Geschlechter-Quote an Unis: Frauen hoch oder Geld her

CorbisTrotz unzähliger Förderprogramme haben Frauen schlechtere Chancen auf eine Wissenschaftskarriere. Jetzt fordern Experten nicht nur eine Quote, berichtet das Hochschulmagazin "duz", sondern auch Strafen: Wer Gleichstellung nicht ernst nimmt, soll weniger Geld bekommen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...851557,00.html
  1. #1

    sorry, aber gleichstellung kann ich auch nicht ernst nehmen. gleichberechtigung, ja gerne, aber die qualifikation sollte mehr für einen bewerber sprechen als das vorhanden sein einer vagina, oder ?
  2. #2

    Teilweise treibt diese Geschichte absurde Blüten, man sollte da schon mit Maß und Ziel vorgehen. War als Geisteswissenschaftler als einziger Mann zwischen unzähligen Frauen angestellt und durfte mir eine neue Stelle suchen weil die Anschlussfinanzierung nur für Frauen galt.
  3. #3

    Und was es mit Gleichstellung zu tun haben soll, wenn man Frauen bis zum Erreichen einer Quote systematisch bevorzugt, hat bisher auch noch niemand schlüssig dargelegt!
  4. #4

    Quoten überall ... koste es was es wolle ?

    Nun denn, könnte man auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß diese Jobs für die Frauen einfach weniger attraktiv sind, als für Männer ? Vielleicht habe einfach weniger Frauen ein Interesse an diesen Jobs oder eben weniger Interesse.
    .....
    Vielleicht auch gut, in Kindergärten und Grundschulen Männerquoten einzuführen, die es bedingungslos unter Androhung von Strafen zu erfüllen gilt. Dann werden die Arbeitgeber nach ausreichendem Suchen am Ende sicher auch Männer finden, die das erfüllen ....
  5. #5

    weniger Chancen?

    Warum haben Frauen weniger Chancen? Woraus wird diese Erkenntnis abgeleitet?
    Heißt das jetzt, nur weil in der Führungsriege weniger Frauen vertreten wird, gilt die Gewissheit, dass Frauen weniger Chancen haben?
    Dann müssen Männer in den Geisteswissenschaften aber nahezu Chancenlos sein .. wird dagegen etwas getan?
  6. #6

    optional

    man kann auch das Schachspiel als Beispiel nehmen als "messbare" Leistung ... wenn ueberhaupt gibt es nur sehr wenige Frauen die dort mit Maennern mithalten wuerden, und es ist nicht gerade so, dass keine Frauen zumindest als Jugendliche schachspielen wuerden ... eine Top-Ten Spielerin, ausser vielleicht Judith Polgar die unter aller aller besten Bedingungen das Schachspiel erlernt hat, von einem weiblichen Weltmeister braucht man nicht zu reden ... gibt es nicht
  7. #7

    Gleichberechtigung - was ist das?

    Ich komme auch aus dem naturwissenschaftllichen Forschungsbereich.

    Gleichberechtigung ist, wenn Männer und Frauen gleiche Chancen auf eine Stelle haben.

    Oder ist es, wenn Männer und Frauen die gleichen Chancen bekommen ihre Qualifikation unter Beweis zu stellen?

    Da ist ein kleiner aber feiner Unterschied in diesen beiden Arten das zu definieren. Und zwar ignoriert eine Definition der Gleichberechtigung den Faktor der Anzahl der Interessenten vollkommen.
    Selbst wenn Frauen im Schnitt gleich gut für eine Stelle qualifiziert sind wie Männer - wovon ich mal stark ausgehe - dann kann es doch sein, dass sich schlicht weniger Frauen für einen Fachbereich interessieren als Männer?

