Albanerin in Deutschland: "Grandios, so was als Ausländerin zu leisten"

Sandra OttenwälderSie lebt in zwei Kulturen, spricht zwei Sprachen, hat zwei Heimaten: Egzona Hyseni, 18, ist Kosovo-Albanerin in Deutschland. Sie geht aufs Gymnasium, ist Klassenbeste in Deutsch, muss ständig ihren Namen buchstabieren und die Frage beantworten: Woher kommst du? Das nervt sie! Sehr!

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...833143,00.html
  1. #1

    mhh...

    Muss wohl ein schwäbisches Phänomen sein, oder ein ziemlich ländliches. Ich könnte mir in Großstädten nicht mal im Traum vorstellen das Menschen mit Migrationshintergrund so bescheurte Fragen gestellt bekommen, schließlich sind diese dort absolut normal.

    Was genau soll dieser Artikel jetzt bringen? Wieder einmal ein "Es gibt auch gute Beispiele" Artikel?
  2. #2

    So

    Generell sind solche Berichte doch unnötig, es ist doch klar, dass JEDER hier was erreichen kann, zu meiner Zeit war das wurscht, ob jemand Albaner oder Zuzilianer war, die konnten alle Deutsch und waren im Feuerwehrverband, und dass nun so jemand IMMER die frage nach der Herkunft zu beantworten hat, ist völlig normal und klar und warum sollte es sie nerven? Sie hat einen komischen Namen, sie würde überall ausser in Albanien gefragt werden. Das ist menschlich. Nur in Tyskland machen wir wieder ein Problem draus.
  3. #3

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    dass nun so jemand IMMER die frage nach der Herkunft zu beantworten hat, ist völlig normal und klar und warum sollte es sie nerven? Sie hat einen komischen Namen, sie würde überall ausser in Albanien gefragt werden. Das ist menschlich. Nur in Tyskland machen wir wieder ein Problem draus.
    Nee, nicht wir machen ein Problem daraus, diese junge Frau macht ein Problem daraus.

    Es ist weiter nichts als menschlich, zugewandt und Interesse zeigend, diese Frage zu stellen. Glauben Sie es, würde jeder nur gleichgültig darüber hinweggehen, wäre es auch wieder nicht richtig.
  4. #4

    optional

    Zitat von Lagoran Beitrag anzeigen
    Muss wohl ein schwäbisches Phänomen sein, oder ein ziemlich ländliches. Ich könnte mir in Großstädten nicht mal im Traum vorstellen das Menschen mit Migrationshintergrund so bescheurte Fragen gestellt bekommen, schließlich sind diese dort absolut normal.

    Was genau soll dieser Artikel jetzt bringen? Wieder einmal ein "Es gibt auch gute Beispiele" Artikel?
    Falsch.

    Ich hab in Berlin mein Abitur gemacht und musste mir oft sowas anhören. Mittlerweile immernoch. Letztens hat mich jemand gefragt ob meine Ehe arrangiert ist.

    Aber das leidige Thema, die Dummen bleiben hier, die Schlauen wandern wieder in die Türkei. Weil sie da besser bezahlt werden. Und anerkannt. Zumindestens beruflich.

    Arbeitsmarkt: Jung, gut und unerwünscht - SPIEGEL ONLINE
    http://www.tasd.futureorg.de/_files/...i_Kulturen.pdf
    Viele türkischstämmige Akademiker wollen aus Deutschland abwandern | Telepolis
    Zurück in die fremde Heimat

    Nicht wundern wenn durch solche "Dummheits-Diskriminierung" keiner mehr Lust hat.
  5. #5

    völlig Normal und nicht schlimm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lebt in zwei Kulturen, spricht zwei Sprachen, hat zwei Heimaten: Egzona Hyseni, 18, ist Kosovo-Albanerin in Deutschland. Sie geht aufs Gymnasium, ist Klassenbeste in Deutsch, muss ständig ihren Namen buchstabieren und die Frage beantworten: Woher kommst du? Das nervt sie! Sehr!

