Krebs - verdienen Apotheker zu viel an den Medikamenten?

Die Krebsbekämpfung gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin, die immer neue pharmakologische Innovationen fordert. Viel Forschung, teure Forschung - aber auch teure Medikamente? Wer verdient am meisten an den neuen Mitteln - bekommen die Apotheker zuviel?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krebsbekämpfung gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin, die immer neue pharmakologische Innovationen fordert. Viel Forschung, teure Forschung - aber auch teure Medikamente? Wer verdient am meisten an den neuen Mitteln - bekommen die Apotheker zuviel?
    Die Apotheken haben eine festen Satz an den Arzneimitteln. Die Preise setzen die Pharmariesen fest. Solange dort der primitive Dschungelkapitalismus herrscht, wird sich nichts ändern, und schon garnicht, wenn die Apotheker auf Einnahmen verzichten würden.

    exilator
  2. #2

    was leisten Apotheken?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krebsbekämpfung gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin, die immer neue pharmakologische Innovationen fordert. Viel Forschung, teure Forschung - aber auch teure Medikamente? Wer verdient am meisten an den neuen Mitteln - bekommen die Apotheker zuviel?
    In den allermeisten Fällen sieht es doch so aus: der oder die Apothekenverkäufer/in bekommt ein Rezept vom Arzt hingehalten und zieht das passende Medikament aus einer Schublade. Warum sollte man für eine solche Dienstleistung deratig viel Geld bezahlen? Und warum bekommt man die gleichen Medikamente in anderen Ländern um einen Bruchteil? Das deutsche Apothekerwesen ist ein monopolistisches Relikt ohne jegliche marktwirtschaftliche Abhängigkeiten. Ziemlich unzeitgemäß und ziemlich unverschämt...
  3. #3

    Marktregulation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krebsbekämpfung gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin, die immer neue pharmakologische Innovationen fordert. Viel Forschung, teure Forschung - aber auch teure Medikamente? Wer verdient am meisten an den neuen Mitteln - bekommen die Apotheker zuviel?
    Wie Arzneimittelpreise entstehen - Bundesgesundheitsministerium

    Wie man erfährt, bestimmt der Staat die Aufschläge der Apotheken auf die selbst bestimmbaren Preise für Artikel der Pharmazeutik. Solange wie es in Deutschland einzigartig der Fall ist in Europa, dass die Arzneimittelpreise durch die Pharmaunternehmen selbst bestimmt werden können, und die somit entsprechend hoch sind wie nirgends in Europa, gibt es keine verlässliche Antwort auf die Frage, weil sich ein marktorientiertes Preisgefüge ab Werk gar nicht einstellen kann.
  4. #4

    So sieht es aus

    Zitat:
    Die freiberuflich tätigen Apothekerinnen und Apotheker leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Der Gesetzgeber hat dafür einen verlässlichen Rahmen vorgegeben. Apotheken erhalten für die Versorgung ihrer Kunden mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln ein garantiertes Festeinkommen. Für jedes rezeptpflichtige Arzneimittel bekommen sie einen Zuschlag von drei Prozent des Einkaufspreises zuzüglich eines einheitlichen Dienstleistungshonorars von 8,10 Euro je Packung.

    Zum Apothekenhonorar liegt nunmehr ein Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung vor. Der Apothekenzuschlag wird von derzeit 8,10 Euro um 25 Cent auf 8,35 Euro je Packung erhöht. Insgesamt steigt die Vergütung für die Apotheken damit um 190 Mio. Euro im Jahr 2013. Berechnungsgrundlage für die Erhöhung sind die Kostensteigerungen der Apotheken seit dem Jahr 2004. Die Rohertragssteigerungen, die von den Verbrauchern bereits finanziert worden sind, wurden dabei vom BMWi entsprechend gegengerechnet. Maßgeblich für die Zunahme des Rohertrags ist vor allem der Anstieg der Packungszahlen um fast 10 Prozent seit 2004. Das BMWi hat dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen.

    Diese Erhöhung ist wegen der auch bei den Apotheken gestiegenen Kosten durchaus gerechtfertigt. Die Apotheken fordern im Übrigen eine Erhöhung auf 9,14 Euro.

