Gefährlicher Diabetes: Warum Schwangere auf ihre Pfunde achten sollten

DPASchwanger und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Viele werdende Mütter unterschätzen die Gefahr einer übermäßigen Gewichtszunahme. Sie riskieren nicht nur einen Schwangerschaftsdiabetes und Leiden wie Bluthochdruck: Ein zu hoher Zuckerspiegel kann zu erheblichen Geburtskomplikationen führen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...846719,00.html
  1. #1

    Als Betroffene

    bin ich wirklich geschockt über den Unsinn, der in diesem Artikel steht. Schwangerschaftsdiabetis kann sicher frühestens in der 20 SS-Woche diagnostiziert werden, vorher macht den Test normalerweise kein Arzt. Ursächlich ist keineswegs das Essen, sondern die Tatsache, dass die SS-Hormone die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion einschränken. Bei mir wurde das in der 26. SS-Woche diagnostiziert. Ich hatte zwar zuviel zugenommen (obwohl ich ganz normal gegessen hatte) aber nicht deshalb wurde das untersucht, sondern weil mein Kind zu groß war. Anfangs bekam ich das mit Ernährungsumstellung noch gut in den Griff, später musste ich Insulin spritzen, bis zu 4mal am Tag (weil der Körper mit fortschreitender SS mehr Hormone produziert). Am Tag nach der Geburt war mein Zuckerspiegel wieder normal und ist es bis heute... Wenn die Ernährung die Ursache gewesen wäre, hätte ich heute noch Diabetis, da ich mich genauso wie vor und während der ersten Wochen meiner SS ernähre.

    Nicht jede Frau, die zuviel zunimmt, bekommt SS-Diabetis. Und falsche Ernährung ist auch nicht die Ursache dafür.
  2. #2

    Und wieder nur die halbe Wahrheit!

    Natürlich stimmt das meiste in dem Artikel, aber da Insulin durch Kohlenhydrate jeder Art ausgeschüttet wird sollte man genau da ansetzen! Anstelle von einer Ernährung mit "...Viel Vollkorn und Obst..." sollte man genau das nicht tun! Der Körper der Frau stellt sich in der Schwangerschaft auf Ketose um, erzeugt also einen potenten Ersatz für Kohlenhydrate und alle zusätzlichen Kolenhydrate wandern dadurch "unbesehen" in die Fettdepots! Genau durch diesen Mechanismus droht eine Insulinresistenz und die "Diabetis" ...

    Viel Besser ist einer Ernährung mit einem Fokus auf Fett und Eiweis und nur wenig Kohlenhydraten! Das bedeutet nicht das gar keine Kohlenhydrate gegessen werden dürfen, aber eben eher weniger als normal. Fett und Eiweis machen schneller und länger satt! Dann wird die natürliche Regulation des Hungers besser unterstützt. Seefisch, Nüsse, Fleisch, Gemüse... dazu als Beilage eine Kartoffel, ein großer Löffel Reis und als nachtisch ein Apfel ... das ist mit Sicherheit die bessere Ernährung (wenn man kein Vegetarier/Veganer ist)
  3. #3

    Ärzte und Ernährung...

    Dabei denken die Ärzte nicht nur an weniger Kalorien, sondern auch an reichlichen Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse
    1. Vollkornprodukte
    The most digestible is amylopectin A, the form found in wheat. Because it is the most readily digested by amylase, it is the form that increases blood sugar most vigorously. This explains why, gram for gram, wheat increases blood sugar to a much greater degree than, say, chickpeas, kidney beans, or sweet potatoes-even though they are all "complex" carbohydrates.
    Da gefühlt 90% der erwerbbaren Vollkornprodukte aus Weizenvollkorn bestehen, versucht man also Leuten, die sowieso schon Probleme mit dem Blutzucker haben, diesen noch mehr Achterbahn fahren zu lassen? (Vermehrter Hunger, Erschöpfungszustände, Unruhe - bestimmt alles wonach sich eine Schwangere (und auch Übergewichtige allgemein) sehnen)

    2. Obst
    Fructose, Fructose, Fructose! Die Leber freuts...
    3. Gemüse
    1 Punkt für die Ärzte!
    Die Mühe lohnt sich: Wird ein GDM rechtzeitig erkannt und gut behandelt, nimmt das Ganze für Mutter und Kind doch noch ein gutes Ende.
    Neben den Fehlinformationen darf natürlich das Schüren von Ängsten nicht fehlen.
  4. #4

    DiabetEs...

