Abschlussfeier-Ansprachen: Lasst uns übers Abi reden

Dave RamchurnAbitur - was sag ich nur? Jedes Jahr zerbrechen sich Abiturienten im ganzen Land die Köpfe darüber, welche Rede sie auf der Abschlussfeier halten sollen. Dabei könnten sie doch einfach ein Lied singen oder was von ausgestorbenen Dickhäutern erzählen. Hier sind drei gelungene Ansprachen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...842551,00.html
  1. #1

    Den Rap oder so eine Rede wie die von Emily hätte ich als Abiturient nie hinbekommen, und ich behaupte mal auch keiner meiner MitschülerInnen. Wir waren damals (1990) vergleichsweise arrogant oder innerlich überheblich. Mir gefällt, wie ein (wie mir scheint nicht ganz kleiner) Teil des heutigen Abiturientennachwuchses ein gewisses Maß an Realismus oder gar Bescheidenheit zeigt und dabei auch mal Unsicherheit zugeben kann.
  2. #2

    Großartig!

    Alle drei Abi-Reden sind kreativ, selbstkritisch, reflektiert, down to earth. Qualitativ meilenweit über der mediokren Abschlussrede, die eine Mitschülerin 1986 bei meinem Abi hielt. Bei solchen jungen Menschen ist mir um unsere Zukunft nicht bang. Ich wünsche allen vier viel Erfolg, viel Spaß und viele neue Erfahrungen beim Erobern der Welt!
  3. #3

    .

    würdevoll in ein Leben nach der Schule?
    Das klingt, als ob es um Sterbehilfe geht...
  4. #4

    optional

    Den Reden entnehme ich, dass die Welt weiterhin so erhalten bleibt, wie sie immer war. Das ist beruhigend.
    Es ist aber auch erkennbar, dass die heutigen Abiturienten alle unsere Fehler und Irrtümer begeistert wiederholen werden und wir mit. Das wird sechsundvierzig Jahre nach dem eigenen Abitur langsam anstrengend.
  5. #5

    Nicht schlecht

    Die etwas weinerlichen Reden...naja...

    Aber der Rapper hat's drauf, der kann kann sein Hobby zum Beruf machen und eigentlich sofort bei den Söhnen Mannheims einchecken.
  6. #6

    optional

    Kann man nicht auch einmal einen Bericht über eine Abschlussfeier einer Haupt- oder Realschule machen? Ich finde dieses ständige Hochstilisieren des Abschlusses "Abitur" und dieses ganze Drumherum, was von den Beteiligten eh nur aufgebauscht wird, einfach nur noch peinlich. Es kommt mir vor, als ob in Deutschland nur noch Abiturienten, Studenten und Hipster rumlaufen, und alles andere "out", bzw. nicht lebenswert ist. Schon mal an soziale Ungerechtigkeiten gedacht? Ich kenne Menschen, die im Leben keine Uni von innen sehen werden; nicht etwa, weil sie es intellektuell nicht drauf hätten, sondern weil die Alten einfach keinen Wert drauf legen und somit den Geldhahn zudrehen. DAS ist die Realität. DAS ist unsere Bildung. Wenn Mama und Papa Arzt, Lehrer, Architekt oder weiß der Geier was sind, werden die ihre Blagen auch bis zum Erbrechen aufs Gymi schicken, selbst wenn es (und das gibt es auch!) der Intellekt des Kindes einfach nicht ausreicht. Aber ein Kind aus einer Akademikerfamilie ohne Abitur? In unserer Gesellschaft undenkbar, weil: Alles andere ist ja nahezu asozial.

    Ach so, bevor die großen Buhrufe kommen: Ich habe Abitur, studiere und meine Eltern haben beide einen Hauptschulabschluss. Es geht also auch anders, ist aber eher die Ausnahme.
  7. #7

    ja klar

    dann soll die Junge Dame halt in einer Tonne hocken und Diogenesa spielen. Aber sie sollte nicht anderen einreden, dass man immer machen kann, worauf man lust hat. Das Leben ist nicht immer fair und nimmt auch selten Rücksicht. Wer sich nicht entmutigen lässt kann aber seine Chancen nutzen. Ein Reifezeugnis hat nicht automatisch auch Reife zur Folge. In der Serie "Die Straßen von Berlin" wurde mal ein bemerkenswerter Satz geprägt: "Ich weiß zwar, dass Sie Abitur haben, aber das ist anscheinend noch keine Garantie für gar nichts".