Umstrittener Raketenstart: Bundesregierung warnt Nordkorea vor "Provokation"

AFPDie Bundesregierung hat Nordkorea ausdrücklich vor dem Abschuss einer Langstreckenrakete gewarnt. Ein Start wäre eine "deutliche Provokation". Von den Warnungen lässt sich Pjöngjang allerdings nicht bremsen: Es treibt die Vorbereitungen unvermindert voran.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826899,00.html
  1. #1

    Ahja

    Also zugegeben, ich hab habe den Artikel nur halb gelesen, da mir spätestens an der Stelle schlecht geworden ist, als geschrieben stand, dass die Koreans einen Satelliten ins All schießen wollen.
    Ähm kann das sein, dass sich jetzt grundsätzlich der Westen von jeder technischen Entwicklung eines nicht westlichen Landes provoziert fühlt, deren "Erfindung" bei Weiterentwicklung auch militärisch genutzt werden kann?
    Liebe Regierung in Berlin, wieso könnt ihr nicht einfach mal die Füße still halten? Kämpft lieber weiter um wichtige Dinge wie ACTA und Vorratsdatenspeicherung oder wird die Freiheit Deutschlands jetzt auch schon in Pjöngjang verteidigt?
  2. #2

    Den Raketenstart der Eunha 3 (Galaxie, Milchstraße) wird Kim Jong-un wohl kaum abblasen können, ohne das Gesicht zu verlieren und vor seinen eigenen Leuten wie ein Schwächling dazustehen. Er sollte nur darauf achten, dass die Rakete kein fremdes Territorium überfliegt und irgendwo mitten ins Meer plumpst.
  3. #3

    da war doch mal was ??

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Den Raketenstart der Eunha 3 (Galaxie, Milchstraße) wird Kim Jong-un wohl kaum abblasen können, ohne das Gesicht zu verlieren und vor seinen eigenen Leuten wie ein Schwächling dazustehen. Er sollte nur darauf achten, dass die Rakete kein fremdes Territorium überfliegt und irgendwo mitten ins Meer plumpst.
    US-amerikanische und Russische Trümmer landen ab und an mal in anderen Staaten wie z.B. Australien.
    Die dürfen das nämlich.
  4. #4

    Das...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung hat Nordkorea ausdrücklich vor dem Abschuss einer Langstreckenrakete gewarnt. Ein Start wäre eine "deutliche Provokation". Von den Warnungen lässt sich Pjöngjang allerdings nicht bremsen: Es treibt die Vorbereitungen unvermindert voran.

    Umstrittener Raketenstart: Bundesregierung warnt Nordkorea vor "Provokation" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das Nord-Korea das Geld auch für andere dringendere Zwecke einsetzen könnte steht außer Frage, allerdings auch bei der USA, Russland usw.
    Warum es aber eine Provokation sein soll erschließt mir nicht. Die friedliche Nutzung des Weltall ist doch kein Privileg der USA, Russland, Japan, Indien, Chinas, der europäischen Länder .... Das Argument der Möglichkeit der militärischen Nutzung ist auf alle technischen Dinge anwendbar und nicht nur dort.
    Bei einem Fehlstart besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass fremdes Territorium verletzt wird, nur kann dieses auch anderen Nationen passieren. Ein Fehlstart wird sicherlich auch Nord-Korea nicht beabsichtigen.
  5. #5

    wo ist sie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung hat Nordkorea ausdrücklich vor dem Abschuss einer Langstreckenrakete gewarnt. Ein Start wäre eine "deutliche Provokation". Von den Warnungen lässt sich Pjöngjang allerdings nicht bremsen: Es treibt die Vorbereitungen unvermindert voran.

    Umstrittener Raketenstart: Bundesregierung warnt Nordkorea vor "Provokation" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    wo ist die Provokation ich kann sie nicht finden.
    Heute einen Satelliten in deen Orbit zu schicken ist doch etwas ganz normales.
  6. #6

    Klare Position

    Zitat von Papst01 Beitrag anzeigen
    Also zugegeben, ich hab habe den Artikel nur halb gelesen…
    Vermutlich haben Sie auch anderes nicht oder nur halb gelesen.

