Schule in Hamburg - die Reform zurückdrehen?

In Hamburg haben CDU und Grüne eine Mammut-Reform aller Schulen beschlossen. Bei Eltern und im Senat rumort es mächtig. Jetzt fordert ein CDU-Ausschuss Ausnahme für drei Traditionsgymnasien in reichen Stadtteilen. Sollte die Reform zurückgedreht werden?
  1. #120

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Nehme ich da einen ironischen Unterton wahr? Wie auch immer,dei Antwort ist weder noch, allerdings war ich bis vor etwa 10 Jahren selber Schüler und Schülersprecher (an einer Gesamtschule) und weiß welchen Schaden Frontalunterricht, unfaire und desinteressierte Lehrer und altbackene und überfrachtete Rahmenpläne anrichten. Späetstens ab der 12. Klasse fragt sich doch jeder, trotz Schule, noch selbsständig denkende Oberschüler: was mache ich eigentlich hier?

    Das Problem am Frontalunterricht, überhaupt an der ganzen Art wie Untericht Orrganisert wird, ist doch relativ simpel:
    es ist inneffizient und ineffektiv. Es wird viel Zeit darauf vesrchwendet Schülern Informationen ins Hirn zu hämmern die nach der nächsten Klausur wieder vergessen sind, statt zu vermitteln wie man richtg lernt Informationen zu verwerten und zu beurteilen, das wesentliche vom unwesentlichen zu trennen, den eigenen Kopf zu benutzen, Medienn und andere Komopetenz zu erlernen, stellt sich ein,unmotivierter bis frühvergriester, Pädagoge vor die Klasse und spult sein Programm ab, ob der Stoff überhaupt vermittelt worden ist wird durch Klassenarbeiten geprüft und wer die verhaut ist entweder zu doof, hat nicht aufgepasst oder beides.
    Daraus sollen die Facharbeiter, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer von morgen werden, schönen Dank.
    Jedem der im letzten halben Jahrhundert zur Schule gegangen ist und mir ernsthaft erzählen will Frontalunterricht sei eine positive Sache, dem würde ich mangelnde mnetische Fähigkeiten unterstellen.
    Apropos Gedächtnis, eine gutfunktionierendes selbiges sowie eine gute Portion angepasstheit ist für einen Abiturienten wesentlich wichtiger als Intelligenz oder gar selbstständiges Denken, letzteres ist potentiell sogar gefährlich, denn deine Antwort könnte ja dem gesicherten Wissen des Lehrers widersprechen, was der Zensur nie guttun wird...oder versuchen sie mal einem Physiklehrer klarzumachen das es nicht nur drei Aggregatszustände gibt sondern deren fünf.
    Der sicherste Weg zum guten Abi ist möglichst alles auswendig lernen und dem Lehrer die Antwort geben die er hören möchte. Dazu addieren sie fehlende pädagogische Ausbildung der Lehrer, deren schlechte Bezahlung, überfüllte Klassen und Rahmenpläne die einem lange überholten Bildungssatndard entsprechen,schon haben sie das beste Rezept für ein PISA-Disaster.
    da ti eba maikata, kurvooo
    hahahaha
  2. #121

    xxx

    Zitat von suckme Beitrag anzeigen
    da ti eba maikata, kurvooo
    hahahaha
    Hätten Sie wohl die Güte, das auf Deutsch zu sagen ?
  3. #122

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Ich hab meine Hochschulreife trotz extremem desinteresse, regelmässigem Einfluß von Alkohol und anderen Substanzen und chronischer Faulheit geschafft und einige meiner Mitschüler waren dermassene Knalltüten, die hättens eigentlich nichtmnal bis zum Jodeldiplom bringen dürfen.
    Sie haben da etwas Wahres angesprochen. Bei meiner Tochter gingen die Schwächeren gerne mit der Mittleren Reife auf die Gesa ab, weil sie es dort leichter mit dem Abitur hatten. Abitur "muss" sein, die Abiturientenstatistik "muss" erreicht werden. Anschließend "muss" studiert werden, denn wer arbeitet schon gern.Es ist verblüffend, wie sich die Studenten der verschiedenen Fakultäten unterscheiden. Die "Geisteswissenschaftler" - zumeist Lehramtsexpektanten - machen den deutlich ungepflegtesten und uninteressiertesten Eindruck. Ingenieur- und MINT-Fächer erfordern ja Intelligenz.
  4. #123

    geht's noch

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Sie haben da etwas Wahres angesprochen. Bei meiner Tochter gingen die Schwächeren gerne mit der Mittleren Reife auf die Gesa ab, weil sie es dort leichter mit dem Abitur hatten. Abitur "muss" sein, die Abiturientenstatistik "muss" erreicht werden. Anschließend "muss" studiert werden, denn wer arbeitet schon gern.Es ist verblüffend, wie sich die Studenten der verschiedenen Fakultäten unterscheiden. Die "Geisteswissenschaftler" - zumeist Lehramtsexpektanten - machen den deutlich ungepflegtesten und uninteressiertesten Eindruck. Ingenieur- und MINT-Fächer erfordern ja Intelligenz.
    Wieso ordnen sie Physik- oder Chemielehrer den Geisteswissenschaften zu? Haben Sie sich schon einmal gefragt warum es ein Landesprüfungsamt für Lehramt gibt und warum Lehrämtler immer noch ein erstes und ein zweites Staatsexamen machen?
  5. #124

