Zurück zur Natur: Welches Ziel empfehlen Sie für Touren in die Wildnis?

Paddeln zu Eisbergen, Dschungel auf eigene Faust oder liebe durch die Wüste? Welches Ziel würden Sie für eine spektukaläre Tour in die Wildnis empfehlen?
  1. #1

    Frolikha Adventure Coastline Track

    Wer es einsam und wirklich wild mag, dem sei der ca. 100km lange Wanderweg im Nordosten des Baikalsees empfohlen. Schon die Anreise auf der Baikal-Amur-Magistrale und die Überfahrt mit dem Schiff an die praktisch unerschlossene Ostküste des Sees sind ein besonders Erlebnis.

    Der Trail selbst führt durch eine einsame, wilde Landschaft mit malerischen Buchten, herrlichen Sandstränden, schneebedeckten Gipfeln und mit etwas Glück sieht man auch die einzige Süßwasserrobbe der Welt.

    Das besondere an der Region ist aber, hier ist Sibirien so, wie man es sich vorstellt, Dauerfrostboden, Flechten an den Bäumen, keine Straßen, eben natur pur.
  2. #2

    Steward Island - New Zealand

    Wem die Hysterie seines Partners wenig ausmacht, weil es permanent kalt und regnerisch zugeht, ist hier richtig. Die südlichste Insel von NZ ist DER Abenteuerurlaub schlechthin. Cold rain forrest, Pfade ins Nichts - man freut sich über jede Markierung, die zu einem Flying fox führt, um sich über die tiefen Flüsse hangeln zu können und ab und zu ein Hut, welcher verhindert, dass einem die Klamotten komplett am Körper wegschimmeln ... Aber diese Luft, diese Wildnis ... ist das alles wert.
  3. #3

    Mit dem Schneemobil zum Arctic Circle

    Der Arctic Circle in schwedisch Lappland rief, und das mitten im Winter. Mit Schneemobilen entlang des Malmäns Väg von Lulea nach Gällivare und zurück.
    Kaum in Lulea angekommen ging es vom Flughafen zum Schneemobilvermieter wo wir uns warme Overalls anzogen und eine Einführung in den Gebrauch der Schneemobile bekamen.
    Die erste Etappe sollte uns nachhaltig davon überzeugen, dass diese Reise ein Abenteuer wird. Schnee, Wald und ein Fahrvergnügen, dass jedem Teilnahmer, der von Motobike-Travel-Company organisierten Tour, ein breites Grinsen ins Gesicht meiselte.
    Der nächste Tag, von Sonne beschienen, brachte uns ins Outback. Über Stunden waren wir mit uns, den Motorschlitten und der Natur alleine. Unsere Übernachtung in einfachen Hütten mit schwedischer Naßsauna, an einem See gelegen, waren einfach, und gestärkt durch einen traditionellen Rentiereintopf schliefen wir wie Bären im Winterschlaf. Der Morgen lies die Sonne scheinen und uns, nach dem Frühstück bei unserer Gastfamilie, wohlgenährt weiter das Outback mit Rentier und Elch teilen.
    Eine weitere Übernachtung, schon nördlich des Polarkreises in Gällevare und am darauf folgenden Tag am Polarkreis. Selbstversorgung, Nordlichter und das nächtliche Heulen der Huskeys eines in der nähe campenden Hundeschlittenführers liessen uns Glauben wir wären Trapper am Klondike. Sonnenaufgang und nach erfrischender Morgentoilette im Schnee ging es mit den Motorschlitten über zugefrorene Seen und verschneite Wälder wieder zurück nach Ebbenjarka, unserer ersten Station. Sicherlich kein Erholungsurlaub, aber Detlef von Motobike-Travel-Company hatte uns auch einen Abenteuerurlaub versprochen und dieses Versprechen hielt er. Einen kleinen Film gibt es auch von unserer Tour http://www.youtube.com/watch?v=DW47N...Nwo5HVlifvRxk=
  4. #4

    Zurück zur Natur: Welches Ziel empfehlen Sie für Touren in die Wildnis?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paddeln zu Eisbergen, Dschungel auf eigene Faust oder liebe durch die Wüste? Welches Ziel würden Sie für eine spektukaläre Tour in die Wildnis empfehlen?
    Sumatra - solange der Urwald und die Affen noch da sind und der Urwald nicht für u.a. deutsche "Umweltpellets" abgeholzt wurde.
  5. #5

