Gefährliche Studententrips nach Australien: Down under, ganz unten

REUTERSGut erschlossen, leicht zu bereisen, kaum Kriminalität: So denken viele Studenten über Australien. Sie touren während der Semesterferien mit dem Rucksack durchs Land, trampen und vertrauen Wildfremden - ziemlich leichtsinnig. Denn junge Touristen werden schnell zu Opfern von Überfällen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...844002,00.html
  1. #1

    Auch in Kanada

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gut erschlossen, leicht zu bereisen, kaum Kriminalität: So denken viele Studenten über Australien. Sie touren während der Semesterferien mit dem Rucksack durchs Land, trampen und vertrauen Wildfremden - ziemlich leichtsinnig. Denn junge Touristen werden schnell zu Opfern von Überfällen.

    In Australien drohen jungen Touristen unterschätzte Gefahren - SPIEGEL ONLINE
    Das Gleiche gilt übrigens auch in Kanada. Nicht nur in Grossstädten wie Toronto, sondern beispielsweise an der gesamten Westküste. Autodiebstahl- und einbrüche, Taschendiebstahl und offene Gewalt sind hier praktisch überall an der Tagesordnung. Von der Polizei wird man am Telefon ausgelacht, wenn man ein aufgebrochenes Auto meldet. Die haben da längst aufgegeben. Also: Nie irgendwelche Wertsachen im Auto lassen, die Hand den ganzen Tag lang am Geldbeutel lassen, wenn irgendwie möglich, Hotelsafe nutzen, und sich vorher erkundigen, welche Teile einer Stadt zu meiden sind - und das können sehr grosse Teile sein. Dass man nachts nicht auf unbekanntem Gebiet - womöglich noch alleine - unterwegs ist, versteht sich von selbst.
  2. #2

    optional

    naja, ganz so schlimm ist es nicht. das übliche deutsche mißtrauen reicht vollkommen aus. manche ecken in deutschen großstädten sollte man in der nacht auch meiden und hierzulande parkt man ja auch nicht irgendwo in einer finsteren ecke und legt sich im auto schlafen - in down under genauso. also bitte die kirche im dorf lassen.
  3. #3

    Falsches Bild

    G'day Mate!

    Wie leider so oft bei SPON ist der Artikel recht einseitig geschrieben, überdramatisiert, versucht zu polarisieren und berücksichtigt in keiner Weise jegliche Statistik.

    Bis Dezember war ich selbst 30.000km in Downunder unterwegs, habe paar Nächte in AliceSprings verbracht, bin x000km durchs menschenleere Outback gereist und Wochen lang in KingsCross gelebt. Die Materie ist also bekannt.

    Während die Bürger in Deutschland bei Kontakt mit Fremden panisch in Angst verfallen, reagieren Australier auch gegenüber Ausländern mit hier ungewohnter Freundlichkeit.

    Straftaten dürfen nicht verharmlost werden, aber man muss die Verhältnisse sehen. Diebstahl und auch Raubüberfälle finden überall statt. Bei Millionen von Reisenden in Australien ist es daher lächerlich auf Grund einzelner Fälle solch eine Angst du schüren. Das ist reißerisch und entspricht eigentlich nicht dem Niveau des SPIEGEL.

    Meine Erfahrungen in Hostelzimmern: Ungesicherte und verlassene Laptops und Wertgestände auf 50% der Betten waren keine Seltenheit. Trotzdem kam Diebstahl selten vor, und wenn betraf es nicht die gut verschlossenen oder versteckten Gegenstände.

    Ich würde jederzeit wieder nach Australien fliegen, mit wildfremden Menschen reisen, durchs menschenleere Outback reisen und die australische Mentalität genießen. Nichts fehlt hier in Deutschland so sehr wie die unvoreingenommene Gastfreundschaft der Australier.

    Cheers,
    Christian
  4. #4

    Was soll das werden?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gut erschlossen, leicht zu bereisen, kaum Kriminalität: So denken viele Studenten über Australien. Sie touren während der Semesterferien mit dem Rucksack durchs Land, trampen und vertrauen Wildfremden - ziemlich leichtsinnig. Denn junge Touristen werden schnell zu Opfern von Überfällen.

    In Australien drohen jungen Touristen unterschätzte Gefahren - SPIEGEL ONLINE
    Panikmache? Der Sinn des Artikels schein mir ansonsten nicht ganz aufzugehen...
    Eine gewisse Vorsicht ist sicherlich geboten, aber nicht mehr oder weniger als in anderen Teilen der Welt. Keine Wertsachen im Auto liegen lassen? Das sollte man auch in D tunlichst vermeiden. Ich wunder mich, dass in dem Artikel nicht darauf hingewisen wird, dass das Auto abgeschlossen werden soll.
    Zumal in den meisten Teilen Australiens campen auf der Straße verboten ist. Man sollte sich also für ein paar zusätzliche DOllar einen Campingplatz suchen.

