Literatur - Was lohnt es noch zu lesen?

Bücher sind populär, über Bücher wird gestritten, manchmal werden Bücher noch verboten, sogar im Fernsehen erzielen Literatursendungen ("Lesen!") nach wie vor ansehnliche Quoten. Gute Zeiten für belletristische Literatur? Oder haben es literarische Texte heute schwerer denn je, inmitten der PR-Gewitter ihr Publikum zu finden? Gibt es noch die Lust auf den unbekannten Text oder ist gängige Literatur fast nur noch leicht verdauliche Häppchenware für Party-Smalltalk?
  1. #1

    Es lohnt sich auf jeden Fall die Klassiche Literatur zu lesen.
  2. #2

    Zitat von Ion
    Es lohnt sich auf jeden Fall die Klassiche Literatur zu lesen.
    Na, da haben Sie aber einiges zu tun.

    Wer nicht so viel Zeit hat, sollte einfach mal darüber lesen, was er noch nicht weiß. Das kann ein Sachbuch oder etwas Belletristisches sein.

    Eine gute Idee ist es, sich von einem klugen Bekannten ein Buch empfehlen zu lassen, von dem dieser glaubt, dass es einem gefallen könnte.
  3. #3

    lesen lohnt sich immer

    und es ist prinzipiell egal, was man liest, hauptsache es macht spass, der Kopf arbeitet mit und somit auch etwas hängen bleibt. Für mich ist die Frage fast so unsinnig, wie: lohnt es sich noch heutzutage mit jemand zu reden. Literatur ist Kommunikation!
  4. #4

    "Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik, Musik ist das Beste." - Frank Zappa

    "Und Literatur auch!" möchte man dem lieben Frank, Gott hab ihn selig, zurufen!

    Ob Sachbuch oder Belletristik- wie könnte man auf dieses
    Schatzkästlein verzichten?

    Musik und Bücher, ich würde vollkommen abstumpfen,
    müßte ich darauf verzichten.
    Allerdings muß ich gestehen, das schwierige Musik
    leichter zu konsumieren scheint, als schwierige Literatur.
    Stockhausen kann man auch beim Abspülen hören, aber
    Dieter Fortes "Der Junge mit den blutigen Schuhen"
    liegt immer noch angelesen herum, während Stephen Kings
    "Dunkler Turm" Erguss in nächtlichen Wachstunden munter
    verschmökert wird. Obwohl ich den Umgang mit seiner
    eigenen Erzählung mehr als dürftig finde.

    Immerhin breitet sich das Phänomen der "Hörbücher" ja
    immer weiter aus, so das ich demnächst auch beim Ab-
    spülen nicht auf Anspruchvolles verzichten muß ; )

    Ich wünschte nur, in der unserer Stadtbücherei würde
    man den Trend endlich erkennen, und auf Neuanschaffungen
    in Kassettenform endlich verzichten, denn mein
    "Kassettenabspielgerät" ist schon lange den Weg alles
    Vergänglichen gegangen.
  5. #5

    Hörbücher sind klasse! Wenn ich jede Woche zwischen Obertshausen und Nürnberg pendle (220km pro Strecke), dann höre ich im Auto lieber Hörbücher als das duesselige Chartsgenudel der Einheitsbrei-Radiosender.

    Allerdings muss der Sprecher eine charismatische Stimme haben und es sollte eine im Vergleich zum Buch ungekürzte Version sein. Ein "Best Of" brauche ich wirklich nicht, da greife ich doch lieber wieder gleich zum Buch.
  6. #6

    Zitat von DJ Doena
    Hörbücher sind klasse! Wenn ich jede Woche zwischen Obertshausen und Nürnberg pendle (220km pro Strecke), dann höre ich im Auto lieber Hörbücher als das duesselige Chartsgenudel der Einheitsbrei-Radiosender.

    Allerdings muss der Sprecher eine charismatische Stimme haben und es sollte eine im Vergleich zum Buch ungekürzte Version sein. Ein "Best Of" brauche ich wirklich nicht, da greife ich doch lieber wieder gleich zum Buch.
    Hierzu ein Tip: "Die Blechtrommel", gelesen vom Meister selbst. Ein begnadeter Vorleser! Bei einem Umfang von 18 CD's (achtzehn!) werden schon einige Wochenendfahrten dabei "draufgehen" (bei meinen Wochenendfahrten mit 670 KM pro Strecke ging das relativ schneller) Auch ein guter Vorleser ist Manfred Krug mit seinen Büchern, hab ich allerdings bisher nur im MDR Figaro gehört, müsste es aber auch als CD geben.
  7. #7

    Grundsätzlich ist ja jede Art von Literaturempfehlung subjektiv. Trotzdem möchte ich hier mal eine Lanze für die unbekannteren, modernen Autoren und auch die sogenannte Trivialliteratur brechen. Manchmal finden sich dort intelligenter Gedanken als in der "hohen" Literatur. Als Beispiel kann ich die Werke von Thomas Ligotti und Philip K. Dick nennen, beide werden, nicht nur in Deutschland, hoffnungslos unterschätzt.

    Mit Elke Heindereichs "Lesen!" bin ich nie warm geworden, das ist meiner Ansicht nach etwas für alte Jungfern.
  8. #8

    DJ Doena & Joachim Baum

    Als führerscheinloser Nichtautofahrer hätte ich eine kleine Frage: geht solch ein relativ konzentriertes Hören unterwegs nicht doch ein wenig zu Lasten der Sicherheit?

    Ansonsten Zustimmung :-)
  9. #9

    Zitat von Kurt Rainer
    Als führerscheinloser Nichtautofahrer hätte ich eine kleine Frage: geht solch ein relativ konzentriertes Hören unterwegs nicht doch ein wenig zu Lasten der Sicherheit?
    I wo, ein verängstigter Beifahrer ist da viel gefährlicher ;->