Was ist Ihr Tipp für eine Kamera-Expedition?

Auf einer Entdeckertour durch Tschukotka machte der Fotograf Michael Martin spektakuläre Aufnahmen. So weit muss man aber gar nicht reisen - wohin haben Sie eine unvergessliche Fototour unternommen?
  1. #1

    Atemberaubend… bin noch am Bibbern und brauche nen Wodka zum Aufwärmen. Danke fürs "Sharen".

    Was mir auffällt: Probleme mit der Fotoausrüstung scheinen sich auf die Stromversorgung zu konzentrieren. Heißt das, dass heutige Kameras (und Objektive!) der eingesetzten Klasse die extremen Temperaturen und auch Schwankungen der Luftfeuchtigkeit ohne weiteres aushalten? Oder wurde die Ausrüstung, wie es früher der Fall war, "winterfest gemacht"?

    Wenn ich daran zurückdenke, wie mir Mitte 1980er zwei SLR samt Objektive bei -27° C beim Wandern über die zugefrorene Weichsel binnen Minuten versagten… zuerst stieg übrigens die russische Zenith aus, die ich eigentlich nur aus naiver Hoffnung heraus mitschleppte, diese würde doch solche Kälte locker wegstecken… nichts da, keine Chance, obwohl unter dicker Jacke getragen, kein Hebel ließ sich bewegen… als Nächstes stieg das Zeiss Sonnar aus…
  2. #2

    Zitat von chrome_koran Beitrag anzeigen
    Atemberaubend… bin noch am Bibbern und brauche nen Wodka zum Aufwärmen. Danke fürs "Sharen".

    Was mir auffällt: Probleme mit der Fotoausrüstung scheinen sich auf die Stromversorgung zu konzentrieren. Heißt das, dass heutige Kameras (und Objektive!) der eingesetzten Klasse die .....
    Hab leider noch nicht bei diesen Temperaturen fotografieren duerfen. Habe aber gelesen das bei Polarexpeditionen die Filme steif froren. Sollte der Film die groesste Schwachstelle sein, kann dies erklaeren, warum Digital besser funktioniert.
    Zur Stromquelle. Einfach eine normale Battery aufbrechen und aushoelen. An deren Kontake von innen 1,50m lange Draehte anloeten und diese mit einer funktionierenden Batterie verbinden. Die ausgehoelte Dummy Battery kommt in die Kamera. Die verbundene funktionstuechtige Batterie kann danke der Kabel problemlos am warmen Koerper getragen oder mit Handwaermern in einer Tasche transportiert werden.
  3. #3

    Es gibt schon spezielle Battery Packs für solche Einsätze… aber bei derart niedrigen Temperaturen frieren vermutlich die Elektronen im Kabel auf dem Weg zur Kamera zu ;) Das mit den Filmen stimmt zum Teil, aber eher ein halbwegs moderner Film wegen der Kälte riss, war schon die Transportmechanik für selbigen zugefroren. Da waren ja die meisten - und mit dem höchsten Drehmoment arbeitenden - mechanischen Teile zugange. Wenn ich mich recht erinnere, war das Schmierfett für die Mechanik ein großes Problem, das Zeug wurde zäh bei starkem Frost. Das erklärt auch, warum sich z.B. der ansonsten robuste Schneckengang des Sonnars nicht bewegen ließ - das Scharfstellen (wurde damals noch per Hand gemacht...) war unmöglich, der Fokusring saß fest. Gelesen hatte ich damals öfters mal, dass Fotografen, die in extremer Kälte fotografierten, die Kamera entsprechend vorbehandeln ließen, wobei die Vorbehandlung hauptsächlich darin bestand, den Schmierstoff aus der Kameramechanik zu entfernen. Ich stelle mir vor, dass nach einer solchen Expedition die Kamera ansonsten hin war, aber die Fotos im Kasten.
  4. #4

    In der Tat ist das Fotografieren unter arktischen Bedingungen immer noch eine Herausforderung! Dank moderner digitaler Technik ist diese jedoch heute vor allem auf den Faktor Mensch beschränkt, was es deutlich einfacher macht als noch vor zehn Jahren! Das ging mit kälteempfindlichen Filmmaterial los (Ab -20°C sind mir früher Filme häufig einfach entlang der Perforation gerissen.), über die ganze bewegliche Mechanik (Filmtransport!) bis hin zu dem Fakt, dass man im Schneesturm zwar durchaus noch fotografieren, aber unter Umständen keinesfalls mehr einen Film wechseln kann... Moderne Profi-Kameras funktionieren hingegen auch unter extremen Bedingungen oft noch erstaunlich gut: Selbst äußerlich bereits komplett vereist sind noch brauchbare Aufnahmen möglich. Auch das Akku-Problem ist (zumindest bis ca. minus 20 - minus 30°C) oft weniger schlimm als gedacht. Michael Martin, Jörg Reuther und ich sind mit einigen Ersatz-Akkus jeweils ganz gut über den Tag gekommen. Schwieriger war da schon die Versorgung der Filmkameras. Wichtig für die gesamte Reise-Logistik war natürlich, möglichst jede Nacht die Möglichkeit zum Akku aufladen zu haben. Was bleibt, ist wie gesagt der Faktor Mensch: Vorausschauende Planung, ein kluger Umgang mit der Technik und eine gehörige Portion Härte und Enthusiasmus sind schon erforderlich, um auch im heftigsten Schneesturm noch die Kamera herauszuholen und diese atemberaubenden Aufnahmen entstehen zu lassen. Hut ab und höchster Respekt an der Stelle vor Martin und Jörg! Ich habe bisher kaum jemanden erlebt, der so professionell und mit unermüdlichem Willen und vollem Einsatz jeden Tag aufs Neue alles gegeben hat, um trotz widrigster Bedingungen zu filmen und fotografieren! Während ich am Morgen noch die Wärme des Schlafsacks genossen habe, war Michael meist schon auf, um nach den ersten Sonnenstrahlen zu schauen. Und wenn zur Pause alle anderen nur an heißen Tee und Kaffee und etwas zu Essen dachten, standen für Michael und Jörg stets die Fotos im Vordergrund und erst danach die eigenen Bedürfnisse... Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Bilder! Ein paar weitere Bilder der Tour findet Ihr übrigens auch auf http://www.facebook.com/diamir.erlebnisreisen. Markus Walter
  5. #5

