Online Publishing - reicht die Webseite nicht mehr?

Die "New York Times" forciert die Entwicklung von Schnittstellen für das Social Web, will zum Lieferanten für Informationen werden, die man überall lesen kann. Zukunfts- oder Holzweg?
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "New York Times" forciert die Entwicklung von Schnittstellen für das Social Web, will zum Lieferanten für Informationen werden, die man überall lesen kann. Zukunfts- oder Holzweg?
    Technisch gesehen Zukunftsweg, es passt zum Social-Web-Zeitgeist. Die Skimmer-Idee ist auch ziemlich clever, weil der Anteil des mobilen Internets an der Gesamtnutzung des Netzes auch immer mehr zunehmen wird.

    Den am Anfang des Artikels dargestellten Problemen beim grundlegenden Aufbau von Online-Seiten kann ich nicht zustimmen. Mit der Navigation auf Spiegel Online hatte ich z.B. niemals Probleme und warum das horizontale "blättern" besser sein soll als das vertikale "abrollen", kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. SpOn macht diesbezüglich nicht alles richtig.

    Was mich dagegen bei nytimes.com immer gestört hat, war dass es in deren Artikel-Rankings zwar einen "most emailed" und einen "most blogged" Reiter, aber keinen "most viewed" Reiter gibt. Klingt trivial, aber ich schätze mindestens 80% der Leser einer Online-Seite orientieren sich an solche Statistiken.

    Trotz aller toller neuen Ideen sollte man solche Kleinigkeiten nicht aus den Augen verlieren.
  2. #2

    Chancen

    Die stärkere Integration von Onlinemedien ins gesamte Internet, insbesondere in Web-2.0- oder Business-Anwendungen ist nicht nur ein Muß (weil irgendwer irgendwann damit wegen folgendem anfängt), sondern auch große Chance. Wozu solche Sparten dann natürlich viel stärker als bisher voneinander abgegrenzt werden müssten, um sie miteinander verbinden zu können. Onlinemedien haben sicher nicht nur hinsichtlich der Struktur einzelner Artikel, sondern auch in ihrer Gesamtstruktur weiteren, wahrscheinlich noch recht lange währenden Entwicklungs- und Optimierungsbedarf.
    So könnten Onlinemedien auch technisch von der Kooperation und Verbindung mit Web-2.0-Anwendungen profitieren, etwa bei Managementtools für Onlinenews. Möglichkeiten zur Ablage von Artikellinks in der Art der Playlists bei Youtube könnte ich mir auch sehr gut bei Onlinenews vorstellen. Damit könnte man Onlineartikel dann schon ganz gut nach Tagespriourität und längerfristig nach Themen ordnen. Im Moment werden Leser mit Massen von Informationen bombardiert, ohne dass sie nach meinem Kenntnisstand kaum angemessene technische Möglichkeiten haben, sie zu bewältigen.
    Den NYT-Skinner-Prototypen finde ich zwar von der Stuktur leidlich überlegenswert, grafisch-optisch aber eher abturnend. Mulimediale Onlinenews möchten auch schon was fürs Auge sein.
  3. #3

    Information und Kommunikation

    Noch ein weiterer Aspekt im Verhältnis von Onlinemedien und Web 2.0: Wenn sich der Onlinejournalismus nicht schneller an die Anforderungen des Internets hinsichtlich stärkerer Verkürzung, Zuspitzung und Struktuierung anpasst, könnte er von eben diesem Web 2.0 bald ähnlich weggespült, mindestens in Bedrängnis gebracht werden wie heute schon die traditionellen Medien Fernsehen, Rundfunk und Printmedien durch das Internet. Onlinemedien sind ebenfalls noch zu sehr in traditionellen Formen verhaftet, das könnte sich ebenfalls rächen. Das Bedürfnis nach Kommunikation ist mindestens ebenso groß wie das nach Information, wenn nicht sogar größer. Wer sich im Infobereich nicht selbst beschränkt und auf das Wichtige konzentriert, zuwenig Prioritäten, Strukturen und sogenannte Leitplanken setzt, wird mangels Struktur und Lesbarkeit der Tagesübersichten und Buchstabenmassen zusehends weniger gelesen werden.
  4. #4

    Re: Traditionelle Formen

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Wenn sich der Onlinejournalismus nicht schneller an die Anforderungen des Internets hinsichtlich stärkerer Verkürzung, Zuspitzung und Struktuierung anpasst ... Onlinemedien sind ebenfalls noch zu sehr in traditionellen Formen verhaftet ... Das Bedürfnis nach Kommunikation ist mindestens ebenso groß wie das nach Information, wenn nicht sogar größer.
    Ich werd jetzt mal polemisch: Verkuerzung, Zuspitzung a la Twitter ist doch hoffentlich nicht gemeint?

    Und mir draengt sich das Gefuehl auf, dass 90% der "Kommunikation" im Internet aus Banalitaeten in Social Networks wie Facebook oder Videoplattformen wie YouTube bestehen.

    Im Ernst: Ich bin heilfroh darueber, dass im Online-Journalismus "traditionelle Formen" noch nicht ausgestorben sind. Ich lebe im Ausland (sieht man ja an den fehlenden Umlauten), und wenn es nicht die Online-Angebote gaebe von Spiegel, Tagesspiegel, Sueddeutscher und wie sie alle heissen, dann stuende ich ziemlich dumm im Walde.

    Und mein "Kommunikationsbeduerfnis" erschoepft sich in Foren wie diesem, und ab und zu mal 'ne EMail (aber die laeuft ja nicht ueber SPon ;-)
  5. #5

    Zitat von eboadam Beitrag anzeigen
    Ich werd jetzt mal polemisch: Verkuerzung, Zuspitzung a la Twitter ist doch hoffentlich nicht gemeint?

    Und mir draengt sich das Gefuehl auf, dass 90% der "Kommunikation" im Internet aus Banalitaeten in Social Networks wie Facebook oder Videoplattformen wie YouTube bestehen.
    Sie verkennen, daß das Leben an sich banal ist.

    Eine Eilmeldung via Twitter ist besser als gar nichts. Sie soll lediglich Interesse wecken. Außerdem verkennen Sie, daß Journalisten heute tunlichst über den Nutzwert von Meldungen reflektieren sollten.
  6. #6

    Branchenverzeichnis

    Hallo,

    wir haben ein Bauverzeichnis eingerichtet http://www.gartenbau-aydin.de/bauverzeichnis und geben jedem die Möglichkeit ein Eintrag zu tätigen.

    Oder aber sie suchen nach einer Fachfirma zum Thema Bau, Handwerk.

    Gruß
  7. #7

    Hallo,

    hier haben wir ein Bauverzeichnis eingerichtet http://www.gartenbau-aydin.de/bauverzeichnis um Bauunternehmen die Möglichkeit zu geben noch besser gefunden zu werden.

    Gruß
  8. #8

    ist doch klar, dass es sich hierbei um einen Zukunfsweg handelt. ob es sich finanziell lohnen wird, lässt sich noch nicht sagen, eine andere Möglichkeit sehe ich aber nicht.

    das die NYT mit ihrem Holzweg (welch toller Wortwitz) keinen Blumentopf mehr gewinnt, sieht jeder, der sich näher mit der Materie auseinander setzt