Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers

Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825879,00.html
  1. #60

    Botschaft des Staates Israel, 04.04.12"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

    Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition
    gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen.
    Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.

    Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf
    der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.
    Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und
    wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.
    Botschaft des Staates Israel, 04.04.12"
  2. #61

    Nazikeule plus Antsemitismuskeule.

    Grass hat recht.
    Allein die gleichgeschaltete Reaktion der Betroffenheitsmedien zeigt wie sehr er ins Schwarze getroffen hat. Der getroffene Hund bellt.
  3. #62

    Wir wollen keine Hassprediger mehr

    Was Jan Fleischhauer hier abgeliefert hat, das erfüllt die Normen für ein "Gesellenstückchen" im Showbizz der Plappernden Kaste - weshalb er es Wert ist, in seinen Ansichten "exemplarisch", also als typischer Teil des plappernden und hetzenden Ganzen, kritisiert zu werden.
    Hier einige Thesen als Denk- und Disskussionsanstöße:
    Im Unterschied zu Günter Grass hasst Fleischhauer, und zwar den Kritiker Grass (und „die Linke“). So wirft er Grass vor, sich seit mehr als 50 Jahren politisch eingemischt zu haben, doch habe der stets – und dies im Gegensatz zu Fleischhauer - nur „Türen aufgestoßen, die längst sperrangelweit offen standen“.

    Welche Türen stößt denn Fleischhauer auf?

    Man notiere hier die Rabulistik des Grünschnabels, wenn er einerseits behauptet: „Das ist jetzt beim Thema Israel nicht anders“, um uns gleich darauf beiläufig sein erkenntnisleitendes agitatorisches Interesse unterzujubeln – und damit sich selbst zu widerlegen: „In der Welt, in der Grass ein Großer ist, gilt nicht die Abrechnung mit dem Judenstaat als anstößig, sondern das Bekenntnis zu ihm, jedenfalls dann, wenn neben Worten auch Waffen folgen sollen.“ Wenn „Waffen folgen sollen“: das ist die Katze der publizistischen Kriegstreiber, die der Grass jetzt aus dem Sack geprügelt hat. Und Fleischhauer ist einer der bellizistischen Propagandisten, einer jener publizistische Türöffner für die Tolerierung der Planung eines völkerrechts- und verfassungswidrigen „Angriffskriegs“ (Art. 26 GG) durch die deutsche Bundesregierung: „Wenn Waffen folgen sollen“!

    Was über Grass hinausreicht ist sein Hass auf „die Linke“ in Deutschland, in der er – zurecht – die einzigen Pazifisten vermutet. Und wie verkauft ihn unser Weltkind in der Mitten?! Nun, auch er kommt nicht über den Broderschen Ansatz hinaus, wenn er schreibt: „Auf der Rechten hat man (nach 1945 – GW) versucht, ins moralische Plus zu kommen, indem man die eigenen Verbrechen verkleinerte. Auf der Linken ist man den umgekehrten Weg gegangen. Statt die eigenen Untaten zu leugnen, hat man sie ausgestellt und sich so eine Unbedenklichkeitsbescheinigung in eigener Sache besorgt.“

    Jeder fragt sich, was an der Einsicht in „Untaten“ oder Jugendsünden verwerflich sein soll, ist doch nicht jeder im Glaushaus der Sündenlosigkeit aufgewachsen, wie der Autor dieser Philippika?! Wer Selbstkritik geübt und dazu gelernt hat, dem wird verziehen: das – und nicht Rache - ist die christliche Norm!

    Diesen Weg kennt Fleischhauer nicht, sondern er traktiert uns mit der Broderschen Küchenpsychologie: „Schritt zwei bei dieser Umschuldungsaktion ist die Neubesetzung der Täterrolle. Es braucht ziemlich viel Phantasie, aber diese Verdrehungen gehorcht einer vertrackten Logik. Wenn die Juden die eigentlichen Aggressoren sind, dann wiegt die eigene Schuld nicht mehr so groß.“

    Dumm ist nur, dass dies genau die Denkweise der alten Nazis gewesen war, denen Dajan und der Schlächter von Beirut durch ihre Blitzkriege imponierten, die den Ihren so ähnlich gewesen sind.
    Was Fleischhauer nicht erkennen kann / will, das ist die Tatsache, dass sich 67 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands niemand mehr „schuldig“ fehlt, und dass auch ein Grass keinen Grund gehabt hätte, sich schuldig zu fühlen, denn er hat sich nicht schuldig gemacht.
    Grass macht sich Sorgen - und die sollten sich auch die Bellizisten machen.
  4. #63

