Sollte das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gelten?

CDU-Abgeordnete machten sich dafür stark, homosexuellen Paaren dieselben Steuerprivilegien wie Eheleuten zu gewähren. Und sie bekamen prominente Unterstützung. Familienministerin Schröder begrüßt den Vorschlag, mit Verweis auf konservative Werte. Sollte das Ehegattensplitting also auch für homosexuelle Paare gelten?
  1. #1

    Kirche im Dorf lassen

    Das Ehegattensplitting dient der Förderung von Familien.Eine Familie besteht aus Papa,Mama -und - Kind !Trotz aller tollen Angebote vornehmlich in Großunternehmen (und die beschäftigen immer weniger ! ) ist das Kinderkriegen immer noch ein finanzieller und für die Frau auch eindeutig beruflicher Nachteil !
    Gegenargument :Was ist mit den Paaren , die sich keine Kinder wünschen ?
    Nun ,das müßte diskuttiert werden -aber Förderung zielt auch gerade auf diese Gruppe ab ,um sie für Familie zu gewinnen !
    Gegenargument :Sollen nicht auch Homosexuelle Kinder haben ?
    Kommt in der Praxis selten vor ,speziell bei Männern !
    Bliebe die Änderung des Adoptionsrechts.
    Wie sich das auf die Kinder auswirkt ,die bei homosexuellen Eltern aufwachsen kann niemand voraussagen. (Die Statistik funktioniert erst bei Zahlen >> 1000 )
    Kann funktionieren oder nicht ! Müßte man als Feldversuch mit einigen tausend Leuten probieren ! Probieren - mit einigen tausend Kindern- Versuchskaninchen ! Menschen !
    Sehr seltsam für eine Gesellschaft die sonst kein Risiko eingehen will .
  2. #2

    Zitat von heinzko Beitrag anzeigen
    Das Ehegattensplitting dient der Förderung von Familien.Eine Familie besteht aus Papa,Mama -und - Kind !Trotz aller tollen Angebote vornehmlich in Großunternehmen (und die beschäftigen immer weniger ! ) ist das Kinderkriegen immer noch ein finanzieller und für die Frau auch eindeutig beruflicher Nachteil !
    Kleine Ergänzung: Eine Ehegatten-Familie besteht aus Papa und Mama, die geheiratet haben. Das heißt, sie haben standesamtlich und evtl. kirchlich zugesagt und unterschriftlich bekundet, dass sie zusammen bleiben wollen, manche bis dass der Tod sie scheidet. Und das ist für die Steuerbehörde eine amtliche Bedingung, Steuervorteile zu gewähren. Eheschließung ist viel mehr als nur ein Paar, eine Freundschaft, eine Partnerschaft, eine Gemeinschaft, eine WG usw. und., die ausdrücklich deswegen eingegangen werden, um sich ggf. sofort wieder trennen zu können, während Ehepaare ihre Trennung vor einem Gericht ausführlich organisieren müssen, was wiederum zu anderen Voraussetzungen für die Einkommensbesteuerung führt. Welchen Rang nehmen in diesem Zusammenhang "homosexuelle Paare" ein?
  3. #3

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Welchen Rang nehmen in diesem Zusammenhang "homosexuelle Paare" ein?
    Homosexuelle Paare dürfen doch heiraten, oder ?

    Wo ist denn da das Problem zwei gleichgeschlechtliche und zwei verschieden geschlechtliche verheiratete Paare gleich zu behandeln ?

    Wenn nicht verheiratete verschieden geschlechtliche zusammen lebende Paare steuerliche Vorteile genießen dann müssen gleichgeschlechtliche Paare auch gleich behandelt werden.

    Vielleicht verstehe ich hier etwas nicht richtig und bitte um Aufklärung.

    Soweit sehe ich jedenfalls überhaupt keinen Grund eine große Diskussion anzuzetteln.
  4. #4

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Homosexuelle Paare dürfen doch heiraten, oder ?

    Wo ist denn da das Problem zwei gleichgeschlechtliche und zwei verschieden geschlechtliche verheiratete Paare gleich zu behandeln ?

    Wenn nicht verheiratete verschieden geschlechtliche zusammen lebende Paare steuerliche Vorteile genießen dann müssen gleichgeschlechtliche Paare auch gleich behandelt werden.

    Vielleicht verstehe ich hier etwas nicht richtig und bitte um Aufklärung.

    Soweit sehe ich jedenfalls überhaupt keinen Grund eine große Diskussion anzuzetteln.
    Also, ich war es nicht, der die Diskussion "angezettelt" hat. Es sollen staatliche Finanzmittel den gleichgeschlechtlichen Paaren zugebilligt werden. Da stellet ich eine einfache Frage; und ob homosexuelle Paare heiraten dürfen oder es auch tatsächlich tun, das ist zunächst ein Unterschied.

    "Aufklärung" kann ich Ihnen leider nicht geben, da für mich schon genügend offene Fragen bestehen.
  5. #5

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Also, ich war es nicht, der die Diskussion "angezettelt" hat. Es sollen staatliche Finanzmittel den gleichgeschlechtlichen Paaren zugebilligt werden. Da stellet ich eine einfache Frage; und ob homosexuelle Paare heiraten dürfen oder es auch tatsächlich tun, das ist zunächst ein Unterschied.

    "Aufklärung" kann ich Ihnen leider nicht geben, da für mich schon genügend offene Fragen bestehen.
    Yep. Eine späte Sommerlochpausendiskussion angezettelt von Westerwelle und Wowereit & co.