    Zitat von Papst01 Beitrag anzeigen
    Ähm kann das sein, dass sich jetzt grundsätzlich der Westen von jeder technischen Entwicklung eines nicht westlichen Landes provoziert fühlt, deren "Erfindung" bei Weiterentwicklung auch militärisch genutzt werden kann?
    Ähm kann das sein, dass Sie hier eine Kleinigkeit übersehen? Was Sie als „jede(r) technische(n) Entwicklung“ verharmlosen, ist immerhin geeignet, als Trägersystem für weitreichende, todbringende Waffen zu dienen.

    Eine solche Technologie unter Kontrolle eines Landes zu wissen, das zu schrillen Kriegsdrohungen neigt und auch den Einsatz von Waffen nicht scheut (Versenktes Kriegsschiff: Nordkorea droht dem Süden mit "Heiligem Krieg" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik),

    eine Millionenstreitmacht unterhält, die rund ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts verschlingt, während etwa sechs Millionen Nordkoreaner Hunger leiden und jedes dritte Kind unter fünf Jahren kleinwüchsig (Nordkorea) ist,

    zeigt doch mehr als deutlich, wo die Führung dieses Landes die Akzente setzt. Kaum anzunehmen, dass die Warnung aus Berlin in Pjöngjang nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Aber dass die Bundesregierung klar Position bezieht, ist durchweg zu begrüßen.
  7. #7

    etwas größenwahnsinnig

    Zitat von hhismanic Beitrag anzeigen
    Vermutlich haben Sie auch anderes nicht oder nur halb gelesen.



    Ähm kann das sein, dass Sie hier eine Kleinigkeit übersehen? Was Sie als „jede(r) technische(n) Entwicklung“ verharmlosen, ist immerhin geeignet, als Trägersystem für weitreichende, todbringende Waffen zu dienen.

    Eine solche Technologie unter Kontrolle eines Landes zu wissen, das zu schrillen Kriegsdrohungen neigt und auch den Einsatz von Waffen nicht scheut (Versenktes Kriegsschiff: Nordkorea droht dem Süden mit "Heiligem Krieg" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik),

    eine Millionenstreitmacht unterhält, die rund ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts verschlingt, während etwa sechs Millionen Nordkoreaner Hunger leiden und jedes dritte Kind unter fünf Jahren kleinwüchsig (Nordkorea) ist,

    zeigt doch mehr als deutlich, wo die Führung dieses Landes die Akzente setzt. Kaum anzunehmen, dass die Warnung aus Berlin in Pjöngjang nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Aber dass die Bundesregierung klar Position bezieht, ist durchweg zu begrüßen.
    soll denn zukünftig Nordkorea bei uns um Erlaubnis fragen wenn es zukünftig zivile Satelliten in die Erdumlaufnahn schicken möchte. Etwas größenwahnsinning sind wir schon, wenn wir anderen Ländern vorschreiben wollen welche Technologie sie entwickeln dürfen.
  8. #8

    Nordkoreaner im Weltall

    Die Verblendung einiger Zeitgenossen ist immer wieder schockierend. Nordkorea ist eine lupenreine stalinistische Diktatur, die es nicht mal schafft die eigene Bevölkerung zu ernähren, sich aber andererseits ein sauteures Atomwaffenprogramm leistet.

    Die Bombe haben sie schon, das geeignete Trägersystem noch nicht. Wer hier von einer friedlichen Nutzung des Weltalls faselt, leidet an völligem Realitätsverlust. Da wird eine Langstreckenrakete/ICBM getestet. Von einem Regime, dass die eigene Bevölkerung zu Tausenden verhungern lässt.

    Und die sollten eine atomare Erstschlagskapazität erhalten?
  9. #9

    Fräulein Rühr-mich-nicht-an

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA betrachten den Start als Test einer Rakete, die ihr Territorium erreichen könnte.
    Ach, was!?
    Psst, die Amerikaner besitzen nicht nur derartige Technik, sie setzen diese sogar ein! ;-)

    Zu meinen Schulzeiten gab´s mal ein T-Shirt bei einem Mailorder zu bestellen mit dem Aufdruck "U.S. bombing-tour" (oder so ähnlich) und darunter alle militärischen Konflikte aufgelistet, in welche die USA nach ´45 verwickelt waren. War ´ne lange Liste...

    Vielleicht kommt irgendwann mal ein führender Politiker auf die Idee, daß die agressive Aussenpolitik der USA ein Auslöser für solche Rüstungsspielchen sind.
    Ich weiß, ist nur eine Facette der Rüstungsdebatte..