Q-Cells-Insolvenz: Das Ende der deutschen Solarzelle

APDie Solarbranche steht vor einer Zäsur. Die Pleite der Firma Q-Cells zeigt: Die Tage der deutschen Zellenproduktion sind gezählt. Die Asiaten haben die hiesigen Firmen uneinholbar abgehängt - Hauptgrund dafür ist ausgerechnet der Förder-Boom der vergangenen Jahre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...825284,00.html
  1. #180

    Zitat von SirLurchi Beitrag anzeigen
    Hätten wir in Dtld. noch ein Studium, welches dem Dipl.-Ing. (ich bin keiner, nur zur Info) auch nur annähernd das Wasser reichen könnte, würde ich jetzt sagen: Da vertraue ich mal der dt. Ing.-Kunst (was sie tatsächlich war!).
    Wer will den heute noch Ingenieur werden, wenn Juristen, Soziologen, Germanisten; Literaten usw. den Ton angeben?
  2. #181

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Hier noch einmal die offizielle Variante:
    http://www.erneuerbare-energien.de/f...ftigung_bf.pdf

    Keine Prognose ... Statistik ... tut mir Leid, dass ich in meinen ersten Beiträgen so deutlich untertrieben habe.

    Ache auf mein Haupt ...
    Dass Sie die eigenen Propagandazahlen nicht hinterfragen ist ja bekannt. Auszug aus Ihrer „Studie“:
    Für das Jahr 2011 kann für den wichtigen Bereich der Produktionsanlagen für die Photovoltaik‐Herstellung von einer Steigerung der Beschäftigtenzahlen gegenüber der letzten Untersuchung aus¬gegangen werden, da der Umsatz im Jahr 2011 in diesem Bereich mit etwa 2,7 Milliarden Euro [VDMA 2012] um etwa die Hälfte höher liegt als im Zeitraum 2007 bis 2009.
    Die Aussage betrifft 2011 und ist im Konjunktiv gehalten. Die Realität sieht so aus:
    Solar-Zulieferer Centrotherm entlässt Mitarbeiter 18.01.2012 | Nachricht | finanzen.net
    Solarzulieferer: Roth und Rau baut Personal ab - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt
    Solar-Zulieferer bekommen Krise zu spüren

    Auch bei den Zuliefern rollt die Pleitewelle. Da helfen auch keine noch so schöne Durchhalteparolen vom BMU.
  3. #182

    ...

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    es wurde den Heilsversprechen der Grünen und der PV-Wirtschaft geglaubt, der PV-Strom würde "in Kürze" konkurrenzfähig. Kommt die fällige Kürzung der Subvention, stellt sich raus, dass mangels Konkurrenzfähigkeit nur ein weiteres Märchen aus dem Reich des EEG zu Ende geht.
    Wer soll das geglaubt haben? Ich hätte jetzt gedacht dass wir diese emissionsarme minimalinvasive Art der Stromerzeugung fördern und nutzen, selbst wenn sie auf absehbare Zeit vielleicht etwas "teurer" bleiben könnte als die alten Dreckschleudern.

    Mit "teurer" ist dabei der direkte Preis des Stroms gemeint, nicht zu verwechseln mit den Gesamtkosten des einen oder anderen Stroms für die Volkswirtschaft.

    Und "etwas teurer" meint auch wirklich nur "etwas teurer". Je nach Lebensdauer der Komponenten kostet PV-Strom aus modernen Anlagen etwa 10 bis 15 Cent pro kWh. So lange daraus nur etwa 15% des Bedarfs gedeckt werden (wofür noch 4mal so viel PV installiert werden könnte/müsste wie jetzt vorhanden sind) macht das einen Aufpreis von 0,7 bis 1,5 Cent pro kWh gegenüber den nicht-nachhaltigen Stromerzeugungstechnologien aus. Und die Preise sind kontinuierlich am Fallen.
  4. #183

    Einige..

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    Sie glauben also wirklich, dass Solarzellen eine unerschöpfliche Energiequelle sind? Wo waren sie nur in der Untertertia?

