!
  6. #6

    optional

    @Frietjoff: Ich kann Sie beruhigen, die Einreise in die USA verursacht auch mit einem iranischen Visum keinerlei Probleme. War selbst als Tourist im Iran und bin nachher problemlos mehrmals in die USA eingereist. Und zu Ihrer Information: der umgekehrte Fall - Einreise mit einem isrealischen Stempel in ein islamisches Land der Region verursacht Probleme und nicht umgekehrt.
  7. #7

    Zitat von Seven76 Beitrag anzeigen
    dass von der SMS bis zum Abflug ein paar Stunden vergingen. Natürlich hätte man vorher auch noch ein Psychologiestudium absolvieren und beim örtlichen Katastrophenschutz nach dem richtigen Umgang mit traumatisierten Personen nachfragen können.
    Schon mal was vom Eid des Hippokrates gehört? Wichtiger Grundsatz: keinen Schaden anrichten. D.h., wenn ich nicht weiß, was meine Handlungen anrichten, ist es mglw. besser, erst mal nichts zu tun. Ohnehin ist eine Medizinstudentin »kurz vor dem Doktor« nicht komplett psychologisch ungebildet.

    Anlass, sich dessen zu brüsten, mit Erdbebenopfern geweint zu haben, besteht jedenfalls nicht. Für eine Medizinerin schon gar nicht. Das ist bestenfalls naive Gefühlsduselei und hat mit Medizin nichts zu tun.
  8. #8

    Zitat von chorrada Beitrag anzeigen
    die Einreise in die USA verursacht auch mit einem iranischen Visum keinerlei Probleme.
    1. Beachte den Smiley in meinem Beitrag.
    2. Niemand hat behauptet, dass es zwingend Probleme geben muss. Aber dass das überhaupt nicht vorkommen kann, ist eben auch nicht sicher. Es gibt viel zu viele Menschen, die völlig unbescholten auf irgendwelchen »no-fly lists« gelandet sind.

    Zitat von chorrada Beitrag anzeigen
    Einreise mit einem isrealischen Stempel in ein islamisches Land der Region verursacht Probleme und nicht umgekehrt.
    Die Behauptung, dass Einreisestempel z.B. arabischer Staaten bei der Einreise in Israel völlig unproblematisch wären, ist nun aber kompletter Humbug.
  9. #9

    journalistische Genauigkeit

    Interessanter Artikel, schöne Bilder.

    Wenn ich folgende Textzeile lese: "Die Helfer hatten ein Medi-Kit für bis zu 3000 Patienten dabei und fuhren mit ihrer improvisierten mobilen Klinik über die Dörfer. "

    Bekomme ich persönlich den Eindruck, dass die Gruppe ein eigenes "Hilfshosptial" unterhält. Soweit geht nicht einmal Humedica selbst, wie man in ihrer Presseerklärung vom 15.08.2012 schreiben: "Wir sind heute morgen mit dem Roten Halbmond nach Ahar gefahren und werden dort mit unseren medizinischen Möglichkeiten eine mobile Klinik mitbetreuen, dann weiter in die kleinen, zerstörten Dörfer ziehen." (siehe: http://www.humedica.org/berichte/2012/neues-aus-dem-iran-massive-zerstoerungen/index_ger.html)

    Bitte liebe Spiegelredaktion, bei allem Verständnis für die Unterstützung der Helfer immer journalistisch genau bleiben.
    DANKE