Organspende: Nicoles Wiedergeburt

Mit elf Jahren hing Nicole jede Nacht an der Dialysemaschine. Ärzte bestimmten, was sie essen, trinken, und wie sie leben durfte. Dann kam die Nachricht: Eine Niere ist da. Hier beschreibt die heute 17-Jährige die Stunden voller Angst und Vorfreude vor dem rettenden Eingriff.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...850476,00.html
  1. #1

    Nette Werbung

    Ich werde meine Meinung zum korrupten Organspendesystem deshalb aber nicht ändern!
  2. #2

    optional

    außerdem hat sie mit mitte zwanzig spätestens das erste mal krebs. das ist zwar kein argument gegen die transplantation aber gegen unsere verbohrten mediziner. sie dürfte auch jetzt nicht "normal" essen sondern sollte einen extrem gesunden lebensstil pflegen und damit meinte ich nicht etwas bewegung und ein apfel.
  3. #3

    Organspende

    Warum führen wir nicht die Regelung ein, dass einer Spende ausdrücklich widersprochen werden muss. Diese Regelung haben andere Länder ja auch. Meines Erachtens muss sich auch im Krankenhausbetrieb etliches ändern, damit wir mehr Spenderorgane bekommen. Es verunglücken oder sterben ja jeden Tag fast 2700 Menschen, davon sind bestimmt 20% der Organe noch brauchbar. Damit könnten 550 Menschen / Tag geholfen werden.(fast 20 000 Menschen / Jahr)
    Wolfgang Hoffmann
  4. #4

    Organspendesystem ist voller Widersprüche

    Leider wird zum Thema Organspende meist nur sehr einseitig informiert; gut gelungene Musterfälle werden wie hier medial breit dargestellt - die viel häufigeren Problemfälle und Schattenseiten, sowie die vielen generellen Widersprüche werden systematisch verschwiegen. Von wegen Organspende nach dem Tod. Mit einem toten Körper und toten Organen kann niemand etwas anfangen. Denn die Organe müssen leben und in einem aufwändigen Verfahren dem noch lebenden Körper entnommen werden, wenn sie transplantationsfähig bleiben sollen. Das ist der Grund, warum der Kunstbegriff "Hirntod" erfunden wurde, um zu suggerieren, dass der Körper zwar noch lebt aber das Gehirn bereits für immer inaktiv sein soll. Und in der absurden Konstruktion "Hirntod" liegt das Problem, denn es bedeutet eigentlich "Halbtod" - das Gehirn und dessen Funktionen soll angeblich irreversibel tot sein, aber der Körper lebt transplantationspraktischer Weise noch - wie wunderbar diese Konstruktion doch in sich stimmig scheint - für Transplantationszwecke einfach ein wenig zu genial ideal. Bei etwas genauerer Betrachtung aber ist diese Definition bei weitem nicht so sicher und klar, wie uns das die Ärzteschaft zu gerne glauben machen möchte. Zu all dem lässt sich der Zustand "Hirntod" bedarfsgerecht auch medikamentös erzeugen und diese gezielte Herbeiführung ist nach der Transplantation (dank der gründlichen Gefäßspülungen im Zuge der Organentnahme) praktischer Weise auch nicht mehr nachweisbar. Wenn bei den Organempfängern kreativ Daten manipuliert werden, dann fällt es sicher auch nicht so schwer, auf der Spenderseite Werte und Daten bedarfsgerecht zu designen, wenn Organe dringend gebraucht und das Verfügbarmachen unter der Hand gut honoriert wird ... Denn neben den allseits bestens nachvollziehbaren vitalen Interessen der Organempfänger geht es für die Transplantationen Durchführenden in unserer vor allem monetär geprägten Gesellschaft auch bei der s. g. Organspende vor allem um viel Geld und Ruhm für Kliniken, Pharmaindustrie und Ärzteschaft - und jeder Mensch sollte sich sehr genau überlegen ob er seine für Transplantationszwecke begehrten Teile seines Körpers dafür hergeben will - auch wegen der großen Missbrauchsgefahr - denn für Geld und Ruhm gibt es für viele Karrieristen bekanntlich keine Tabus - man beachte beispielsweise nur die aktuellen Diskussionen um viel zu viele unnötige Operationen oder die regionale Vergabe von "Spenderorganen" an den offiziellen Wartelisten vorbei! Leider lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, wie viele der als "Organspender" ausgeweideten eigentlich noch (über)lebensfähig gewesen wären. Vermutlich eine ganze Menge! Aus diesem Grund ist die aktuelle Praxis der Organspende meiner Meinung nach ethisch nicht vertretbar! Ausdrücklich davon ausgenommen sind Lebendspenden z.B. einer Niere, da hier sowohl der Spender als auch der Empfänger weiterleben können.
  5. #5

    Organspenden -

    Ich freue mich für die junge Frau, muss allerdings in diesem Kontext darauf hinweisen, dass Organspenden (vielleicht mit Außnahme von Lebensspenden) kein Akt der Nächstenliebe darstellen.

