Randale bei Facebook-Party: Gericht spricht Jugendliche frei

dapdEin kurzer Klick, der manchmal außer Kontrolle gerät: Polizei und Behörden versuchen verzweifelt, Facebook-Partys zu unterbinden. Im Saarland sollten Jugendliche ein Bußgeld zahlen, weil sie bei einem Fest angeblich randaliert haben. Dagegen klagten sie nun - erfolgreich.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...849430,00.html
  1. #1

    Typisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein kurzer Klick, der manchmal außer Kontrolle gerät: Polizei und Behörden versuchen verzweifelt, Facebook-Partys zu unterbinden. Im Saarland sollten Jugendliche ein Bußgeld zahlen, weil sie bei einem Fest angeblich randaliert haben. Dagegen klagten sie nun - erfolgreich.

    Jugendliche nach Eskalation bei Facebook-Party freigesprochen - SPIEGEL ONLINE
    Die Allgemeinheit soll für die Dummheit anderer bezahlen
    Da gibt es mittlerweile viele Beispiele in Deutschland.

    Was auch seltsam ist:
    Wenn für die Sicherheit mehr Polizeistreifen gefordert werden
    (speziell am WE) fehlt angeblich Personal. Bei Facebook Parties gibt es
    plötzlich Personal im Überfluss und es findet sich fuer den Einsatz
    sogar noch ein Hubschrauber.

    Ich habe dem Land zum Glück den Rücken gekehrt .....
  2. #2

    Beim nächsten mal wird sich per SMS oder Telefon verabredet

    und dann will die Polizeigewerkschaft vermutlich den Mobilfunkbetreiber oder die Telekom zur Kasse bitten...clevere Idee !!
  3. #3

    Falscher Ansatz ?

    Ich mag Facebook wirklich nicht, benutze es auch nicht.
    Die Aussage, daß es an der Medienkompetenz fehlt, kann ich aber durchaus nachvollziehen. Warum sollte ein dußliges soziales Netzwerk für die noch größere Dußligkeit seiner Benutzer aufkommen?
  4. #4

    Facebook haftet automatisch mit

    Es stimmt, Facebook sollte hier einmal zur Rechenschaft gezogen werden, denn der gemeine Bürger weiß nicht was für eine öffentliche Veranstaltung notwendig ist und welche Kosten und Verantwortung auf ihn zukommen, nur weil er einen Klick verwechselt:
    - Gema Gebühren,
    - Sicherheitskonzept
    - Rettungsmaßnahmen und Rettungskräfte
    - Genehmigung der Verwaltung durch die Kommune
    - Versicherungen für die Veranstaltung
    - Hygienevorschriften einhalten
    - Brandschutz
    - Jugendschutzauflagen
    - ...
    Das alles hat nichts mit mehr mit der allgemeinen Medienkompetenz tun, sondern mit besonderen Verantwortungsaufgaben, welche der einfache Nutzer von Facebook nicht wahrnehmen kann und nicht versteht. Wer überwacht das Jugendschutzgesetz bei solchen Veranstaltungen?
    Hier ist es meine Meinung, dass Facebook definitiv Kontrollmechanismen einbauen muss, damit derjenige der den falschen Hacken setzt auch weiß auf was er sich einlässt oder besser nicht. Solange Facebook keine Kontrollmechanismen eingebaut hat, sind Sie genauso haftbar.

    PS.: Auch Fußballvereine bezahlen für ihre Ordner - die Polizei sorgt dafür, dass die öffentliche Ordnung eingehalten wird - aber zuerst kommen die eigenen Ordner des Vereins.
  5. #5

    Beweise verschlampt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein kurzer Klick, der manchmal außer Kontrolle gerät: Polizei und Behörden versuchen verzweifelt, Facebook-Partys zu unterbinden. Im Saarland sollten Jugendliche ein Bußgeld zahlen, weil sie bei einem Fest angeblich randaliert haben. Dagegen klagten sie nun - erfolgreich.

    Jugendliche nach Eskalation bei Facebook-Party freigesprochen - SPIEGEL ONLINE
    Vor dem Hintergrund der unzulänglichen Rechtslage, die das Facebook-Problem schlecht abdeckt, ist in diesem konkreten Einzelfall wohl bei der Beweissicherung geschlampt worden. Schade. Wer durch nächtliches Randalieren am Schlafen gehindert wird sollte sich schon die Mühe machen, sich die Randalierer genauer anzusehen, sich Gesichter zu merken und sie zu fotografieren damit der Strafantrag Aussicht auf Erfolg hat.
  6. #6

    Teure Partys

    Ich bin nicht Mitglied von Facebook und weiß daher nicht wie leicht oder schwer es ist, zu einer öffentlichen Party einzuladen. Technische wäre es aber für Facebook möglich, unbeabsichtigte öffentlichen Einladungen zu unterbinden. So könnten vor einer öffentlichen Einladung l Popup-Fenster mit diversen Fragen erscheinen. "Wollen Sie wirklich eine öffentliche Party veranstalten? Wird auf der Party Musik gespielt? Haben sie die Party bei der GEMA angemeldet (Die Gebührenliste der GEMA wird eingeblendet!!)? Haben sie die Party bei dem Ordnungsamt angemeldet? Haben sie Vorkehrungen für den Gesundheits-, Feuer- und Lärmschutz getroffen?" Sollte Facebook seine Bedienung nicht entsprechend ändern, wäre in der Tat eine Mithaftung mit Schadenersatzansprüchen zu prüfen. Das muss dann aber in ein Gesetz verankert werden! Freiwillige Selbstverpflichtungen von Unternehmen haben in der Vergangenheit noch nie zum Ziel geführt. Außerdem ist Facebook ja laut Bürsengang mindestens 100 Milliarden Dollar wert. Davon können die doch locker 10 Milliarden für die Einsätze von Polizei, Feuerwehr usw. in Deutschland abzweigen. Ich habe jedenfalls keine Lust, für öffentliche Facebook-Partys Steuern zu zahlen.
  7. #7

    Mitschuld

    Wer bei der Bundeswehr seinen Spint offen stehen lässt, und damit einen Kameraden zum Diebstahl einlädt, macht sich mitschuldig. Es ist richtig, dass der Dieb die Schuld nicht einzig auf den unvorsichtigen Kameraden schieben kann. Er hat den Einbruch ja schließlich aktiv begangen. Trotzdem ist der unvorsichtige Kamerad mitschuldig. Er hat die Grundlage gelegt. Facebook lässt es zu, dass solche Feiern ins Netz gestellt werden können. Also trifft Facebook eine Mitverantwortung.
  8. #8

    optional

    Es ist schon eine Frechheit das die Polizei Facebook Parties verbietet. Welche Grundlage gibt es dafuer anreisende Teilnehmer polizeilich zu verhoeren und dann gewaltsam abzufuehren!!!

    Ich bin keine Facebook fan, aber das geht nun wirklich zu weit.
  9. #9

    Bessere Beweissicherung für mehr Gerechtigkeit

    Das zeigt, wie wichtig eine ordentliche AV-Beweissicherung ist. Die Polizei soll in allen Einsätzen offizielle Audio-/Videoaufnahmen machen dürfen. Zu diesem Zweck sollen auch Drohnen angeschafft werden. Die Datenerfassung ist ordnungsgemäß zu protokollieren und Datenschutz + Informationssicherheit sollen möglichst gewahrt werden. (imho)