Städtetipp Dresden: Sommer auf den Elbwiesen

dapdPlattenbauten, Radwege, solarbeheizte Freibäder: Wer hat Dresden eigentlich den Namen "Elbflorenz" verpasst? Reisebuchautor Dietrich Höllhuber verrät, was die sächsische Landeshauptstadt der Toskana-Metropole voraus hat - und wo das Eis wenigstens annähernd so gut ist wie in Italien.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...849053,00.html
  1. #20

    Zitat von Onkel Uwe Beitrag anzeigen
    Möglicherweise, weil sich das Bild den Schillergarten bezieht, mit dem die Bildunterschrift beginnt. Wie das "aber" zeigt, soll der zweite Satz wohl eine zum Bild differente Empfehlung abgeben...
    Man sollte aber bei allem Wohlwollen fuer Schiller auch den
    Theodor Koerner nicht vergessen, auf der anderen Seite
    des 'BLAUEN WUNDERS' ist der Koernergarten und DER ist
    ebenso beliebt wie der 'andere' -der liegt naemlich - fuer
    die Loschwitzer - "UEBERELBSCH" und wird von meinem Freund
    "Rolli Buchbach" gemanagt !
  2. #21

    Zitat von f_baer Beitrag anzeigen
    Herr Höllhuber hat leider wenig Ahnung von dem, was er da so erzählt...
    Die Bezeichnung "Elbflorenz" kam im 19. Jahrhundert auf und bezog sich sowohl auf die Lage als auch auf die Kunstsammlungen und die Architektur (Dresdner Barock).
    Und auch die Soljanka hat mit der DDR nichts zu tun sondern war bereits im 19. Jahrhundert ein Teil der ländlichen Küche in Osteuropa.
    Schade, dass hier soviel Unwissen in einer Reiseempfehlung gesammelt wird. Der selbsternannte Dresden-Kenner Höllhuber sollte doch lieber wieder über Mallorca schreiben.
    Ich kann da nur aus meiner Dresden-Erfahrung ( 1990-1999) sagen,
    dass es nur einen Mann gibt, der umfangreich Auskunft geben kann,
    naemlich mein alter Freund " MATZE GRIEBEL ", der fuehrte schon
    so manchen hohen Gast durch Dresden, rauchte mit der Koenigin
    Margarete von Daenemark 'ne Zigarre und mag KEINE soljanka
    sondern eher die beruehmte "DRESDNER EIERSCHECKE "; der Boernie
    von janz wait wech !
  3. #22

    Zitat von f_baer Beitrag anzeigen
    Kommen Sie mal nach Dresden, ich zeige Ihnen gerne die barocke Architektur der Dresdner Altstadt und die Kunstsammlungen, die damals wie heute dafür ausschlaggebend waren, dass Dresden diesen Beinamen bekam.
    Auch das Elbtal ist nach wie vor existent und noch nicht der "Nanotechnologie" zum Opfer gefallen.

    Im historischen Stadtkern, auf den......
    Ich empfehle auch in diesem Punkt die Kontaktaufnahme mit Herrn
    Mathias Griebel (meinem Freund: Matz Griebel aus Oberloschwitz) Er ist
    so sehr Dresdner, dass er mir meine Semesterferien-Ausfluege nach
    Gran Canaria direkt 'uebelnahm' ( Der Sachse bleibt 'daheeme') O-Ton:
    Matz Griebel !!ER ist der emeritierte Direktor des Dresdner Stadtmuseums - hoert und liest das !! mfr.gr.
  4. #23

