Was können Unternehmen gegen Mobbing tun?

Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
  1. #1

    Mobbing

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
    Es ist erschreckend wie mit mit Mobbingopfer umgegangen wird!
    Die Mobbingopfer werden versetzt, umgesetzt und die Mobbing-Tätern läßt man auf ihren Arbeitsplätzen sitzen. Wie Mobbing weiter funktioniert und funktionieren kann, können Sie auf der Homepage Behoerdenstress nachlesen! Wer nicht funktionier wird eliminiert? Kriminalisierung und Psychiatrisierung sind gern gewählte Mittel! Wenn das alles nicht funktioniert wird derjenige in Ruhestand geschickt mit mehr als fragwürdigen Gutachten!
    Alle wissen Bescheid, aber alle schauen nur zu!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
    Unternehmensberater verlangen: In jeder Abteilung muss ein Drecksack sitzen, damit sich der Rest nicht einrichtet. Es sind diese Drecksäcke, die mobben, und die, wenn sie merken, dass die Führung nichts gegen sie unternimmt, zu all diesen perversen Methoden greifen. Mobbing ist von der Unternehmensführung gern gesehenes Instrument um die Leute unter die Knute zu bringen.

    exilator
  3. #3

    Zum Abschuss freigegeben....

    ....ich glaube nicht, das Firmen daran etwas ändern wollen.
    Das ist ein Lippenbekenntnis wider besseren Wissens, denn :

    Das sind " eingeimpfte " Verhaltensschemen denen sich nur wenige
    besonders starke Persönlichkeiten entziehen können.
    Jene die nicht mit den Wölfen heulen, die sich nicht jedweder
    " Gesellschaftsnorm " unterwerfen.
    Die in jungen Jahren den Dresscode der Markenklamotten bereits
    zu ignorieren gelernt haben.

    Im übrigen differenziert sich in Firmen " wer den Abschussbefehl "
    gibt, Kollegen oder ein Vorgesetzter, welcher sich nicht selbst
    ganz transparent " die Finger schmutzig machen will.
    So verhält es sich auch in der Schule, Lehrkörper>< oder Mitschüler...
    ... Bundeswehr ebenfalls. In allen Bereichen des Lebens is es
    etabliert. Bis auf wenige die deren immun sind.
    Es gibt kein Mittel dagegen.
  4. #4

    Seilschaften und Instrmentalisierungen

    Ich finde am wichtigsten, das Thema in Firmen offen und möglichst wertneutral sachlich zu diskutieren. Viele Firmen sind, meiner Meinung nach, dazu allerdings nicht allzuweit. Um Mobbing wirksam zu stoppen ist Offenheit, Transparenz und eine etablierte Feedback-Kultur erforderlich. Nur in den meisten Firmen ist diese gar nicht gewünscht! Emotionale Hintergründe des Mobbings werden oft überhaupt nicht registriert oder erfasst. Für Personalverantwortliche und/ oder den Betriebsrat kommt dann meist "alles aus heiterem Himmel". Zusätzlich wird dann oft in Schema F gedacht, bloß um nicht allzu viel Unruhe hineinzubringen. Ich halte Mobbing für eine der schlimmsten Geiseln unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft.

    Eine andere wichtige Seite der Diskussion ist, Mobbing wird in einigen Fällen auch ganz bewusst instrumentalisiert. Gründe dafür sind viele denkbar und ich kenne Firmen, da sind ganze Seilschaften (inkl. Mitgliedern der Personalabteilung) eingebunden. Da in Schema F gedacht wird, werden Täter und Opfer schnell ausgemacht und Argumente aufs Tapet gebracht die bar jeder Münze sind. Beispiele können zigfach in den großen Arbeitsrechtsforen nachgelesen werden.

    Opfer können sich kaum wehren, da Vorwürfe bis in den privaten Bereich gehen, äußerst beliebt sind Themen von sexueller Belästung über AGG bis zu Stalking-Vorwürfen. Kündigungsschutzrechte und Sozialklauseln sind in diesen Fällen nur etwas für Personaler-Amateure. Personal-Profis entfernen so gezielt Mitarbeiter.

    Ich möchte nur zu Diskussion stellen: Mobbing ist multilateral. Von unten nach oben, Männer von Frauen, Kollegen untereinander, als "Instrument" zur Personalführung etc.