    Dort lernt nämlich jedes Kind, dass auch Solarzellen bei Weitem nicht ewig halten! 25 Jahre VERSPRECHEN die Hersteller.

    Haben sie sich schonmal Gedanken gemacht, an wen sie sich mit ihrer Garantie werden, wenn ihre Q-Cells Solarzellen nicht die versprochene Lebensdauer erreichen? Nein?

    Sollten sie aber, Frau H.
    ...Modulhersteller lassen ihre Leistungsgarantie von grossen Versicherungsgesellschaften rückversichern!...googeln sie mal LDK+Munik Re.Grds.ist zu Ihnen und der geasmten Diskussion mal wieder zu sagen:"Zu allem eine Meinung,aber von nichts eine Ahnung"
  5. #184

    Rettung naht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Solarbranche steht vor einer Zäsur. Die Pleite der Firma Q-Cells zeigt: Die Tage der deutschen Zellenproduktion sind gezählt. Die Asiaten haben die hiesigen Firmen uneinholbar abgehängt - Hauptgrund dafür ist ausgerechnet der Förder-Boom der vergangenen Jahre.

    Q-Cells-Insolvenz: Das Ende der deutschen Solarzelle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Staatshilfen: Steuerzahler sollen deutsche Solarindustrie retten - Nachrichten Wirtschaft - Energie - WELT ONLINE

    Am besten wäre es jedem Beschäftigten in der EE-Branche den Beamtenstatus zuzuerkennen; schließlich handelt es sich um eine staatstragende Branche.
  6. #185

    ...

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Was für Arbeitsplätze sind denn das? Wird da jeder Dachdecker der mal ein Solarmodul in der Hand hatte mit gezählt? Jeder PV-Anlagenbesitzer?
    Oder jeder Bauer der auf seinem Land so eine Windmühle hat?
    ...
    Da die technische Anlage selbst nur etwa ein Drittel der Kosten ausmacht benötigt jedes kWp Arbeitsplätze für etwa 8 Euro im Monat über 20 Jahre. Allein die 14 Millionen kWp PV, die in den letzten beiden Jahren installiert wurden, beschäftigen also in etwa 30000 Menschen voll - dauerhaft, so lange die Anlagen eben betrieben werden.

    Diese 14 Millionen kWp decken etwa 2% des Strombedarfs. Hochgerechnet auf die ganzen 20% des Bedarfs, die EE im Moment decken, eingedenk der Tatsache dass Windkraft billiger ist, kommt man durchaus auf 150000 dauerhaft Vollbeschäftigte.
  7. #186

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Wer soll das geglaubt haben? Ich hätte jetzt gedacht dass wir diese emissionsarme minimalinvasive Art der Stromerzeugung fördern und nutzen, selbst wenn sie auf absehbare Zeit vielleicht etwas "teurer" bleiben könnte als die alten Dreckschleudern.
    Nur, dass die "Emissionsarmut" ein Märchen ist. Welchen Teil von Herstellungsaufwand und Ersatz mit Gas haben sie nicht verstanden?
    "Etwas teurer" - welch Euphemismus, für Zufallsstrom, der 500% von Strom aus konventionellen Kraftwerken kostet.
    Mit "teurer" ist dabei der direkte Preis des Stroms gemeint, nicht zu verwechseln mit den Gesamtkosten des einen oder anderen Stroms für die Volkswirtschaft.
    Strompreise, die auch nur 25% über dem konkurrierenden Mitebewerber liegen, werden die Industrie langfistig aus dem Land treiben!
    Und "etwas teurer" meint auch wirklich nur "etwas teurer". Je nach Lebensdauer der Komponenten kostet PV-Strom aus modernen Anlagen etwa 10 bis 15 Cent pro kWh.
    Nur, dass wir 2011 im Durchschnitt 39ct bezahlen mussten - und ihre 10-15 cent für ZUFALLSSTROM immer noch 200% -300% von konventionellen Strom wären.
    So lange daraus nur etwa 15% des Bedarfs gedeckt werden (wofür noch 4mal so viel PV installiert werden könnte/müsste wie jetzt vorhanden sind) macht das einen Aufpreis von 0,7 bis 1,5 Cent pro kWh gegenüber den nicht-nachhaltigen Stromerzeugungstechnologien aus.
    Wenn man wie sie, konsequent die reellen Kosten ausblendet: Wieviele Kraftwerke konnten durch PV ersetzt werden? Was ist PV-Strom WIRKLICH wert, wenn er nur Brennstoffkosten einsparen kann?