    In der Tat ist das Fotografieren unter arktischen Bedingungen immer noch eine Herausforderung! Dank moderner digitaler Technik ist diese jedoch heute vor allem auf den Faktor Mensch beschränkt, was es deutlich einfacher macht als noch vor zehn Jahren! Das ging mit kälteempfindlichen Filmmaterial los (Ab -20°C sind mir früher Filme häufig einfach entlang der Perforation gerissen.), über die ganze bewegliche Mechanik (Filmtransport!) bis hin zu dem Fakt, dass man im Schneesturm zwar durchaus noch fotografieren, aber unter Umständen keinesfalls mehr einen Film wechseln kann... Moderne Profi-Kameras funktionieren hingegen auch unter extremen Bedingungen oft noch erstaunlich gut: Selbst äußerlich bereits komplett vereist sind noch brauchbare Aufnahmen möglich. Auch das Akku-Problem ist (zumindest bis ca. minus 20 - minus 30°C) oft weniger schlimm als gedacht. Michael Martin, Jörg Reuther und ich sind mit einigen Ersatz-Akkus jeweils ganz gut über den Tag gekommen. Schwieriger war da schon die Versorgung der Filmkameras. Wichtig für die gesamte Reise-Logistik war natürlich, möglichst jede Nacht die Möglichkeit zum Akku aufladen zu haben. Was bleibt, ist wie gesagt der Faktor Mensch: Vorausschauende Planung, ein kluger Umgang mit der Technik und eine gehörige Portion Härte und Enthusiasmus sind schon erforderlich, um auch im heftigsten Schneesturm noch die Kamera herauszuholen und diese atemberaubenden Aufnahmen entstehen zu lassen. Hut ab und höchster Respekt an der Stelle vor Martin und Jörg! Ich habe bisher kaum jemanden erlebt, der so professionell und auch mit diesem unermüdlichem Willen und vollem Einsatz jeden Tag aufs Neue alles gegeben hat, um trotz widrigster Bedingungen zu filmen und fotografieren! Während ich am Morgen noch die Wärme des Schlafsacks genossen habe, war Michael meist schon auf, um nach den ersten Sonnenstrahlen zu schauen. Und wenn zur Pause alle anderen nur an heißen Tee und Kaffee und etwas zu Essen dachten, standen für Michael und Jörg stets die Fotos im Vordergrund und erst danach die eigenen Bedürfnisse... Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Bilder! Ein paar weitere Bilder der Tour findet Ihr übrigens auch auf der Facebook-Seite von DIAMIR Erlebnisreisen. Markus Walter
  6. #6

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf einer Entdeckertour durch Tschukotka machte der Fotograf Michael Martin spektakuläre Aufnahmen. So weit muss man aber gar nicht reisen - wohin haben Sie eine unvergessliche Fototour unternommen?
    Grüße aus Namibia
  7. #7

    Meine Leidenschaft ist Schmetterlingen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf einer Entdeckertour durch Tschukotka machte der Fotograf Michael Martin spektakuläre Aufnahmen. So weit muss man aber gar nicht reisen - wohin haben Sie eine unvergessliche Fototour unternommen?
    Meine Leidenschaft ist Schmetterlingen. Ich kennen die Welt mit sie ihren Horizont für
    Schmetterlinge Bilder, Schmetterlinge Fotos, Schmetterlinge Namen
  8. #8

    Expedition auf die Philippinen

    Also wer auf schöne Strände und tropische Natur steht, der sollte mal auf den Philippinen reisen: auf Philippinen Strände: die schönsten Strände im Land der 7107 Inseln | Philippinen Tours - Blog findet man eine schöne Fotosammlung:)
  9. #9

    Indian Summer / Niagara Falls

    Wer es mal übern grossen Teich schafft, sollte unbedingt den "Indian Summer" auf Celluloid/SD-Card bannen. Bei der Farbenpracht kann OBI's Farbmischer einpacken.

    Und wer es gern riskant mag, der fährt auf der Maid of the mist mal direkt in das Hufeisen der Niagara-Fälle. Wer keine wasserdichte Kamera besitzt muss sich aber vergegenwärtigen, daß dort schnell mal das Innenleben der Kamera naß wird. Aber diese Fotos rechtferigen unter Umständen den Verlust.