    Alaska

    Alaska ist in unseren Vorstellungen ein unwirklicher Ort, der Schnee liegt bis in den Sommer und Menschen leben nur in wenigen Orten. Weit gefehlt, für eine Reise im Sommer sollte man schon die kurzen Hosen nicht vergessen und mitten in der "Wildnis" trifft man Menschen, die eine völlig andere Lebenseinstellung haben.
    Für das Naturerlebnis kann ich nur die Wrangell Mountains empfehlen, völlig unberührte Natur und einmalige Gelegenheiten Tiere zu beobachten.
  6. #6

    Auch in Europa und Deutschland gibt es noch wilde Gegenden ...

    Solche Empfehlungen wie die Foristen der Beiträge #1 bis #5 kann ich nicht bieten.

    Mich hat immer fasziniert, dass es Wildnis noch in Deutschland gibt (oder den anderen EU Ländern: z.B. Hohe Tatra, die wunderbaren Alpen, Spanische Sierras, ...).

    In Bayern sind da zuvorderst die Berchtesgadener Alpen zu nennen mit Höhen bis zu 2713 m (auf dieser Gipfel herrscht allerdings meist keine Bergeinsamkeit) und bis zu 2900 m in dem den Deutschen Nationalpark wunderbar ergänzenden Naturpark Salzburger Kalkhochalpen (hinter der Grenze bei "den Ösis").
    Da kann man 10 Stunden (zwischen den Unterkunftshütten) wandern ohne in den ruhigeren Jahreszeiten mehr als 1 - 2 Wandergruppen zu treffen. Aber Steinadler, Rotwild, Gämsen, ...
    Des weiteren sollte man das Wettersteingebirge nennen, Zugang über das Reintal (Partnach) wenn man Seibahnzugänge nicht mag. Die paar des Sommers überlaufenen Stellen (Schachen, Zugspitze) hat man schnell hinter sich gebracht. Wie wäre es mit einer Überschreitung des Wettersteinkammes (Meilerhütte) von Bayern nach Tirol?
    Nahegelegen auch das zu 80% hinter der Tiroler Grenze liegende wilde Karwendelgebirge.
    Die Allgäuer Hochalpen (Heilbronner Weg) wäre ebenfalls ein Tip für Wanderer die Touristenpfade meiden.
    Außerhalb Bayerns imponiert auch eindrucksvoll wild die "kleine aber feine" Sächsische Schweiz.

    In allen genannten Regionen findet man Klettersteige, Wildflüsse, Mountainbike Pisten, ...
  7. #7

    Atacama Wüste, Chile

    wer wirklich Abgeschiedenheit am "Ende der Welt" sucht, sollte sich grundsätzlcih nach Chile begeben
    Ich war 6 Wochen in der Atacama Wüste unterwegs und weitere 3 Monate im Süden von Chile
    Naturschauspiele ohne Ende und kaum Menschen, die einem stören könnten
  8. #8

    Pico auf den Azoren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paddeln zu Eisbergen, Dschungel auf eigene Faust oder liebe durch die Wüste? Welches Ziel würden Sie für eine spektukaläre Tour in die Wildnis empfehlen?
    die Insel Pico auf der zu Portugal gehöhrenden Inselgruppe der Azoren
    ist nach wie vor ein Paradies für Naturfreunde.

    Auf der vom Vulkan Pico dominierten Insel kann man fantastisch Wander, Tauchen, Whalewatchen oder einfach nur abschalten.
    Übernachten kann man in kleinen Pensionen oder Häusern aus
    Lavastein.
  9. #9

    Von Manaus nach Belem

    mit einem Boat, welches viel Fracht und auch etliche Passagiere mitnimmt. Wer richtig Luxus braucht kann eine "suite" (groessere Besenkammer mit Fenster) mieten und dort schlafen bzw. das Gepaeck unterbringen. Dauert 5 bis 6 Tage, je nachdem wie oft ein Zwischenstop zum be- und entladen eingelegt werden muss.