    Als Ausländerin in Deutschland: Ständig unfreiwillig auffallen - SPIEGEL ONLINE
    Ich lebe seit 1972 in Deutschland heisse Dale Smith,komme aus den USA,Sohnn einer Deutschen.
    Seit dem ersten Tag werde ich jedesmal wenn ich meinen Namen nenne gefragt woher ich komme und wieso.
    Ausserdem bin ich für Versklavung,Indianer Kriege ,Vietnam,schlechtes Essen(Märchen!) verantwortlich. Deutsche denken gerne in Schubladen.
    Na und ? klar nerven die wiederholungen,oft sage ich ,ich heisse Schmidt mit DT,erleichert einiges.
    Aber zum weinen ist das Kein Grund . Und Mitleid entkommt mir auch nicht.
  6. #6

    ist' nicht klar

    es ist überhaupt nicht menschlich, jedes mal zu fragen, woher jemand kommt... wir leben in einer multinationalen und relativ aufgeklärten gesellschaft. da verstehe ich nicht, dass es die pflicht eines jeden migranten ist, fragen seiner herkunft beantworten zu MÜSSEN. man ist kein novum wie vor 50 jahren!
    es kann hier nicht JEDER etwas erreichen. es hängt vom sozialen umfeld und von der persönlichkeit eines jeden ab. solche aussagen sind wunschdenken. wenn man es mit blossem willen erreichen könnte, würde das sozial-wirtschaftliche gefüge in deutschland bzw. europa ganz anders aussehen. ABER: deutschland bietet - in gegensatz zu anderen ländern - immer noch sehr viele chancen!
  7. #7

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    Generell sind solche Berichte doch unnötig, es ist doch klar, dass JEDER hier was erreichen kann, zu meiner Zeit war das wurscht, ob jemand Albaner oder Zuzilianer war, die konnten alle Deutsch und waren im Feuerwehrverband, und dass nun so jemand IMMER die frage nach der Herkunft zu beantworten hat, ist völlig normal und klar und warum sollte es sie nerven? Sie hat einen komischen Namen, sie würde überall ausser in Albanien gefragt werden. Das ist menschlich. Nur in Tyskland machen wir wieder ein Problem draus.
    Nö, in den meisten Länder würde man den Namen einfach ändern lassen, damit man es einfacher hat. In Deutschland lassen die Verwaltungsgerichte dies leider nicht zu, so dass man mit einem fremd klingenden Namen leben *muss*, selbst wenn man hier geboren ist, perfekt deutsch spricht und einfach nur bestens integriert leben möchte.
  8. #8

    Zitat von Lagoran Beitrag anzeigen
    Muss wohl ein schwäbisches Phänomen sein, oder ein ziemlich ländliches. Ich könnte mir in Großstädten nicht mal im Traum vorstellen das Menschen mit Migrationshintergrund so bescheurte Fragen gestellt bekommen, schließlich sind diese dort absolut normal.

    Was genau soll dieser Artikel jetzt bringen? Wieder einmal ein "Es gibt auch gute Beispiele" Artikel?
    Ich bin beruflich weltweit unterwegs gewesen. Mir ist es im Ausland oft passiert, dass mich Leute auf meine Herkunft angesprochen haben. Die Leute zeigten einfach nur Interesse, mich hat es daher nie gestört.

    Aber ich habe auch keine Probleme mit meiner Identität.
  9. #9

    Oh du liebes Schwabenland

    Zitat von bekkawei Beitrag anzeigen
    Nee, nicht wir machen ein Problem daraus, diese junge Frau macht ein Problem daraus.
    Oh nein. Dieser Erfahrungsbericht zeugt nur wieder davon, dass Deutschland von den wenigsten Menschen als Einwanderungsland angesehen wird.
    Abgesehen davon ist man in der schwäbischen Provinz schon völlig außen vor, wenn man norddeutsche Eltern hat (ich bin Jg. '83 und habe bis 2002 unter Schwaben gelebt…). In der schwäbischen Provinz geht alles seinen geordneten Weg, kleine Dinge wie z.B. ein gutes Einkommen haben und trotzdem nur Golf und/ oder Polo fahren sind da schon eine Attraktion. Wenn man dazu auch noch "nur" zur Miete wohnt oder zur Unterstufendisko einen Dr. Oetker-Fertigbackmischung-Kuchen (im Schwabenland backt man selbst) mitbringt fällt man völlig aus dem Rahmen. Tauche ich jetzt wieder auf irgendwelchen Dorffesten auf, werde ich gefragt was ich denn hier tun würde. Erkläre ich dann, dass meine Eltern seit 1988 in diesem Dorf wohnen und ich auch in diesem Dorf aufgewachsen bin, kommen verwunderte Nachfragen wie "Abr du koosch doch gar koi Schwäbisch!" ("Aber du kannst doch gar kein Schwäbisch!") oder "Hä, un warm bisch wegzogä?" (Hä, und wieso bist du weggezogen?").

    Der Artikel karikiert eher die Schwaben und ihr Verhältnis zu allem Andersartigem. Wobei ich mir sicher bin, dass einem in der bayrischen Provinz Ähnliches blühen kann.

    Also nicht schon wieder beleidigt sein, ihr lieben Deutschen, ihr seid nun mal gerne Scheuklappenträger.