    Darüber hinaus erhalten die Krankenkassen seit 2007 von den Apotheken auf verschreibungspflichtige Arzneimittel einen sogenannten Apothekenabschlag als Rabatt. Für Fertigarzneimittel betrug dieser zunächst 2,30 Euro pro Packung. Über die Höhe des Rabatts für 2009 und 2010 – ein Schiedsgericht hatte ihn auf 1,75 Euro gesenkt – wird noch vor Gerichten gestritten. Ein wichtiger Bestandteil der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen im Jahr 2010 war eine zeitlich befristete Festlegung des Apothekenabschlags auf 2,05 Euro für die Jahre 2011 und 2012. Für 2013 und die folgenden Jahre wird der Apothekenabschlag wieder vereinbart.
  5. #5

    Zitat von kamaloka Beitrag anzeigen
    In den allermeisten Fällen sieht es doch so aus: der oder die Apothekenverkäufer/in bekommt ein Rezept vom Arzt hingehalten und zieht das passende Medikament aus einer Schublade. Warum sollte man für eine solche Dienstleistung deratig viel Geld bezahlen? Und warum bekommt man die gleichen Medikamente in anderen Ländern um einen Bruchteil? Das deutsche Apothekerwesen ist ein monopolistisches Relikt ohne jegliche marktwirtschaftliche Abhängigkeiten. Ziemlich unzeitgemäß und ziemlich unverschämt...
    Und deshalb sollte es auch unbedingt verändert werden, aber dazu muss die Lobbypartei FDP er einmal verschwinden.
  6. #6

    Krebs-verdienen Apotheker zu viel an den Medikamenten?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krebsbekämpfung gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin, die immer neue pharmakologische Innovationen fordert. Viel Forschung, teure Forschung - aber auch teure Medikamente? Wer verdient am meisten an den neuen Mitteln - bekommen die Apotheker zuviel?
    Das kann man doch pauschal garnicht sagen!
    Je nach Standort und Kundenaufkommen verdienen auch Apotheker viel ,mehr oder wenig.
    2. Den Vergleich könnte man machen, wenn man die Gehälter der Krankenkassenmanager u.s.w. ,vergleichen würde.
  7. #7

    Absolut nicht !

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Das kann man doch pauschal garnicht sagen!
    Je nach Standort und Kundenaufkommen verdienen auch Apotheker viel ,mehr oder wenig.
    2. Den Vergleich könnte man machen, wenn man die Gehälter der Krankenkassenmanager u.s.w. ,vergleichen würde.
    1. Medikamente gegen Krebs werden im großen Umfang fast ausschließlich in Kliniken angewendet, da die Behandlung überwiegend stationär erfolgt.

    2. Die Preise für die angewandten Krebs-Medikamente in den Kliniken sind teilweise exorbitant. Der Gewinn für die Apotheken dürfte im Schnitt bei 0,4 %. Die dicken Verdiener sind nicht die Apotheken, sondern die pharmazeutischen Firmen.

    3. Die Krebs-Forschung hat es bis dato nicht geschafft, die tatsächlichen Ursachen von Krebserkrankungen zu ergründen und entsprechende Mittel zu entwickeln. Bisher erfolgt nur immer eine Bekämpfung der Symptome ! Aber damit läßt sich ja auch ganz gut verdienen !
  8. #8

    Krebsmittel

    Ich sehe bei meiner kranken Mutter was da verdient wird. Die Preise sind mit nichts zu rechtfertigen.

    Da werden Milliarden verdient mit der Krankheit der Menschen. Und ich glaube, dass man nach Jahren Krebsforschung Mittel hätte, aber dann gäbs ja keine kranken Leute mehr wo man absahnen kann.

    In Amerika wollte ein Arzt ein Krebsmittel als Patent anmelden. Bevor er dazu kam erlag er einem "bedauerlichen" Unfall.
  9. #9

    Krebs - verdienen Apotheker zu viel an den Medikamenten?

    Zitat von Meckerliese Beitrag anzeigen
    Ich sehe bei meiner kranken Mutter was da verdient wird. Die Preise sind mit nichts zu rechtfertigen.

    Da werden Milliarden verdient mit der Krankheit der Menschen. Und ich glaube, dass man nach Jahren Krebsforschung Mittel hätte, aber dann gäbs ja keine kranken Leute mehr wo man absahnen kann.

    In Amerika wollte ein Arzt ein Krebsmittel als Patent anmelden. Bevor er dazu kam erlag er einem "bedauerlichen" Unfall.

    Das ist doch politisch so gewollt - unabhängig von der Partei! Ich würde gerne in meiner ehemaligen "Stammapotheke" weiter einkaufen gehen, aber als ich gestern für meinen Mann Augentropfen holte, die bei "Easy" 12 Euro Kosten, nahm die Apothekerin dafür 16,87 Euro, ab. So ist es doch mit allem unterdessen und bedenken Sie bitte, die Politiker in ihren Lobbystellungen der Wirtschaft werden doch nicht schlecht bestochen und das holt man ebend vom Konsumenten.