    Sommer auf den Elbwiesen

    Ich empfehle dringend eine Revison bzw. Neufassung des Interviews !
    Es gibt NUR EINEN, der umfassend ueber Dresden und die Dresdner, ihre
    Kultur und auch ihre Eigenheiten und Vorlieben erzaehlen - nein plaudern kann und dabei immer neue 'Histoerchen'* parat haelt - mein Freund -
    der ehemalige Direktor des Dresdner Stadtmuseums :
    Mathias Griebel aus Oberloschwitz.
    Dieses 'Dresdner Urgestein' hat:
    1. viel erlebt
    2. viel geschafft
    3. eine reiche Erfahrung aus
    4. den unterschiedlichsten Taetigkeiten - ABER IMMER war er
    5. Jaeger und Sammler.
    Wenn D E R sich bereit erklaert, ist Ihnen:
    1. ein 'bunter Abend' sicher
    2. klar - dass Sie ein Dresden-Fan werden muessen
    3. eine ueberaus 'runde' Dresden -Story am Gelingen !
    Mit freundlichen Gruessen
    Bernd-Heinrich Ehlers
    P.S.* er wird Ihnen die Geschichte erzaehlen, was
    Hans-Joachim Ringelnatz auf das Klingelschild der Familie
    Griebel schrieb !!
  5. #24

    Zustimmung

    Zitat von forumgott Beitrag anzeigen
    Gott sei Dank hat der Herr Höllhuber nicht die wirklich tollen Sachen genannt, sondern nur die wo sich sowieso die Touris gegenseitig die Klinke in die Hand geben. Und der Mann wohnt seit Jahren in der Stadt? Ich kanns nicht glauben! Glück gehabt! Bis neulich!
    Wäre ja furchtbar, wenn die ganzen Touris zu uns nach Oberloschwitz kommen. ;-)
  6. #25

    Dresden nicht Elbflorenz?

    Sollte man nicht zumindest einmal in Dresden gewesen sein, bevor man hier mit unangebrachter Kritik um sich wirft? Ich komme selber aus Berlin und muss sagen, dass der Herr oder die Dame, die diesen Bericht hier verfasst hat, leider keine Ahnung von dem hat, was er/sie hier schreibt.
    Dazu muss man auch noch ergänzend sagen, dass ich nie ein großer Fan der ehemaligen DDR war, bin.
    Schade, dass wirklich wunderschöne Städte von solchen "Nichtswissern" zerrissen werden.

    Aber der Herr oder die Dame scheinen zumindest schon einmal in Italien gewesen sein, is doch auch schön. Da gibts bestimmt auch italienisches Eis ;-)
  7. #26

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Dann ist das jetzt Ihre Gelegenheit, dem geneigten Leser dies klarzumachen!
    Wollen wir uns dem mal widmen:
    Dresden bietet viele klassische Ziele für Urlauber, wie die Gemäldegalerien Alte und Neue Meister, erstere besonders momentan mit einer Sonderausstellung zu Raffaels Sixtinischer Madonna, die Rüstkammer, das Grüne Gewölbe und viele kleinere mehr in den historischen Gebäuden an der brühlschen Terasse und Theaterplatz. Der Fürstenzug, ein Groß-Mosaik der Herrscher von Sachsen zu Pferd in zeitlicher Reihenfolge ist dort, zwischen Schloss und Neumarkt auch zu finden.
    Überhaupt die Gebäude wie Frauenkirche, Semperoper, Zwinger und Schloss bei einer Führung zu Fuss in Geschichte und Gegenwart zu erleben ist sehr empfehlenswert.
    Dazu noch Museen wie das neu hergerichtete Militärhistorische Museum oder die technischen Sammlungen, welches auch die Verflechtungen Dresdens mit technischen Entwicklungen der letzten 2 Jahrhunderte zeigt sind sehr empfehlenswert.

    Schloss und Garten Pillnitz sind auch einen Besuch wert, am besten an dieser Stelle wäre schon eine Schifffahrt mit einem Elbdampfer, um auch das Ensemble vom Fluss aus sehen zu können. Dies könnte man aber auch haben, wenn man mit dem Dampfer bis in die Sächsische Schweiz fährt, um die Anlagen der Bastei oder Königsteins zu besichtigen, eigebettet in eine schöne Sandsteinkulisse. Dabei noch zu bemerken wäre die Felsenbühne Rathen, welche in dieser Kulisse Stücke wie Freischütz aber auch Winnetou aufführt.
    Und weil wir gerade beim Indianer sind. Das Karl-May-Museum Radebeul ist natürlich auch gut zu erreichen.