    Ich bin selber durch Australien gereist und kann nur sagen, dass man in den allermeisten Fällen mit gesundem Menschenverstand eine wunderbare Zeit haben wird.
    Natürlich kann man auch mal zur falschen Zeit am falschen Ort sein, aber so wie ich das erlebt habe nicht mehr als in anderen Ländern auch..
  5. #5

    und wieder ein SPON Artikel auf Schülerzeitungsniveau...bin in meinem Leben 7-8 mal in Australien gewesen und auch durch das Outback allein mit dem Fahrrad, und nix ist gewesen mit Überfällen oder ähnlichen.
    Und Alice Springs ist in der Tat in sofern spezial, dass man halt sein Auto in der Hotel Anlage einschliessen muss (wenn dies moeglich ist, was zum Bsp beim YHA aus Platzmangel nicht geht und die Mitarbeiter dort lieber am Computer spielen als die Gäste auf etwaige Gefahren hinzuweisen.
    Nachts sind leider die schwarzen Ureinwohner Australien im Nahe gelegenen Parkplatz unterwegs und brechen alle Autos auf und dies geschieht beinahe nächtlich. (alkohol spielt hier eine grosse Rolle)
    Und die Ermordung von Backpackern am Stuart Highway ist ueber 15 Jahre her und hat in Australien grosses Aufsehen verursacht...Den Australiern ist das alles nämlich keineswegs egal, in der Tat sind sie ein sehr gastfreundliches, an Europa sehr interessiertes Völkchen.
    Alkoholismus ist im Outback ein echtes Problem nicht nur bei den Schwarzen, sondern gerade auch bei den Weißen.
  6. #6

    "Sei vorsichtig", hat meine Mama doch schon immer gesagt

    .. wieder mal mit einem "gut recherchierten"Artikel. Ach ja, Bradley John Murdoch? Das ist schon so lange her, dass ich mich nicht mal an den Namen in der Zeitung richtig erinnere.

    Ich war 1997 als Tourist hier, trampend, von Sydney ueber die Blue Mountains, Broken Hill, Adelaide, Barossa Valley, Ayers Rock, Katherine Gorge, Kakadu National Park, Exmouth, Perth.. schoene Erinnerungen, trampen, wandern, zelten, Bus..

    Beklaut wurde ich mal in Barcelona;-)

    Und seit 2002 lebe ich in Melbourne. Gehe auch mal nachts weg, nach St.Kilda oder oben in Fitzroy, oder halt im CBD.

    Alles in allem so gefaehrlich wie ein Abend in Hamburg oder Berlin, oder wie eine Wandertour durch das noerdliche laendliche Deutschland, welches ja, wie man weiss, auch nur von Mates bewohnt wird;-)

    Ich denke, die Panik ist unpassend. Passieren kann einem ueberall was, und ein bisschen Menschenverstand kann einem nie schaden. Wo ich viele Betrunkene sehe, bin ich schon mal vorsichtig. Ich wuerde auch nicht auf St.Pauli im Auto schlafen wollen..

    Natuerlich trotzdem traurig, wenn einem was passiert. Egal wo.

    Gruss
    Peter
  7. #7

    Kopfgesteuerte

    Das Pflichtfach 'Gesunder Menschenverstand' sollte in deutschen Hochschulen und Unis eingeführt werden, mangels Vorhandensein..
    Man erinnere sich nur an die deutschen Studententrottelltouristen, die vor 2 Jahren zur Weihnachtszeit in Queensland mit einem SUV mitten in einem Gully zum Stehen gekommen sind. Umringt von Krokodilen. Vorher hatten noch Australier gewarnt durch die Furt zu fahren....
  8. #8

    Zitat von Benefit Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man auch mal zur falschen Zeit am falschen Ort sein, aber so wie ich das erlebt habe nicht mehr als in anderen Ländern auch..
    Es geht wohl eher weniger um Panikmache, ich denke es ist eher so das (imho) grade junge Leute zumeist Studenten sehr unbekümmert aufbrechen. Dazu kommt halt das einige Länder dann auch noch als grundsätzlich harmlos und freundlich gelten, wie im Artikel beschrieben, als ob es dort keinerlei Kriminalität geben würde, und sich dann benommen wird wie man es Zuhause oder anderswo nie tun würde.

    Was in dem Artikel beschrieben wurde gilt auch für Länder wie z.B. Irland, viele nehmen auch nicht an das es dort üble Ecken gibt.
  9. #9

    Thanks mate!

    Zitat von starship Beitrag anzeigen
    G'day Mate!

    ...

    Ich würde jederzeit wieder nach Australien fliegen, mit wildfremden Menschen reisen, durchs menschenleere Outback reisen und die australische Mentalität genießen. Nichts fehlt hier in Deutschland so sehr wie die unvoreingenommene Gastfreundschaft der Australier.

    Cheers,
    Christian
    Deiner Einschätzung kann ich nur zustimmen und bedanke mich für Dein am Ende geäußertes Lob bezüglich unserer Gastfreundschaft. :o)

    Der ganze Artikel macht den Eindruck als wäre er unter Verwendung wahllos gesammelter Horrormeldungen und ohne (zeitlichen) Bezug zusammengekloppt worden.

    Zum Beispiel wäre eine Vergewaltigung mit Waffenbedrohung, egal wo auf dieser 'Insel' hier vorgekommen, Thema in den National News und zwar auf allen Kanälen gewesen.
    Entschuldigung, aber ich kann mich nicht erinnern wann das in den letzten Jahren stattgefunden haben soll.

    Fast niedlich war hingegen der Hinweis auf unsere giftigen Schlangen. Hier hätte man mit Hinweis auf richtig gefährliche 'Kritters' richtig auf den Pudding hauen können....


    Cheers