    Ich habe umfangreiche Recherchen zu dem Thema Organspenden vorgenommen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass Spender ihr Leben nicht bereits vor der Explantation verlieren, sondern während der Organentnahme. Das Hirntodkriterium ist nichts anderes als eine Lösung, um Menschen ungestraft Organe entnehmen zu können, denn: Die Organe eines Toten sind nutzlos und die eines Lebenden nicht zugänglich.

    http://perfektunperfekt.blog.de/2012/07/27/organspenden-schockierende-wahrheit-14254202/
  6. #6

    Herr Lehrer, ich weiss auch etwas...

    Zitat von MacGeifer Beitrag anzeigen
    außerdem hat sie mit mitte zwanzig spätestens das erste mal krebs. das ist zwar kein argument gegen die transplantation aber gegen unsere verbohrten mediziner. sie dürfte auch jetzt nicht "normal" essen sondern sollte einen extrem gesunden lebensstil pflegen und damit meinte ich nicht etwas bewegung und ein apfel.
    Es ist immer wieder erstaunlich, zu sehen, welches Selbstbewusstsein Menschen haben, die mit keinerlei Wissen gesegnet sind.

    Der Schreiber der oben genannten Zeilen, hat nicht den Schimmer einer Ahnung von medizinischen Zusammenhängen, denn sonst würde er nicht prognostizieren, dass die im Artikel beschriebene Patientin mit Mitte zwanzig "das erste mal krebs" hätte.

    Und wenn wer schon nichts über Tranplantationen weiss, dann hat er doch ein Rezept, wie man das verhindern kann (die doofen Ärzte verstehen davon natürlich gar nichts!); na ist doch logisch, sie soll einen "extrem gesunden Lebensstil pflegen". Was er damit genau meint, schreibt er nicht. Und dass das nicht ausreicht, weiss er natürlich auch nicht - woher auch. Kleiner Tip: Mal "Abstossungsreaktion" googlen.

    Sind wir eine Quatschkopf-Demokratie? Wahrscheinlich ja.
  7. #7

    Ich kann den Quatsch nicht mehr hören respektive lesen! Gibt es denn in Deutschland nur Egoisten? Oder sind so viele Menschen unwissend? Oder einfach nur dumm, oder zu bequem oder was auch immer.
    ich bin genau wie Nicole in dem obigen Beitrag ein Nierentransplantierter, der fast 10 (!!) Jahre an der Maschine lag und das drei Mal in der Woche für mindesten 6 Std.. Ich habe das in meiner Freizeit gemacht, denn ansonsten bin ich arbeiten gegangen. Ok ich war nie einer der sein Los einfach akzeptiert hat, sondern nach Alternativen suchte. Ich bin dankbar, dass mein Spendernierchen es jetzt schon seit 12 Jahren mit mir aushält. In Folge eine Publikation von einem Arzt, der definitiv ein schlechter Arzt ist, weil er sich hat bezahlen lassen, wird jetzt wieder pauschalisiert. Dazu dann noch Kommentare wie 'Sie sollte gesünder leben'. Leute erst Hirn einschalten und dann posten. Sie wird deutlich gesünder leben und ganz nebenbei, Sie darf jetzt wieder ALLES Essen und vor allen Dingen wieder trinken so viel sie möchte. Muss nicht mehr an die Maschine. Kann Urlaube frei planen. Ihre Freizeit mit Freundinnen und Freunden verbringen.
    Ich wünsche allen anderen, dass sie nie in eine solche Situation kommen, ach und nehmt eure doch so wichtigen Organe einfach mit ins Grab, denn das vernichtet lebenswerte Zeit.
  8. #8

    Werbe-Artikel für die Organspende

    Würde mich mal interessieren, ob dieser Werbe-Artikel für die Organspende wirtschaftlich oder humanistisch motiviert war.
    Dabei wundere ich mich nicht darüber, dass ich ersteres für wahrscheinlicher, sondern vielmehr darüber, dass ich das zweite immerhin noch für möglich halte.
  9. #9

    Zitat von jumpingjack2 Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder erstaunlich, zu sehen, welches Selbstbewusstsein Menschen haben, die mit keinerlei Wissen gesegnet sind.

    Der Schreiber der oben genannten Zeilen, hat nicht den Schimmer einer Ahnung von medizinischen Zusammenhängen, denn sonst würde er nicht prognostizieren, dass die im Artikel beschriebene Patientin mit Mitte zwanzig "das erste mal krebs" hätte.

    Und wenn wer schon nichts über Tranplantationen.....
    Das Gefühl habe ich auch. Mit einem Spenderorgan und den Unmassen Medikamentengiften, die diese verhindern sollen, kann man ohnehin keinen gesunden Lebenstil mehr pflegen...und über das stark erhöhte Krebsrisiko haben Sie sich sicherlich informiert, bevor Sie Ihren Beitrag schrieben?
    Krebs-Risiko nach Organ-Transplantation doppelt so hoch, 2011