Altmetall Opel Vectra, Baujahr 1996: Der ehrliche Kumpel

Oliver RohkammAnfangs war er noch skeptisch, doch nach mehr als zehn Jahren kann sich SPIEGEL-ONLINE-Leser Oliver Rohkamm über seinen Opel Vectra B nicht beklagen. Kleine Macken nimmt er in Kauf, denn voll beladen ist die Familienkutsche das ideale Vehikel für längere Strecken.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...838842,00.html
  1. #1

    Wohltuend

    Man kann dem Kollegen Rohkamm wirklich nur gratulieren zu seinem Schätzchen. Ist es doch der lebende Beweis dafür, dass einmal vernünftige Autos gebaut wurden, selbst im heute so leistungsverliebten Deutschland.
  2. #2

    Das sind immer die, über die ich mich ärgere

    Mit 80 auf der Landstraße, das ist ein Verkehrshindernis!
  3. #3

    Hellseher

    also wer 2001 schon vom dacia duster spricht, muß wirklich ein hellseher sein.
  4. #4

    Zitat von micha_bln Beitrag anzeigen
    also wer 2001 schon vom dacia duster spricht, muß wirklich ein hellseher sein.
    Dachte ich mir auch...und falls das Ironie im Artikel sein soll, dann ist sie nicht gerade gut platziert.

    Abgesehen davon muss jeder selbst wissen, ob er seine drei Kinder in einem 16 Jahre alten Auto regelmäßig 300km zu den Großeltern fahren möchte, oder ob er nicht (das nötige Kleingeld vorausgesetzt) doch besser in ein sichereres Auto investiert und bei anderen Dingen zurücksteckt. Mal von der Langzeitqualität des Opels abgesehen...

    mfg,
    ballex
  5. #5

    Zitat von micha_bln Beitrag anzeigen
    also wer 2001 schon vom dacia duster spricht, muß wirklich ein hellseher sein.
    Gilt für den Cayenne ebenso... Und dafür dass der Wagen nichts hat ist erstaunlich viel kaputt. Aber naja, wird's halt mit der Realität nicht so ernst genommen.
  6. #6

    Opel halt

    Wir haben einen Corsa B mit 45 PS. Der Wagen hat mittlerweile 270.000 runter und fährt immer noch sehr gut. Er verbrennt kaum Öl (1 L auf 10.000 km), Verschleißteile und Unterhalt sind sehr günstig und die Technik erklärt sich von selbst. Ein Auto wie ich es mir wünsche. Etwas komisch ist der Verbrauch, der Wagen ist mittlerweile 18 Jahre alt und nimmt im realen Stadtverkehr selten mehr als 5,5 Liter. Da kann man bei neuen Autos lange suchen...
  7. #7

    optional

    Habe mit meinem Vectra ähnlich positive Erfahrungen gemacht. War einfach ein gutes Auto.
  8. #8

    optional

    Ich hatte auch diesen Vectra, nur als Diesel. Nach fast 300.000 km und der zweiten defekten Einspritzpumpe (viele Grüße an Bosch) mussten wir uns trennen. Schade, denn der Vectra sah schnittig aus mit den Irmscher-Anbauten und Rost war nicht zu erkennen. Ebenso waren viele Teile noch original, u. a. die Kupplung und die Radlager. Bei meinem Corsa waren die nach 30.000 km schon hinüber...
  9. #9

    Jetzt mal gut mit der Beweihräucherung

    das hört sich ja märchenhaft an, als ob Opel die Zuverlässigkeit schlechthin (gewesen) sei. Das provoziert ja geradezu, mal eine Geschichte dagegen zu halten - und das ist kein Märchen. Wir fahren seit Jahren keinen Opel mehr, weil die Qualität einfach im Laufe der Zeit zu mies wurde.
    Das war mal anders:
    Mein Vater war Kfz-Schlosser, einer vom alten Schrot und Korn. Wo gelernt? Natürlich in der Opel-Werkstatt, kurz nach dem Krieg. Und einmal Opel, immer Opel. Er hat hart gearbeitet und sich mit 43 Jahren seinen ersten neuen Wagen kaufen können. Was? Natürlich einen Opel. Kadett C City. 40 PS. Genau dieser war auch mein erstes Auto, nachdem sich mein Vater einen neuen Wagen zulegte. Was? Natürlich einen Opel. Ascona C. 90 PS. An beiden Opels hat mein Vater mir beigebracht, dass die Welt nicht nur aus Büchern und Paragraphen besteht. Meinen Kadett kannte ich danach bis zur letzten Schraube. Und liebte ihn. O.K., er rostete, der Ascona dafür schon nicht mehr. Nach dem Studium kaufte ich mir vom ersten selbst verdienten Geld ein Auto. Was? Natürlich einen Opel. Kadett E. 75 PS. Da war allerdings bei Opel schon ein gewisser Herr Lopez an verantwortlicher Stelle aktiv geworden. Womit? Kostensenkung. Sparen. Erfolg? Ich habe Opels Garantie voll auskosten können, angefangen von einem sich lösenden Dachhimmel (am Kleber gespart) bis hin zum Totalausfall der Elektronik (an den Bauteilen gespart). Na ja, kann ja vorkommen. Kaputtgespartes Montagsauto. Mein Vater ersetzte seinen Ascona durch einen Neuwagen. Opel, natürlich. Vectra A, 90 PS. Leider ebenfalls ein Lopez-Auto. Klapperte sogar. Und der Kadett E rostete zwischenzeitlich trotz Pflege vom Opel-Schlosser alten Schrot und Korns. Der Vectra übrigens auch.

    Und dann meine Ex-Freundin und nachherige Ehefrau:
    fuhr als Studentin auch ein Auto. Was? Natürlich Opel. Kadett C. 52 PS. Zuverlässig. Billig im Unterhalt. So wie meiner. Und nachdem unser erster Sohn geboren wurde, fuhren meine Frau und mein Vater zu der Opel Werkstatt, in der er gelernt hatte. Und meine Frau kaufte ein neues Auto. Was? Natürlich einen Opel. Astra A Caravan. 71 PS. Und das Märchen von der voll-veropelten Familie hätte immer so weiter gehen können, wenn, ja wenn da nicht an diesem Opel bereits nach zwei Jahren die Stehbleche vom Rost angefressen gewesen wären. Und dann das Geklapper aufgrund der miesen Passungen.

    Da hatte selbst der Opel-Schlosser vom alten Schrot und Korn Verständnis dafür, dass Sohn und Schwiegertochter die Marke gewechselt haben. Und mit den beiden anderen deutschen Marken, die seitdem Einzug in die alte Opel-Familie gefunden haben, fahren wir sehr gut. (Freut mich aber irgendwie schon, dass es noch Leute gibt, die mit Opel zufrieden sind - leider war uns das - wie gesagt - nicht vergönnt.)