    Im ernst mal. Heutzutage gibt es wohl keinen Grund gleichgeschlechtliche Paare unterschiedlich zu verschiedengeschlechtlichen Paaren zu behandeln. Das deckt es eigentlich ab was ich dazu meine.
    Schönen sonnigen Sonntag noch.
  6. #6

    Tropfenfänger

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Yep. Eine späte Sommerlochpausendiskussion angezettelt von Westerwelle und Wowereit & co.

    Im ernst mal. Heutzutage gibt es wohl keinen Grund gleichgeschlechtliche Paare unterschiedlich zu verschiedengeschlechtlichen Paaren zu behandeln. Das deckt es eigentlich ab was ich dazu meine.
    Schönen sonnigen Sonntag noch.
    Wenn Sie "Heutzutage" schreiben sparen Sie wahrscheinlich den Bereich des Bürgerrechts aus, der ja tatsächlich bis auf zwei drei Rechtsgebiete endlich zu weitgehender Gleichbehandlung auch für diesen Personenkreis geführt hat und zuvor gerne als Ursache für verschiedene Formen von Diskriminierungen diente.
    Bleibt also noch das, was überhaupt so in diesem Land alles so gefördert wird. Mein Vorschlag: Alles streichen!
    Populäre Politiker sind heute die mit der Gießkanne und wir mutieren zu ihren Tropfenfängern. (eigentlich ein cleveres Geschäftsmodell)
  7. #7

    Sollte das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gelten?

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Kleine Ergänzung: Eine Ehegatten-Familie besteht aus Papa und Mama, die geheiratet haben. Das heißt, sie haben standesamtlich und evtl. kirchlich zugesagt und unterschriftlich bekundet, dass sie zusammen bleiben wollen, manche bis dass der Tod sie scheidet. Und das ist für die Steuerbehörde eine amtliche Bedingung, Steuervorteile zu gewähren. Eheschließung ist viel mehr als nur ein Paar, eine Freundschaft, eine Partnerschaft, eine Gemeinschaft, eine WG usw. und., die ausdrücklich deswegen eingegangen werden, um sich ggf. sofort wieder trennen zu können, während Ehepaare ihre Trennung vor einem Gericht ausführlich organisieren müssen, was wiederum zu anderen Voraussetzungen für die Einkommensbesteuerung führt. Welchen Rang nehmen in diesem Zusammenhang "homosexuelle Paare" ein?
    Sie irren sich! Eine "Familie" besteht immer - auch steuerrechtlich - aus mindestens 3 Personen. Man heiratet, um eine Familie zu "gründen" , das heißt, man macht sich ein Kind (mindestens) sonst ist man halt ein Ehepaar. Viele Ehepaaren denken aber nicht daran eine Familie zu gründen und so sollte man bei eheähnlichen Verhältnissen (2 Männer oder Frauen können schlecht eine Familie gründen - nur mit fremder Hilfe und wenn es Spermien sind , die eingesetzt werden -) aber der Freibetrag für Nur- Ehepaare sollte aus Gleichheitsgründen , auch Schwulen oder Lesben, die verheiratet sind, zugestanden werden.
    Allerdings sind Schwule ,Lesben und auch Gleichgeschlechtliche, die sich auf der der Straße ablecken oder bei der Schwulenparade eklig benehmen offensichtlich nicht als Eltern geeignet. Da gehört ein bißchen mehr zu. Ein Kind entwickelt sonst keinen Respekt vor den Eltern.
  8. #8

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Sie irren sich! Eine "Familie" besteht immer - auch steuerrechtlich - aus mindestens 3 Personen.
    Liebe Frau annemarie, leider irren Sie sich auch!

    Steuerrechtlich haben schon "NUR" 2 Familienmitglieder unter Umständen mal bessere und einmal schlechtere Steuerklassen- dies zu Ihren "mindestens".
  9. #9

    Zeitgeist??

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Sie irren sich! Eine "Familie" besteht immer - auch steuerrechtlich - aus mindestens 3 Personen. Man heiratet, um eine Familie zu "gründen" , das heißt, man macht sich ein Kind (mindestens) sonst ist man halt ein Ehepaar. Viele Ehepaaren denken aber nicht daran eine Familie zu gründen und so sollte man bei eheähnlichen Verhältnissen (2 Männer oder Frauen können schlecht eine Familie gründen - nur mit fremder Hilfe und wenn es Spermien sind , die eingesetzt werden -) aber der Freibetrag für Nur- Ehepaare sollte aus Gleichheitsgründen , auch Schwulen oder Lesben, die verheiratet sind, zugestanden werden.
    Allerdings sind Schwule ,Lesben und auch Gleichgeschlechtliche, die sich auf der der Straße ablecken oder bei der Schwulenparade eklig benehmen offensichtlich nicht als Eltern geeignet. Da gehört ein bißchen mehr zu. Ein Kind entwickelt sonst keinen Respekt vor den Eltern.
    Verehrte Geschlechtsgenossin,
    da haben Sie sich aber mal richtig reingehangen.
    Sind Sie nicht mit mir der Meinung, dass in allen Konstellationen gesellschaftlichen Lebens, Menschen auf's Widerlichste - Ethik, guten Geschmack und zivilisiertes Verhalten hinter sich lassen?
    Dass leibliche Eltern ihre Kinder vernachlässigen, ihre kleinen Seelen durch abartiges Verhalten irreparabel zerstören?
    Woran bitte machen Sie fest, ob und wann Kinder Respekt entwickeln dürfen?
    Übrigens geht's im Steuerrecht um Ehegattensplitting, da ist von Kindern keine Rede.