Erfolgreiche Eigenwerbung: "Investieren Sie in mich, Mr. Roth"

Alizarin WaissbergEine Studienzusage aus New York, aber kein Geld für die Gebühren? Alizarin Waissberg, 25, verzagt nicht, sondern entwirft ein Plakat und startet eine Online-Kampagne in eigener Sache. Ihren Appell richtet sie an einen amerikanischen CEO - und der Millionär antwortet.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...849415,00.html
  1. #1

    Wunderbar einzigartig!

    Diese Geschichte ist wunderbar, einzigartig und zeigt, dass man sich in der Medienbrache, mit dem was diese ausmacht, nämlich WERBUNG, auch in eigener Sache einen Vorteil verschaffen kann.

    Ein Vorbeild ist die junge Dame allerdings nur mit ihrem Mut zur Tat. Wenn jeder moderne junge Mensch so agiert, indem er/sie so hingebungvoll 100% des eigenen Daseins dem Gewinn des Unternehmens verschriebt, bleibem Familienplanung, Freunde usw außen vor. Und ehrlich Facebook bietet, meiner Meinung nach keinen adäquaten "Ersatz" für echte Interaktion mit realen Menschen bei einem Wein oder Bier. Außerdem würde mich mal interessieren, wie man dieses Schema oder diese Idee auf andere wirklich wertschöpfende Branchen erweitern kann. Beispielsweise in der Elektrotechnik?! Sollte ich mich da mit einem eingen entwickelten Handy bewerben? Oder Finanzdienstleistung: Sollte ich erst meinen eigenen Fonds gegründet haben, um bei einer Bank als Trainee aufgenommen zu werden? Die Frage ist, wie kann man zeigen, dass man gut oder außergewöhnlich ist, in dem was man tut. In diesem Fall ist es ja geglückt. Und eine letzte Kritik; Wenn jeder "seinen Status (so) ändert", könnten sich beispielsweise junge Werbedesignerinnen, wie diese hier, auch nicht mehr durch so etwas profilieren.

    Wie gesagt, ich finde diese Geschichte super, aber nicht auf andere oder schon gar nicht alle, die auch mit Web2.0 umgehen, übertragbar. Vielleicht irre ich mich auch und es hagelt gleich an Beispielen, wo das in ähnlicher Weise schon funktioniert hat.
  2. #2

    Gute Aktion

    ... aber bitte: Schuster bleib bei deinem Leisten. Das heißt, dass es bitte nicht ohne Sinn und Verstand auf Branchen außerhalb WERBUNG/DESIGN übertragen werden sollte. Designer und "Werber" dürfen i. d. R. auch Bewerbungsmappen abliefern, die für andere Branchen undenkbar wären: bunt, schrill, schreiend usw - während sich die Unterlagen im Löwenanteil der anderen Branchen quasi immer in einem sehr nüchternen Bereich bewegen müssen; selbst ein zu häufiger Schriftartenwechsel mag bereits störend wirken.
    Naja, und abschließend gesagt: zu einem Art Director muss man's erst einmal bringen um so eine Aktion überhaupt sinnvoll wagen zu können. Aber toll hat sie's gemacht.
  3. #3

    Zitat von Seily Beitrag anzeigen
    Diese Geschichte ist wunderbar, einzigartig und zeigt, dass man sich in der Medienbrache, mit dem was diese ausmacht, nämlich WERBUNG, auch in eigener Sache einen Vorteil verschaffen kann.

    Ein Vorbeild ist die junge Dame allerdings nur mit ihrem Mut zur Tat. Wenn jeder moderne junge Mensch so agiert, indem er/sie so hingebungvoll 100% des eigenen Daseins dem Gewinn des Unternehmens verschriebt, bleibem Familienplanung, Freunde usw außen vor. Und ehrlich Facebook bietet, meiner Meinung nach keinen adäquaten "Ersatz" für echte Interaktion mit realen Menschen bei einem Wein oder Bier. Außerdem würde mich mal interessieren, wie man dieses Schema oder diese Idee auf andere wirklich wertschöpfende Branchen erweitern kann. Beispielsweise in der Elektrotechnik?! Sollte ich mich da mit einem eingen entwickelten Handy bewerben? Oder Finanzdienstleistung: Sollte ich erst meinen eigenen Fonds gegründet haben, um bei einer Bank als Trainee aufgenommen zu werden? Die Frage ist, wie kann man zeigen, dass man gut oder außergewöhnlich ist, in dem was man tut. In diesem Fall ist es ja geglückt. Und eine letzte Kritik; Wenn jeder "seinen Status (so) ändert", könnten sich beispielsweise junge Werbedesignerinnen, wie diese hier, auch nicht mehr durch so etwas profilieren.

    Wie gesagt, ich finde diese Geschichte super, aber nicht auf andere oder schon gar nicht alle, die auch mit Web2.0 umgehen, übertragbar. Vielleicht irre ich mich auch und es hagelt gleich an Beispielen, wo das in ähnlicher Weise schon funktioniert hat.
    ich danke ihnen für ihren typisch deutschen Beitrag, der zwar die Leistung anerkennt aber sie sofort relativiert und meint, das andere das nicht können- nur weil sie selbst es sich nicht zutrauen.

    Im Grunde ist es einfach: Wenn du ein Problem hast, dann unternehme etwas.

    es gibt genug Beispiele, die erfolgreich wurden- ich erinnere an die milliondollar pixel Seite, etc.
  4. #4

    Zitat von thechamelion3@web.de Beitrag anzeigen
    ich danke ihnen für ihren typisch deutschen Beitrag, der zwar die Leistung anerkennt aber sie sofort relativiert und meint, das andere das nicht können- nur weil sie selbst es sich nicht zutrauen.
    Grundsätzliche Zustimmung zu dem, was Sie geschrieben haben. Allerdings ist nicht sooooo typisch deutsch wie Sie das darstellen. Wenn Sie sich 'mal durch einige US-Foren quälen, dann werden Sie sehen, dass es dort nicht viel besser zugeht.