    Nicht immer wieder nur die Bibelsprüche abschreiben!
    Und die Preise sind kontinuierlich am Fallen.
    Jetzt fallen erst mal die Hersteller. Was verleitet sie zu der Aussage, dass die Preise WEITER kontinuierlich fallen werden?
  8. #187

    Zitat von vincentvega58 Beitrag anzeigen
    ...Modulhersteller lassen ihre Leistungsgarantie von grossen Versicherungsgesellschaften rückversichern!...googeln sie mal LDK+Munik Re.Grds.ist zu Ihnen und der geasmten Diskussion mal wieder zu sagen:"Zu allem eine Meinung,aber von nichts eine Ahnung"
    Sie wollen doch nicht etwa wirklich Glauben machen, dass jemand ein defektes Modul von einem Rückversicherer ersetzt bekommt? LÄCHERLICH!

    Stellt sich die Frage, warum sie großmäulig Tatsachen verdrehen wollen.
  9. #188

    Für Dummheit muß man nicht nur Steuern zahlen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Solarbranche steht vor einer Zäsur. Die Pleite der Firma Q-Cells zeigt: Die Tage der deutschen Zellenproduktion sind gezählt.
    Ideologen interessiert die Zukunft nicht und rechnen können sie auch nicht. Sie sind nur am Heute und der Umsetzung ihrer Ideologie interessiert. Koste es was auch immer es wolle.

    Dass trotz wirtschaftlicher Unsinnigkeit der Solarstromgewinnung (in Deutschland!) durch Subventionierung ein Wirtschaftszweig entsteht und früher oder später sein marktwirtschaftliches Schicksal erleiden muß, haben die GRÜNEN nie erkannt; im Gegenteil: sie haben mit den geschaffenen Arbeitsplätzen, (die jetzt alle verloren gehen) kräftig Propaganda gemacht.
    Subventionen sind den Volkswirten ein Greuel; sie sind eine Todsünde wider den Geist der Marktwirtschaft. Das voraussehbare Ergebnis ernten wir heute: ein volkswirtschaftlicher Irrtum, der uns in Form überteuerter Stromrechnungen und eines jetzt zusammenbrechenden Solarindustrie mehr als 100 Mrd. Euro gekostet hat,

    Aber so ist es halt mit den Ideologien und ihrer Umsetzung. Das grüne Abenteuer macht bei den 100 Mrd. Euro nicht halt, die auf 20 JAhre garantierte Einspeisungsvergütung wird uns noch weiter viele Milliarden Euro kosten.
    Vor dem Hintergrund des volkswirtschaftlichen Kosten-Kalküls wäre es eigentlich langsam Zeit den GRÜNEN die rote Karte zu zeigen und sie des Feldes (Bunde- und Länderparlamente) zu verweisen.
  10. #189

    Nein

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    ...wa 10 bis 15 Cent pro kWh. So lange daraus nur etwa 15% des Bedarfs gedeckt werden (wofür noch 4mal so viel PV installiert werden könnte/müsste wie jetzt vorhanden sind) macht das einen Aufpreis von 0,7 bis 1,5 Cent pro kWh gegenüber den nicht-nachhaltigen Stromerzeugungstechnologien aus. Und die Preise sind kontinuierlich am Fallen.
    Je mehr Wind und PV installiert, desto teurer wird der "Reststrom" aus Konventionellen, da der zu 100% bereitgehalten werden muss.