Bio-Hof in Niedersachsen: Mit PCB kontaminierte Eier gefunden

DPADie Giftstoffwerte in den Eiern überstiegen die erlaubte Höhe um 100 Prozent: Erneut sind in einem Bio-Hof in Niedersachsen belastete Eier gefunden worden. Das Landwirtschaftsministerium veröffentlichte zum Schutz der Verbraucher den Erzeugercode.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...831451,00.html
  1. #1

    optional

    Wie können 18000 Legehennen auf einem einzelnen Hof biologisch gehalten werden? Das erschliesst sich mir beim besten Willen nicht, auch wenn ich Bionahrungsmittel definitif nicht abgeneigt bin
  2. #2

    Nun werden ...

    Nun werden wieder alle Hühner und Eier vernichtet werden. Es ist weniger drin als vor 10 Jahren. Und wieviel wirklich drin ist, weiß niemand. Es wird nur umgerechnet, dann klingt es schlimmer und die Politiker können wieder sagen, dass sie etwas für den Verbraucherschutz tun würden. Es werden sinnloserweise aber nur Lebensmittel vernichtet.

    zu empfehlen:
    Dioxin oder PCB im Ei? - YouTube!

    Wer der Meinung ist, die Eier nicht zu essen, sollte auf Eier aus industrieller Produktion umsteigen. Das Futter wird dort untersucht. In der Natur geht das nicht. Das hat das Bayerische Umweltamt schon mehrfach festgestellt. Bioeier sind immer stärker belastet als Lebensmittel aus der Massentierhaltung. Vielleicht hat man einfach den Grenzwert zu niedrig angesetzt.
  3. #3

    Hilfe! Verseucht!

    Oh je! Als im zweiten Weltkrieg halb Europa in Flammen aufgegangen ist, waren die Dioxin- und PCB-Werte wegen der Schmurgelfeuer mit Sicherheit einige zehn- bis hunderttausendmal höher als heute - in der Atemluft, den Unterkünften und in der Nahrung sowieso. Trotzdem lebt die Generation derer, die in den rauchenden Trümmern gespielt hat, länger und ist fiter und gesünder als die vor ihr. Vielleicht ist das alles also doch nicht so gefährlich, wie man uns immer weiß zu machen versucht? Und wenn ich mir vorstelle, dass heute schon ein Tropfen einer Substanz mit dem Bodensee verdünnt trotzdem noch nachweisbar ist, dann lehne ich mich doch ganz entspannt zurück und lasse die Behörden und Umweltschützer messen, solange sie wollen. Ich hätte keine Probleme, diese Eier zu verzehren.
  4. #4

    Zitat von man_vs_ape Beitrag anzeigen
    Wie können 18000 Legehennen auf einem einzelnen Hof biologisch gehalten werden? Das erschliesst sich mir beim besten Willen nicht, auch wenn ich Bionahrungsmittel definitif nicht abgeneigt bin
    Sie bekommen natürliches Futter ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Wie es den Tieren ansonsten geht, das spielt keine Rolle. Hauptsache, wir bekommen "gesunde" Eier auf den Tisch. Ansonsten ist das genau so eine tierquälerische Massenhaltung wie anderswo auch.
  5. #5

    ...

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Sie bekommen natürliches Futter ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Wie es den Tieren ansonsten geht, das spielt keine Rolle. Hauptsache, wir bekommen "gesunde" Eier auf den Tisch. Ansonsten ist das genau so eine tierquälerische Massenhaltung wie anderswo auch.
    Sie haben eine sehr romantische Vorstellung von Landwirtschaft. Der einzelnen Henne dürfte es egal sein, ob sie mit 100 oder 18000 Hennen in Gesellschaft lebt, solange im wesentlichen Platz und Nahrungsangebot gleich sind. Oder sollen Landwirte in Zukunft Hühnerpsychologen anstellen, weil sie nicht mehr mit Namen angesprochen werden? Die Zeiten, in denen der Bedarf an Nahrung aus bäuerlichen Klein- und Kleinstbetrieben gedeckt wurde, sind eben vorbei. Massentierhaltung ist per se nicht unbedingt tierquälerisch.
  6. #6

    wenn..

    in jedem bundesland so viel eier "produziert" werden, warum kauf ich niederländische eier im supermarkt!?

    paradox! wenn der verzehr nicht schädlich ist(für den menschen) warum werden dann "kontaminierte?" eier und hühner vernichtet?

    warum muss ich immer hinterfragen, wenn der staat vor etwas warnt, aber anschliessend entwarnt?!

    mfg
  7. #7

    Dachte ich auch

    Zitat von man_vs_ape Beitrag anzeigen
    Wie können 18000 Legehennen auf einem einzelnen Hof biologisch gehalten werden? Das erschliesst sich mir beim besten Willen nicht, auch wenn ich Bionahrungsmittel definitif nicht abgeneigt bin
    jede Menge Huehner fuer einen Bio Hof.Leider wird mit der Raffgier der Verbraucher belogen.Bio ist nicht bio.Es gibt inzwischen in jedem Supermarkt ein Bioregal.Der Preis des Produktes ist wesentlich hoeher,was aber offensichtlich keine Aussage ueber die Qualitaet ist.
  8. #8

    Zitat von tueftler Beitrag anzeigen
    Sie haben eine sehr romantische Vorstellung von Landwirtschaft. Der einzelnen Henne dürfte es egal sein, ob sie mit 100 oder 18000 Hennen in Gesellschaft lebt, solange im wesentlichen Platz und Nahrungsangebot gleich sind. Oder sollen Landwirte in Zukunft Hühnerpsychologen anstellen, weil sie nicht mehr mit Namen angesprochen werden? Die Zeiten, in denen der Bedarf an Nahrung aus bäuerlichen Klein- und Kleinstbetrieben gedeckt wurde, sind eben vorbei. Massentierhaltung ist per se nicht unbedingt tierquälerisch.
    Ich habe keinerlei romantische Vorstellungen sondern wollte nur darauf hinweisen, daß das Etikett "Bio" noch garnichts über die Form der Haltung aussagt, um damit wiederum romantische Vorstellungen von Bioladenkäufern zu konterkarieren. Und wenn die Tiere genügend Platz haben, ist es in der Tat egal, wie viele da rumpicken. Haben sie aber oft genug eben nicht, egal ob bio oder konventionell
  9. #9

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    jede Menge Huehner fuer einen Bio Hof.Leider wird mit der Raffgier der Verbraucher belogen.Bio ist nicht bio.Es gibt inzwischen in jedem Supermarkt ein Bioregal.Der Preis des Produktes ist wesentlich hoeher,was aber offensichtlich keine Aussage ueber die Qualitaet ist.
    Ich hab's mal getestet und bin nun wahrlich niemand, der beim Anblick der Bezeichnung "Bio" in rituelle Freudentänze verfällt: mir schmecken allerdings die Bioeier doch besser. Subjektive Wahrnehmung natürlich, aber das sind es mir die paar Cent mehr dann doch wert.