    Für alle, die nicht nur durch Museen laufen möchten, sei noch der Botanische Garten und der Zoo Dresden zu empfehlen. Beide liegen am Rande des Großen Gartens, in dem man gut einen Tag flanieren und die Sonne geniessen kann. Zum anderen ist auch eine (Rad)-Wanderung durch die Dresdner Heide oder eine Fahrt nach Moritzburg zum dortigen Schloss und dem Wildpark immer eine Überlegung wert.

    Wem das nicht genug ist, sei gesagt, er solle allabendlich in der Äusseren Neustadt Dresdens vorbeischauen. Denn dort gibt es dann die größte Abwechslung. Die Dichte an Lokalen verschiedenster Ausprägung, und in mehreren auch immer mal wieder mit Livekonzerten verschiedener Musikrichtungen gewürzt, ist zu viel, um es an nur einem Abend richtig zu erleben.

    Für Liebhaber klassischer Musik oder des Theaters bieten sich einige, auch schon vom Autor genannte, Bühnen, aber auch das Große und Kleine Haus, das Theater der jungen Generation, die Landesbühnen in Radebeul oder die Staatsoperette.
    Für die Herkuleskeule als einer doch nicht ganz unbekannten Kabarettbühne sollte man am besten schon Karten vor dem Urlaub reserviert haben.
    So viel mal dazu, ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen.
  8. #27

    Zitat von spon-facebook-10000299822 Beitrag anzeigen
    ... Als Reisebusfahrer gebe ich mein Bestes, um so viel wie möglich interessierte Menschen aus Bayern nach Dresden zu bringen. Alle waren bisher überwältigt von der Fülle der Kunstsammlungen und der Kultur.
    Jetzt wissen Sie wenigstens, wessen Reisebeschreibungen Sie für Ihre weiteren Touren als Reiseveranstalter getrost im Regal stehenlassen können: die von Herrn Höllhuber. Wer über Dresden derartig "Fundamentales" zum Besten gibt, kann als Reisebuchautor wohl generell nichts taugen.
  9. #28

    Die Bildunterschriften ...

    ... sind auch mit viel künstlerischer Freiheit verfasst.
    IN die Staatskapelle (das Orchester der Oper) kann man wohl ebensowenig gehen wie IN die Dresdner Philharmonie, deren Spielstätte Kulturpalast jetzt erst mal für einen größeren Umbau geschlossen ist.
    Einen "Canaletto" mit der Semperoper wird wohl auch niemand ansehen können: das erste Hoftheather von Gottfried Semper wurde 1838-41 erbaut, Bellotto war da schon rund 60 Jahre tot.
  10. #29

    Dann mal meine Tipps abseits der Touristenströme

    das Cafe mit dem besten Espresso ist das Arabusta am Körnerplatz
    den besen Blick auf die Stadt hat man von den Lingnerterrassen am Lignerschloß
    das beste Eis ist das von Eiscafe Lösch (alternativ Milli Vanilli)
    gut essen kann man ua im Bautzner Tor und im Falschen Hasen
    das Tanzbein schwingt man Donnerstags im Zille oder am WE im Hebedas oder in der Groove Station (da gibt es auch neben dem Ostpol die besten Konzerte - Scheune ist wirklich nicht mehr der Bringer was das betrifft)
    und für ein gepflegtes Bier gibts das Oosteinde, das Trotzdem oder das Lebowski
    außerdem lohnt es sich einfach ne Decke zu schnappen und sich auf den Aalaunplatz oder die Elbwiesen zu legen
    Es ist ja nicht nur das innerstädtische Angebot, was diese Stadt so attraktiv macht, auch die Umgebung hat ihren Reiz: eine Fahrt mit dem Lößnitzdackel, der Weihnachtsmarkt auf der Festung Königsstein oder Eislaufen auf dem Moritzburger Schloßsee sind unvergesslche Erlebnisse.
    Leider werde ich die Stadt nach 16 Jahren verlassen müssen. Ich hoffe nur, dass ich bei meiner Rückkehr nicht so viel von dieser ekelhaften Investorenarchitektur (die es auch vis-a-vis zur Frauenkrche gibt) vorzufinden.