    Nicht alles was scheint und vielleicht im bisher Verborgenen gewachsen ist, hält einem echten und neutralen Faktencheck stand. Schaut bei Mobbing rechtzeitig und genau hin!
  5. #5

    Wenn nur der Erfolg zählt

    Mein Versagen im Arbeitsleben war schon in der Schule abzusehen. Ich wurde nie für eine Mannschaft ausgewählt, weil ich keinem einen Ball wegnehmen konnte.
    Das Fundament für das Mobbing wird schon im Kindergaren gesetzt, wo das Kind schon auf Wettkampf getrimmt wurde. Man ist immer gegeneinander angetreten, im Faden aufrollen, im Kopfrechnen, im Handball. Man war ein Held oder ein Versager.
    Aber viele Menschen wollen sich nicht verschrotten lassen, also verwenden sie ihrer Ellenbogen, wenn sie es so nicht bekommen. Bei manchen wird es dann so schlimm, dass es ihnen gar nicht mehr auffällt, dass sie asozial sind.
    Das asoziale Verhalten zeigt sich ja auch in der Familie, Eltern müssen ins Altersheim, Kinder in die Kita. Die ältere Frau wird geschieden. Der andere Mensch ist nur interessant, wenn man von seiner Anwesenheit einen Profit hat. Sonst ab auf die Müll Halde.

    Ein Katholik lernt wenigstens mal: "selig sind die im Geiste Armen", und dass Neid und Gier Todsünden sind.
    Bei den Protestanten, vor allem bei den Calvinischen ist ja Gier eine erstrebenswerte Eigenschaft.
    Da kam neulich eine Sendung über das bayrische Jahrtausend. Da ging es auch um die Hugenotten in Erlangen. Jene die so viel Religionsfreiheit erhalten hatten, wollten in der Stadt dann keine Juden und Katholiken haben.

    Der erste Schritt den man gegen Mobbing tun kann, ist sich nach der Konfession des Chefs zu erkunden. Ist er katholisch, so hat man schon mal eine Chance, dass er etwas gegen Mobbing tut. Ist er aus der Kirche ausgetreten oder gar ein Calvinist, kann man sich schon mal fragen, ob man ihm gewachsen ist.


    Es gibt wirklich Leute bei denen nur der Titel im Job zählt. In so einer Firma geht es dann wie in der Behörde im Asterix Film zu. Für außenstehende schwer zu verstehen, aber die Betroffenen sind da sehr glücklich. Sie wursteln gerne vor sich hin erstellen sinnlose Verordnungen und sorgen dass die Mitarbeiter das tun.

    Das bemerkt man dann auch an schmucklosen Büros und Schuhkarton Architektur. Man ist nur auf den Job fokussiert. Wenn ein Außenstehender fragt warum das Ganze, dann hat man schon eine Bewerbung fürs Gemobbtwerden eingereicht, weil der Titelgeile ist unfehlbar, Kritik kennt er nicht und empfindet sie immer als Majestätsbeleidigung, also als Todsünde.

    Es ist doch sehr armselig, wir lesen mit Bestürzung wie Putin, oder in Korea, China oder sonst wo Leute drangsaliert werden, wenn sie das Regime kritisieren. Aber wenn man in der Firma Kritik äußert, dann ist eine fristlose Kündigung nie ein Grund an der Firma oder an dem Chef zu zweifeln. Wir kritisieren jetzt die Israelis wegen der Grass Ausweisung, aber gehen unsere Chefs nicht genau so mit den Mitarbeitern um?

    Es ist auch wohl kein Wunder, dass Suizid Beihilfe ein Thema in der Schweiz und in den Niederlanden ist. Wer in dem Menschen nur eine Ressource sieht, wird ihn auch wie eine solche entsorgen.

    Die Geschichte eines Ortes ist schon auch für seine Firmenkulturen zuständig. Mobbing ist keine zufällige Erscheinung, sie ist das Produkt des in der Gesellschaft vorherrschenden Geistes.
    Wo im Kindergarten und in der Schule gemobbt wird, wird auch in der Arbeit gemobbt. Wenn der Vater gemobbt hat, dann auch der Sohn.
  6. #6

    Menschliche Ratten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
    Schade, das Sie das Thema Mobbing nur den "Büroleuten" widmen, wo es nicht ausreichend zeigt, wie gefährlich Gewaltmobbing in Form von dauerhafter, perfider, hinterlistiger Schädigung eines ausgesuchten Opfers sein kann.
    Die Täter sind als feige, rückgratlose und schwache Menschen zu bezeichnen, die u.a. auch hervorragend in dem Buch "Steckbrief der Hinterwelt", von Dipl.-Psychologe Dr. phil. Manfred Schlapp skizziert werden.
    Solange gesetzlich nicht etwas gegen Täter unternommen werden kann, bleibt alles beim Alten.
  7. #7

    Was können Unternehmen gegen Mobbing tun?

