Uni-Dozent als Demo-Panda: Polizisten, schmust mit mir

Jérémie BattagliaIn einem Pandakostüm marschiert der Philosophiedozent Julien Villeneuve auf Studentendemos im kanadischen Québec mit. Der drollige Aufzug soll die Polizei besänftigen. Um seine Studenten zu beschützen, geht Villeneuve zum Liebesangriff über und knuddelt die gepanzerten Ordnungshüter.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...849096,00.html
  1. #1

    Menschen wie Herr Villeneuve sind der Grund dafür, warum ich die Hoffnung in die Menschheit noch nicht ganz begraben habe.
  2. #2

    In Deutschland würde der sofort festgenommen: Zum einen gilt das Vermummungsverbot bei Demonstrationen. Außerdem schützt sein Kostüm gegen Schläge und Elektroschocks der Polizei. Somit trägt er eine Schutzwaffe, die ebenfalls bei Demonstrationen verboten ist.
  3. #3

    Auch in Kanada gilt das Vermummungsverbot, er wurde jedoch noch nicht festgenommen. Erklären Sie mir bitte, wieso das in Deutschland konsequenter durchgesetzt werdne würde.
  4. #4

    Kontraproduktiv

    Der Herr erreicht mit seiner Aktion in meinen Augen genau das Gegenteil von seinem angeblichen Ansinnen.

    Genauso wie die tollen Clowns, die sich hier in Deutschland auf den Linkendemos rumtreiben, ist dies nichts weiter als eine hinterfotzige Provokation der Polizisten. Aber weil er ja so süß (oder im Falle der Clowns: ja so lustig) ist, darf er ja in die Privatsspähre des Polizisten eindringen und diesen gegen seinen Willen knuddeln (er ja ja nicht schnell genug widersprochen) und entwürdigen.

    Nicht, dass ich Polizeigewalt verteidige, diese muss rechtsstaatlich verfolgt werden und es herrscht in dem Bereich noch einiges an Nachholbedarf. Aber diese Clown und der Panda sind nichts weiter als pure Provokation und sind auch noch zu feige, um dazu zu stehen. Lieber versteckt man sich hinter niedlichen Tieren, "lieben" Gesten und "Humor", um dann im Falle einer Reaktion auf die Provokation vom moralisch noch höheren Ross noch viel lauter sich empören zu können.