    Letzteres würde zu folgendem Problem führen: Da die Grundmenge an qualifiziertem Personal für Führungspositionen bei Männern wesentlich größer ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Spitze der Glockenkurve größer ausfällt als bei den Frauen recht hoch. Mit anderen Worten: Es gibt mehr potentielle Konkurrenz für Frauen. Das bedeutet: Eine Frau hat zwar dieselbe Chance qualifiziert zu sein wie ein Mann aber da sie zu den wenigen Interessentinnen gehört ist die Wahrscheinlichkeit nunmal höher, dass es einige besser qualifizierte Männer gibt.

    Ist es jetzt gleichberechtigt, die Frau zu bevorteilen weil sie eine Frau ist und zu einer Minderheit gehört, die offensichtlich mit durchschnittlich weniger Interesse eine Führungsposition anstrebt? NEIN. Sie HAT ja dieselben Chancen, sie MUSS sich demselben Konkurrenzkampf wie die Männer aussetzen. Und am Ende ist der Anteil der Frauen in Führungspositionen der Wissenschaft entsprechend dem Anteil der Frauen, die sich insgesamt für Wissenschaft interessieren - geringer als der der Männer. Das IST bereits fair. Unfair und sexistisch wird es an dem Punkt an dem nicht mehr Qualifikation sondern Geschlecht darüber entscheidet - und da bewegen wir uns schön hin und zwar nicht nur in der Wissenschaft.

    Ich kann bei sowas nur den Kopf schütteln, ehrlich. Wen interessiert denn Gleichberechtigung? Wurde dieser Begriff jemals korrekt verwendet?
  8. #8

    Doppeldenk

    Gerade jetzt bringt der Spiegel eine Reihe von Artikeln, in denen der Trend zur Karriereverweigerung durchaus positiv betrachtet wurde. Zitat: "Gerade unter Jüngeren, die an ihren Eltern sehen, wie anstrengend Karriere sein kann, ist der klassische Weg einfach nicht mehr cool". Denn auch in der Wissenschaft sind es die Professoren und Abteilungsleiter, die sich mit Anträgen, Sitzungen, Prüfungen und Personalentscheidungen beschäftigen müssen, mit langen Arbeitszeiten und ständigen Dienstreisen. Auch finanziell ist eine W-Professur nicht wirklich attraktiv. Ist es da so schwer, sich vorzustellen, daß die Schwierigkeiten mit der Besetzung von wissenschaftlichen Führungskräften durch Frauen auch an einer mangelnden Karrierelust liegen könnte?
  9. #9

    Die Diktatur der guten Absicht,

    ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern herzustellen. Das ist wirklich eine Diktatur. Warum akzeptiert man es denn einfach nicht? Ich bin nun ein Mann und wenn ich mich so einschätze: Leute anzuführen war noch nie so mein Ding, sondern war eher ein Mann der Tat, statt des Wortes. Ich muss auch gar nicht für mein Ego eine Führungsposition bekleiden.

    Und wenn ich Frauen im Allgemeinen beobachte: Viele Frauen sind auch nicht gerade Führungspersonen. Das ist keine Diskriminierung, sondern schlichtweg Biologie.

    Und was die Hochtalentierten angeht: Feministen werden nie müde, zu behaupten, Frauen wären im Durchschnitt genauso klug und talentiert wie Männer. Bis hier hin stimme ich zu. Feministen verweisen aber auch darauf, dass Männer häufiger im Gefängnis landen. Das stimmt auch. Fakt ist auch: Jungen und Männer sind häufiger von geistigen Behinderungen betroffen. Auch das lässt sich sicherlich statistisch unterlegen. Wenn wir aber am unteren Rand der geistigen Entwicklung einen Männerüberschuss haben und wir uns einig sind, dass die Frauen im Durchschnitt genauso klug sind wie Männer, dann braucht man einen Männerüberschuss bei den Klugen und Hochbegabten.

    Der Mathematiker sagt dazu: Die Varianz der geistigen Entwicklung ist bei Männern größer. Warum akzeptiert man das nicht? Oder ist das etwa bösartiger "Biologismus"?