    Der einzige Unterschied ist das Verhältnis negativ/positiv: In Deutschland etwa 90/10 in den USA 30/70.

    Dummheit kennt keine Grenzen.
  5. #5

    interessant, aber keine lösung für die masse

    Mag sein, dass sie damit erfolgreich ist. Aber wenn jeder Student so handeln würde wäre das einfach nur spam.
    Die gesellschaftlichen Ursachen, die hinter dem Problem stecken, werden durch solche Einzelfälle verharmlost und bieten Verfechtern von Studiengebühren und ähnlichem Argumente, wenn auch für halbwegs intelligente Menschen leicht durchschaubare.
  6. #6

    Hm

    Zitat von Seily Beitrag anzeigen
    Diese Geschichte ist wunderbar, einzigartig und zeigt, dass man sich in der Medienbrache, mit dem was diese ausmacht, nämlich WERBUNG, auch in eigener Sache einen Vorteil verschaffen kann.

    Außerdem würde mich mal interessieren, wie man dieses Schema oder diese Idee auf andere wirklich wertschöpfende Branchen erweitern kann. Beispielsweise in der Elektrotechnik?! Sollte ich mich da mit einem eingen entwickelten Handy bewerben? Oder Finanzdienstleistung: Sollte ich erst meinen eigenen Fonds gegründet haben, um bei einer Bank als Trainee aufgenommen zu werden? Die Frage ist, wie kann man zeigen, dass man gut oder außergewöhnlich ist, in dem was man tut. In diesem Fall ist es ja geglückt. Und eine letzte Kritik; Wenn jeder "seinen Status (so) ändert", könnten sich beispielsweise junge Werbedesignerinnen, wie diese hier, auch nicht mehr durch so etwas profilieren.
    Hier geht es doch um 2 Dinge:
    1.) Qualifiziert auffallen
    2.) Dem Unternehme(r/n) ein Angebot machen

    Zu (2) zeigt Sie ein recht extremes Engagement, das könnte man aber 1:1 auf jede Branche übertragen
    (1) ist sicherlich schwierig. Hier geht es doch darum Zeit reinzustecken und das Risiko einzugehen seine eigene Leistung öffentlich zur Schau zu tragen - und möglicherweise sich zum Affen zu machen. Im Technologischen Bereich kann ich mir einiges Vorstellen
    - Patentwürdige Idee zeigen (Jede Fakultät)
    - Als künftiger Ingenieur dem Unternehmen eine Idee für eine relevante Produktverbesserung (Kosten runter und/oder Qualität hoch)bei einem derer Produkte zeigen (Jede Fakultät)
    - Dem Unternehmen ein Wärmebild seines Headquarters zeigen mit Ideen für empfohlenes Energieeinsparpotenzial (für Gebäudetechniker)
    - Das Unternehmen auf Sicherheitslücken hinweisen (Informatiker)
    - ...
  7. #7

    …die ganzen Deppen, die es nichr schaffen

    Das ist ja Klasse!

    So eine Initiative von diesem jungen Ding! Wahnsinn! Wahnsinn!

    Das sollte jeder so machen, das ist der Hammer, es bringt einen voran, es bringt Erfolg, es bringt Kohle…

    Dumm nur, dass sich das jeder Fedl-Wald-und-Wiesen-Facebooknutzer denkt. Und so finden sie sich schon jetzt Das Pendant der gescheiterten Schauspieler, Sänger und Schriftsteller. Mit dem einen Unterschied: Die Welt kennt sie jetzt, die "Deppen". All jene also, die sich auf ihre außergewöhnliche Kreativität besonnen haben und "es" versucht haben, dabei aber nur eine Bruchlandung hinlegten. Pech? Nein, wohl eher Selbstüberschätzung. Denn das WWW generiert über Geschichten wie diese nichts anderes als es Radio, Kino und TV auch getan haben. Der einzige Unterschied ist - wie gesagt: Es ist nun öffentlich und alle können einem beim Scheitern zusehen.

    Viel Spaß im neuen Leben!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Studienzusage aus New York, aber kein Geld für die Gebühren? Alizarin Waissberg, 25, verzagt nicht, sondern entwirft ein Plakat und startet eine Online-Kampagne in eigener Sache. Ihren Appell richtet sie an einen amerikanischen CEO - und der Millionär antwortet.

    Studium an der NYU: Bloggerin Alizarin Waissbergs startet Eigenkampagne - SPIEGEL ONLINE
    Sind die israelischen Universitaeten jetzt wirklich so schlecht, dass man unbedingt fuer eine unbezahlbare Gebuehr an eine private Uni in New York wechseln muss?
    Woraus besteht denn genau der Traum der jungen Dame?
    Naja gut vielleicht liegt es ja auch am Studienfach selber, so dass man hier irgendwie auffallen muss.

    Sollte mich aber ehrlich wundern wenn ihr Erfolg im Leben von der Entscheidung abhaengen sollte in NY zu studieren.
  9. #9

    Zitat von prösus Beitrag anzeigen
    Das ist ja Klasse!
    Find ich auch. Und Scheitern gehoert dazu. Und das Plakat ist sehr gut gemacht! Wenn auch ein paar Hobby-Layouter und Typographen der Baeckerblume wieder etwas finden werden.