    Es heisst Diabetes, nicht Diabetis...hat nix mit Sevilla zu tun ;-)
  5. #5

    Zitat von aziraphale88 Beitrag anzeigen
    bin ich wirklich geschockt über den Unsinn, der in diesem Artikel steht. Schwangerschaftsdiabetis kann sicher frühestens in der 20 SS-Woche diagnostiziert werden, vorher macht den Test normalerweise kein Arzt. Ursächlich ist keineswegs das Essen, sondern die Tatsache, dass die SS-Hormone die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion einschränken.
    Diesen Aussagen kann ich nur eingeschränkt zustimmen.
    Den Schwangerschaftsdiabetes kann man schon ab Beginn der Schwangerschaft diagnostizieren, die entsprechenden Untersuchungen werden bei vorbelasteten Frauen auch so früh durchgeführt und in regelmäßigen Abständen wiederholt.
    Vorbelastet sind z.B. Frauen mit einer Insulinresistenz und/oder PCOS, da diese ein deutlich höheres Risiko haben, an Gestationsdiabetes zu erkranken.
  6. #6

    Es langt!

    Wenn man sich heute anschaut, mit wie vielen Ge- und Verboten eine Schwangere heute torpediert wird (iss das nicht, mach Sport, ruh dich aber auch aus - sehr lustig, wenn schon ältere Kinder da sind - bereite dich seelisch auf die Geburt vor...), dann möchte man echt wissen, wie die Frauen in früheren Generationen es geschafft haben, Kinder zu bekommen!
    Mädels - lasst Euch nicht verrückt machen! Wenn Ihr mal Lust auf einen Döner oder einen Eisbecher habt, dann esst ihn!
  7. #7

    Da mein Beitrag nicht gebracht wurde, gehe ich mal von aus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwanger und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Viele werdende Mütter unterschätzen die Gefahr einer übermäßigen Gewichtszunahme. Sie riskieren nicht nur einen Schwangerschaftsdiabetes und Leiden wie Bluthochdruck: Ein zu hoher Zuckerspiegel kann zu erheblichen Geburtskomplikationen führen.

    Schwangerschaftsdiabetes: Komplikationsrisiko für das ungeborene Kind - SPIEGEL ONLINE
    dass hier bei Ihnen (also spiegel-online) als Jpurnalisten wohl die "Werte" der Pharmaindustrie zum Ausdruck kommen, wobei ich Ihnen definitiv keine böse Absicht unterstelle, aber das Unwissen über schwangere Zustände ist schon sehr bemerkenswert und somit natürlich kein Zoll wert als Kraft für eine Pharmaindustrie um deren Einfluss zu entkräften.
    Es ist schon bemerkenswert.
  8. #8

    Warum eigentlich ein Artikel?

    Das sollte der behandelnde Arzt im Griff haben. War bei meiner Frau auch so. Irgendwann hieß es: kein Zucker mehr (Obst!), weiter normal ernähren, lieber Fleisch, Fisch und Gemüse als Brot, Nudeln und Kartoffeln.

    Dann war die extreme Gewichtszunahme stark verlangsamt und unsere Tochter kam einen Tag nach dem errechneten Termin natürlich mit 3.550g (also exakt Normgewicht) zur Welt ...
  9. #9

    Dem kann ich nur uneingeschränkt

    Zitat von hojas Beitrag anzeigen
    Wenn man sich heute anschaut, mit wie vielen Ge- und Verboten eine Schwangere heute torpediert wird (iss das nicht, mach Sport, ruh dich aber auch aus - sehr lustig, wenn schon ältere Kinder da sind - bereite dich seelisch auf die Geburt vor...), dann möchte man echt wissen, wie die Frauen in früheren Generationen es geschafft haben, Kinder zu bekommen!
    Mädels - lasst Euch nicht verrückt machen! Wenn Ihr mal Lust auf einen Döner oder einen Eisbecher habt, dann esst ihn!
    ZUSTIMMEN!
    Die größte Gefahr einer Schwangerschaft sind die unausgegorenen Wissensstände der ständig technisch überwachbaren Zustände in Din und Norm, wobei das eben in einer Schwangerschaft immer noch nicht wahr bestimmt werden kann.
    Vielleicht ist das in unschwangeren Zuständen genauso.