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    ....ich glaube nicht, das Firmen daran etwas ändern wollen.
    Das ist ein Lippenbekenntnis wider besseren Wissens, denn :

    Das sind " eingeimpfte " Verhaltensschemen denen sich nur wenige
    besonders starke Persönlichkeiten entziehen können.
    Jene die nicht mit.....
    Warum die Unternehmen? Ich dachte, im Berufsleben sitzen gestandene Fachleute und keine Klatschnasen. Um gemobbt zu werden - was ist denn das eigentlich ? In 44 Berufsjahren wurde niemand unter den tausenden von Beschäftigten ,die ich kenne, gemobbt.
    Aber, es wurde kollegial zusammen gearbeitet. Klatschbasen wurden Anfangs gemeinsam zur Rede gestellt und dann "herrschte Ruhe im Puff".
    Jeder hatte seinen Bereich und da genug zutun.
    Gemeinsam waren wir auch sehr stark.

    Allerdings, als ich vor einiger Zeit im Urlaub war, hatte ich eine echte kopfkranke Frau (der habe ich noch die Anschrift eines Nervenarztes gegeben) am Tisch, was die von der Kollegenschaft der BIMA ( halber Nachfolger der Oberfinanzdirektion = Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) erzählt hat war eigentlcih unglaublich und hat am ganzen Tisch für große Verwunderung gesorgt. Eine unfähige Klatschbehörde, wo jeder mit jedem pennt und man sich untereinander Geld borgt, der Behindertenvertreter der Gewerkschaft macht auch fröhlcih mit, also, da ist es kein Wunder, wenn in diesem diffusen Arbeitsklima auch gemobbt wird (was das auch immer sein mag) diese Frau selbst war geistig auch nicht in der Lage ,die früher anspruchsvolle Tätigkeit aus zu üben. Die Geschichten stimmten überdies, der Laden ist ein Saustall, pfeifen die Spatzen aus den Dienststellen- und ich habe der Frau geraten, sich doch vertrauensvoll an ihren Vorsteher (oder wie der Mann heute heißt) zu wenden, aber unsere guten alten Vorsteher gibt es ja auch seit 11 Jahren nicht mehr.
  8. #8

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
    .....

    Mobbing ist ein sich in INett-Zeiten zuspitzendes Problem. Es kommt ja keineswegs nur in Unternehmen, sondern in Familien, in der Nachbarschaft, in den Schulden, in Vereinen undundund vor.
    Und es wird vielfach mißbraucht, indem sich Mobber selbst als Opfer inszenieren oder indem bei normalen Konflikten ein Mobbingfall erfunden wird. Was die Situation jener, die wirklich gemobbt werden ungemein erschwert.
    Wesentlichster Punkt ist, Öffentlichkeit herzustellen. Für Mobber sind Zeugen das unangenehmste, jedenfalls Zeugen, die ihre Handlungen kritisch zur Kenntnis nehmen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  9. #9

    Frage anders: Was wollen Unternehmen gegen Mobbing tun?

    Nach meiner Erfahrung ist das ein hoffnungsloses Feld:
    Nach außen wird alles öffentlichkeitswirksam inszeniert - hinter den hässlichen Vorgang schaut man besser nicht.
    Alle "Hilfspersonen" im Betrieb stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber: Der angeblich zur Schweigepflicht verpflichtete Betriebs-/Amtsarzt, der Wiedereingliederungsberater, der gerne Infos an den AG weitergibt, bestochene Betriebs-/Personalräte. Externe psychologisch geschulte Berater werden werbewirksam benannt, die Schweigepflichtvereinbarungen existieren nur auf dem Papier. Alles Alibi.

    Der AG befindet ob ein Mobber fürs System nützlich ist. Wenn ja, wird er ihn hofieren. Von den Opfern spricht keiner - traumatisch. Etwas Bewegung kommt kurweilig in solche Sachen nur, wenn es den ersten Suizid in der Sache gibt.

    Guter Spiegel-Bericht: Aber bitte noch die vielen Angehörigen der Opfer erwähnen, insbesondere Kinder, die mitbekommen, wie ihre Eltern leiden und psychisch angeschlagen den Alltag nicht mehr bewältigen können. Und die irgendwann selber einmal in den Berufsalltag gehen dürfen.

    Mobbing begegnen kann jeder im kleinen täglich: Nicht lästern und für andere Position beziehen. Zäng huh - Arsch usseinander!