    Nicht der Bote aber das Thema ist wichtig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

    Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es geht tatsächlich doch nur um die Frage ob die Thematiek stimmt und nicht um persönliche Angriffe von dem einen oder anderen auf einander,doch?
    Herr Fleischhauer oder wie immer sie auch wirklich heissen,hier in Holland sind viele Friedensbefürworter der Meinung dass dies was gesagt ist gesagt werden muss und zwar so lange bis dass es auch die dümmsten begriffen haben.

    Da ich über meine eigene semitische Blutverwandschaft mich nicht schäme aber sie auch nicht überbewerte will ich deutlich stellen dass ich froh war dass jemand in Deutschland anscheinend wegen unterdrückten Mutes so lange wartete um das zu sagen was schon viel eher gesagt hätte werden müssen,um dies gegen diese Friedensfeinde dann doch noch zu schreiben ist meiner Meinung nach lobenswert.Nicht der Bote aber das Thema ist wichtig!
  5. #64

    Thesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

    Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Einfach Thesen aufzustellen, ohne diese auch zu belegen - dafür gabs schon in der Schule eine Sechs.

    Ich würde sogar dei Gegenthese wagen, dass 80%+ der Leser Grass' Artikel als das verstehen, als was er mutmaßlich auch gedacht ist: Kritik an der aktuellen Politik der Israelischen Regierung. Beleg für meine These? Einafch mal die Kommentare lesen...
  6. #65

    Zitat von conny2 Beitrag anzeigen
    Fleischhauer ist selbst kein Stückchen besser als Grass: ein erstklassiger Vereinfacher und Polarisierer par excellence, der auch vor Häme nicht zurückschreckt. Nur der Nobelpreis fehlt ihm noch.
    Fleischhauer wird es allenfalls zum Gerhard-Löwenthal-Preis bringen.
  7. #66

    Zitat von maki1961 Beitrag anzeigen
    daran schamlos wenn man es wagt kritik an israelischen politik zu üben?
    aber d darf aus bekannten gründen keine kritik üben.
    das finde ich schamlos
    Wer darf keine Kritik an Israels Politik üben? Ich schon, alle Medien, Politiker...
  8. #67

    Lasst Grass drüber wachsen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oder eine Ode an Ahmadinedschad
    "Maulheldengedicht" wäre besser gekommen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das nächste Mal reimt sich das abgelieferte Gedicht vielleicht auch, dann kann man es besser als Lyrik erkennen.
    Mmh, das ist eine Aussage auf Hauptschulniveau. Und dann noch der Selbstversuch - ein fahler Abgang ihres Artikels.

    Zu Grass selbst:

    Ein manischer Egomane, der es mal wieder geschafft hat, die Öffentlichkeit zu manipulieren. Schafft er literarisch doch seit Jahren nichts Nennenswertes mehr hervorzubringen, bleibt ihm die politische Bühne, um seiner Geltungssucht nachzugeben. Für mich - ein alter, maßlos überschätzter Narr, dem man das Mikrophon nicht rechtzeitig aus der Hand genommen hat, da wie so oft mehr Schein als Sein gilt. Grass ist kein großer deutscher Intellektueller, er mimt diesen nur.
  9. #68

    Woher kommt diese Wut?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

    Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das es offensichtlich doch ein Tabu gibt, zeigt die undifferenzierte und hysterische Kritik an der der Person Günter Grass. Es ist richtig, dass Kritik am Staat Israel möglich ist. Nur verzichten die meisten Medien in Deutschland darauf. So gibt es Verlageshäuser, in deren Arbeitsverträgen hinterlegt ist, dass israelkritische Aussagen zu vermeiden sind. Man kann sich nur erstaunt die Augen reiben, mit welcher Hysterie auf dieses mittelmäßige Gedicht reagiert wird. In 50 Jahren wird man in deutschen Schulen über dieses Gedicht diskutieren und sich über die einseitige Kritik wundern.
  10. #69

    *Gähn*

    Ich frage mich, wen es überhaupt interessiert, was ein alter Schriftsteller zu irgendwas zu sagen hat. Weder unter Kollegen noch in der Familie ist das jedenfalls ein Thema.