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Wieso ordnen sie Physik- oder Chemielehrer den Geisteswissenschaften zu? Haben Sie sich schon einmal gefragt warum es ein Landesprüfungsamt für Lehramt gibt und warum Lehrämtler immer noch ein erstes und ein zweites Staatsexamen machen?
    An der Gesamtschule meiner Töchter unterrichtet jetzt seit einem Schuljahr ein quer eingestiegener Dipl.Ing. das Fach NW- allerdings belässt er es bei dem Schwerpunkt Physik. Er ist recht beliebt bei den Schülern- sein Unterricht gilt als sehr interessant. Und einer kompletten Schule Spaß am Physikunterricht zu vermitteln ist auch eine Kunst, finde ich!
  6. #125

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Späetstens ab der 12. Klasse fragt sich doch jeder, trotz Schule, noch selbsständig denkende Oberschüler: was mache ich eigentlich hier?
    So, tatsächlich? Und warum machen Sie dann etwas in ihren Augen sinnloses weiter?


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Das Problem am Frontalunterricht, überhaupt an der ganzen Art wie Untericht Orrganisert wird, ist doch relativ simpel:
    es ist inneffizient und ineffektiv.
    Nö, ist er nicht. Bei interessierten Schülern mit einigermaßen homogene Leistungsstand ist es sogar die bei weitem effizienteste Unterrichtsform. Vor ein paar Jahren habe ich mal in einer Hochbegabtenschule einen Vortrag gehalten und durfte mich ein bisschen umsehen. Dort waren ca. 80% des Unterrichts frontal. Und zwar auf WUnsch der SchülerInnen.


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Es wird viel Zeit darauf vesrchwendet Schülern Informationen ins Hirn zu hämmern die nach der nächsten Klausur wieder vergessen sind,
    Da passiert aber nur, wenn die Informationen nicht wirklich verstanden wurde. Und das Verstehen, das muss man schon selbst.

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    statt zu vermitteln wie man richtg lernt Informationen zu verwerten und zu beurteilen, das wesentliche vom unwesentlichen zu trennen,
    Und, äh, wie bitte wollen Sie das leisten ohne das grundlegende Wissen? Sie können zu einem lateinischen Text eine ganz hübsche Übersetzung zaubern, die das Wörterbuch auch irgendwie zu bestätigen scheint. Erst wenn Sie die Grammatik kennen werden Sie herausfinden, dass es kompletter Unsinn ist. Und das gilt generell. Informationen lassen sich nur in einem Kontext sinnvoll bewerten, und dieser Kontext setzt Wissen voraus. Für den, der das Format nicht kennt, ist eine MP3-Datei von Datenmüll kaum zu unterscheiden.


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    und wer die verhaut ist entweder zu doof, hat nicht aufgepasst oder beides.
    Erfahrungsgemäß ist das auch so. Auch in meiner eigenen Erfahrung als ehemalige Schülerin.


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Daraus sollen die Facharbeiter, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer von morgen werden, schönen Dank.
    Hat doch lange gut funktioniert, oder?



    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    eine gute Portion angepasstheit ist für einen Abiturienten wesentlich wichtiger als Intelligenz oder gar selbstständiges Denken,..
    Als Schüler spätestens der Oberstufe sollten Sie aber so viel Menschenkenntnis (oder wenigstens Informationen über das Lehrerkollegium ihrer Schule) angesammelt haben, dass die wissen, welchen Lehrer man widersprechen darf und welchen nicht. Ich hatte diesbezüglich nie Probleme mit Mathe- Physik- oder Chemielehrern. Bio schon. Deutsch, Geschichte usw. recht häufig. Im späteren Leben sollten Sie auch nicht alles sagen, was sie denken.


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    ...oder versuchen sie mal einem Physiklehrer klarzumachen das es nicht nur drei Aggregatszustände gibt sondern deren fünf.
    Also, ich komme bei kurzer Zählung auf 10. Aber klassisch sind nur drei. Die restlichen sind sowohl für die tägliche Erfahrung als auch für die Schule völlig ausreichend (Sie wollten doch nix sinnloses lernen,, oder?)


    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    schon haben sie das beste Rezept für ein PISA-Disaster.
    Genau. Gehen Sie mal nach Finnland und machen dort die üblichen Aufnahmeprüfungen für eine Universität. Bei renomierten Unis wie Helsinki ist die übliche Durchfallquote so um 90%.
  7. #126

    Zitat von pescador Beitrag anzeigen
    Im späteren Leben sollten Sie auch nicht alles sagen, was sie denken.
    Wer politisch korrekt denkt, hat damit keine Probleme.
  8. #127

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Wer politisch korrekt denkt, hat damit keine Probleme.
    ... aber nur, wenn sein Gegenüber auf die gleiche Weise politisch korrekt denkt.