Plädoyer für Durchschnittlichkeit: Mittelmaß ist spitze

CorbisWir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...838732,00.html
  1. #1

    Ja,

    da ist wohl einiges dran.
  2. #2

    Klicken Sie doch bitte einmal auf den eigenen Link zur Themenseite "Mittelstand". Das ist ein Begriff für mittelgroße Unternehmen. Sie meinen "Mittelschicht".
  3. #3

    Der Autor unterstellt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

    Lob des Mittelmaßes und Durchschnitts: Gut ist uns selten gut genug - SPIEGEL ONLINE
    die Sehnsucht nach "Einmaligkeit". Dabei ist sich wohl der durchschnittliche Mensch seiner Bedeutungslosigkeit nur allzu bewußt, ja, um seiner kleinen Sorglosigkeit wegen wird er gar zum gandenlosen Opportunisten jener, die nach "Höherem" streben.

    Das Fatale, er begräbt damit langsam seine eigene kleine Sorglosigkeit - da die "Spitze" der Kastengesellschaft vor lauter Gier nicht einmal mehr schlucken kann, sie stopfen in ihre Rachen alles - aber auch alles hinein und es wird nicht mehr lange dauern, bis sie uns ihre stinkende Brühe vor die Füße erbrechen.

    Ich halte auch ein Plädoyer für den durchschnittlichen Wohlstand und die durchschittliche Güte, Solidarität und Friedlichkeit - nur - leider ist es vor allem der durchschnittliche Opportunismus, der alles zerstört.
    Warum fordert der Autor nicht konsequenterweise die Ächtung von übermäßigem Reichtum?
  4. #4

    Der Schreiberling: Ein Mittelmässiger

    Wie paßt das denn zusammen:

    "Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie so durchschnittlich sind wie ich, liegt bei 95 Prozent. Nur fünf Prozent von uns haben einen Intelligenzquotienten, der nach oben oder unten merklich vom Durchschnitt abweicht. Gut so. Für die Lebenstüchtigkeit ist es weit besser, viele Dinge leidlich gut zu können, als in einer Sache genial zu sein."

    "So sieht deutsche Mittelmäßigkeit statistisch aus: Frauen werden 82 Jahre und fünf Monate alt, Männer 77 Jahre und vier Monate. Das Haushalts-Nettoeinkommen liegt bei 2700 Euro im Monat. Jedes Jahr geht es mindestens fünf Tage in den Urlaub, vorzugsweise nach Spanien. Auf der Bank liegen immer ein paar tausend Euro als Reserve. Das Haus ist zwar noch nicht abbezahlt, aber das wird schon noch. Der Mittelmäßige kann in diesem Land vielleicht keine großen Sprünge machen, aber er hat alles, was er braucht. In Wahrheit hat er so viel, dass über 50 Prozent der Deutschen davon nur träumen können."

    Bitte um Aufklärung.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

    Lob des Mittelmaßes und Durchschnitts: Gut ist uns selten gut genug - SPIEGEL ONLINE
    Was ist das jetzt? Ein Versuch die Leute klein zu halten?
    Wenn in der Durchschnittsfamilie 2700€ inklusive Kindergeld schon die Mittelschicht sind und beide Partner arbeiten, dann sollen Sie mit dem auch noch zufrieden sein? Gehören ja schon zur Mittelschicht dann ist es okay für 1300€/Monat zu buckeln.... den Reibach macht der Unternehmer und die Politik... danke auch Spiegel für diesen Kommentar!
  6. #6

    Oder doch nicht ?

    Mein Eindruck ist ein anderer ... es gibt sehr viele verschiedene Dinge, die man miteinander vergleichen kann. Und wenngleich wir in den meisten Dingen Durchschnitt sind, sind doch viele von uns in einer Sache besser als die meisten - einfach nur, weil's unser Beruf und/oder unser Hobby ist. Anders wäre der unglaubliche Fortschritt der letzten Jahrzehnte kaum zu ermöglichen. Ein Bereich bleibt leider ausgeklammert - der (Zwischen)menschliche. Da verhalten wir uns wie im Gilgamesch-Epos vor 5000 Jahren und im Grunde tatsächlich fast alle total durchschnittlich. Genau deshalb läuft uns der technische Fortschritt auch davon und entgleitet der Kontrolle. Die Sozialisierung in Familie und Schule ist halt leider primitiv wie eh und je.
  7. #7

    Definitionssache

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.
    Durchschnitt ist definiert durch "die meisten von uns". Wenn es weniger wären, wäre es nicht der Durchschnitt. Logo.
  8. #8

    Zitat von Titmouse Beitrag anzeigen
    Durchschnitt ist definiert durch "die meisten von uns". Wenn es weniger wären, wäre es nicht der Durchschnitt. Logo.
    Durchschnitt ist nicht definiert durch "die meisten von uns". Ganz einfaches Beispiel: Wenn A 1.000€/Monat verdient und B 20.000€/Monat, dann ist der Durchschnitt?

    So gesehen sind die wenigstens (genau) Durchschnitt...
  9. #9

    Ganz einfach

    Mittelmäßige Menschen sind austauschbar und deshalb von Arbeitslosigkeit bedroht!