Vorschlag für höhere Pendlerpauschale: Merkel lässt Rösler auflaufen

DPADer Vorschlag von FDP-Chef Rösler für eine höhere Pendlerpauschale als Ausgleich für die hohen Benzinpreise war kaum ausgesprochen, da wurde er auch schon politisch beerdigt: Ein solcher Schritt sei nicht geeignet, um auf die Benzinpreisentwicklung zu reagieren, sagte Regierungssprecher Seibert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825315,00.html
  1. #20

    Pendlerpauschale abschaffen!

    Und dafür die Benzinsteuern runter, dann hat jeder was davon.
    Pendlerpauschale und Benzin hoch besteuern sind gegeneinander arbeitende Maßnahmen des Staates, einerseits, Autofahren bestrafen, auf der anderen Seite bezuschussen. Was soll das?
  2. #21

    Zitat von matze1958 Beitrag anzeigen
    Ich würde ihnen ja gerne erklären was sie anscheinend nicht verstehen (wollen?). Aber da sich ihre Argumentation in Halbwahrheiten und Beleidigungen erschöpft hat das wohl keinen Sinn.
    Dass wegen dünner & falscher Argumentation sich keine Antwort lohnt, hatte ich bei Ihrem Beitrag empfunden, doch da Sie nun ungerechtfertigt auf "Gebetsmühle" eindreschen, muß ich nachfragen.
    Ihr Zitat matze1958 "Außerdem ist es doch so, wer auf dem Land wohnt, hat sich meistens freiwillig dafür entschieden. ... Es ist die freie Entscheidung eines jeden da zu wohnen, wo er will. ..."

    Woher nehmen Sie Ihre Behauptungen? Aha, Statistiken ist wohl nicht zu trauen? Und Trends wie kürzere Beschäftigungszeiten oder mehr Zeitverträge, die eine Wohnort-Entscheidung erschweren, sehen Sie auch nicht. Von der Versorgung (meist älterer) Angehöriger auch nix gehört, oder ist das nicht Ihr Bier (auch)? Es gibt zahlreiche Gründe, welche die Wohnortentscheidungsfreiheit einschränken.
    Dass im Übrigen ein Umzug insgesamt eine nachhaltigere Lösung ist, glaube ich auch nicht immer.
  3. #22

    Pendlerpauschale beibehalten

    Zitat von suwarin Beitrag anzeigen
    Pendlerpauschale abschaffen - Und dafür die Benzinsteuern runter, dann hat jeder was davon.
    Pendlerpauschale und Benzin hoch besteuern sind gegeneinander arbeitende Maßnahmen des Staates, einerseits, Autofahren bestrafen, auf der anderen Seite bezuschussen. Was soll das?
    Es soll eben nicht jeder davon profitieren sondern die Pendler, da diese das Auto zwingend benötigen. Seit über 20 Jahren wächst der Verkehr, bei weitgehend gleichbeliebender Fahrhäufigkeit der Pendler aber deutlicher Zunahme von Fahrten der Frauen und Rentner und zwecks Freizeit.
    Meine WERT-Reihenfolge ist da klar: "Existenzsicherung" geht vor "Effizienssteigerung in der Versorgung" geht vor "freier Lebensgestaltung".

    Ansonsten: Zu FDP-Vorschlägen habe ich schon lange nix mehr zu sagen.
  4. #23

    Wie schön für Sie!

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    ... Ich jedenfalls bin seit letztem Sommer auf dem Fahrrad, habe damit über 1000 Liter Diesel gespart und meiner gesundheit einen Dienst erwiesen.
    Und wie weit haben Sie's ins Büro? 120 km? Und müssen Sie eine schwere und umfangreiche Ausstattung mitbringen? Und fahren Sie die Strecke im Büro-Anzug eines Bankers? Und können Sie dann am Arbeitsplatz ordentlich duschen oder stinken Sie dann den restlichen Tag nach Schweiß?

    Ist ja vielleicht doch nichts für jeden ...

    Übrigens: Statistisch sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine Fahrgemeinschaft zu finden, mit dem Quadrat der Entfernung, und wenn Sie manchmal Überstunden machen müssen - womöglich ganz spontan - dann springen Ihnen die Mitfahrer sowieso bald ab.
  5. #24

    Pendlerpauschale als echte Pauschale

    Ich kann nicht verstehen, weswegen die Pendler-"Pauschale" von den Kilometern abhängig ist, die ich zur Arbeit fahre.

    Besser wäre eine echte Pauschale, die jedem Arbeitnehmer unabhängig von der täglichen Strecke zusteht.

    Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er in eine zentrale Wohnung mit wahrscheinlich höherer Miete investiert oder lieber höhere Transportkosten.

    Würden wir auch noch das Dienstwagen-Privileg abschaffen, dann würden die Anschaffungspreise für PKW sinken (und EU-Reimporte überflüssig machen), was einen erheblichen Kostenfaktor bei der Mobilität reduzieren könnte.
  6. #25

    Das Subventionsmärchen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Vorschlag von FDP-Chef Rösler für eine höhere Pendlerpauschale als Ausgleich für die hohen Benzinpreise war kaum ausgesprochen, da wurde er auch schon politisch beerdigt: Ein solcher Schritt sei nicht geeignet, um auf die Benzinpreisentwicklung zu reagieren, sagte Regierungssprecher Seibert.

    Vorschlag für höhere Pendlerpauschale: Merkel lässt Rösler auflaufen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Pendlerpauschale ist KEINE Subvention. Der Staat leistet keine Finanztransfers, sondern greift dem Bürger nur etwas weniger tief in die Tasche. Bei einem einfachen Arbeitsweg von 30km rund 50€/Monat um genau zu sein, was ein Witz ist, wenn man sich die tatsächlichen Betriebskosten vor Augen führt. Das Grundgesetz schreibt aus gutem Grund vor, daß Arbeitsmittel nicht besteuert werden dürfen. Es ist in hohem Maße ungerecht, die Bürger für ihren Weg zur Arbeit auch noch massiv zu besteuern. Das ist schlichtweg eine Doppelbesteuerung, weil die Bürger diese Steuern aus ihrem bereits versteuerten Einkommen bestreiten müssen. Oder sagen wir besser aus dem erbärmlichen Rest der übrig bleibt, nachdem sich Staat und Nutznießer am Ende des Monats die Taschen voll gestopft haben. Die hohen Energiesteuern sind nichts anderes als eine versteckte Steuer, um den Arbeitnehmern nach Steuern und Sozialabgaben nochmal zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen. So werden aus einem Bruttoeinkommen von 3000.- im Monat bei einem Arbeitsweg von 30km und unter Berücksichtigung der Mobilitätskosten ganz schnell 1400.- €.
    Wer es nicht glaubt, kann es gerne einmal nachrechnen!

    Und allen die jetzt gleich wieder um die Ecke kommen und sich über die hohen Mieten ihrer schicken Innenstadt-Penthäuser beschweren:
    gnade euch Gott wenn alle aus den Randgebieten eines Tages auf die Idee kommen sollten, Wohnraum mit Innenstadtlage oder S-Bahn-Anschluss nachzufragen. Dann wird wohnen vollends unbezahlbar. Also seid froh, daß es immer noch so viele Bürger gibt, die sich das Pendeln finanziell und zeitlich tagtäglich antun. Das Steueraufkommen durch die Autofahrer in D ist ungeheuer hoch. Was glaubt ihr eigentlich, von wem sich unser Staat dieses Geld holen wird, wenn von heute auf morgen deutlich weniger gependelt wird?

    P.S. Die Pendlerpauschale beträgt 0,15€/km und nicht 0,30€/km!
  7. #26

    ...

    Zitat von senf_dazu Beitrag anzeigen
    Es soll eben nicht jeder davon profitieren sondern die Pendler, da diese das Auto zwingend benötigen. Seit über 20 Jahren wächst der Verkehr, bei weitgehend gleichbeliebender Fahrhäufigkeit der Pendler aber deutlicher Zunahme von Fahrten der Frauen und Rentner und zwecks Freizeit.
    Meine WERT-Reihenfolge ist da klar: "Existenzsicherung" geht vor "Effizienssteigerung in der Versorgung" geht vor "freier Lebensgestaltung".

    Ansonsten: Zu FDP-Vorschlägen habe ich schon lange nix mehr zu sagen.
    Zu den Pendlern gehören aber auch massenhaft Leute, die völlig unsinnigerweise in einer Stadt leben und in einer anderen arbeiten wollen. Das sei jedem unbenommen, aber das ist auch eine Form von Luxus, die der Staat nicht extra fördern muß. Fast immer könnten diese Leute entweder den Arbeits- zum Wohnort machen oder sich den Luxus des Pendelns selbst finanzieren. So liegen sie mit ihrem privaten Fehlverhalten vor allem allen anderen auf der Tasche. Und zumindest in den Ballungsräumen braucht man nicht wirklich ein Auto. Das sind alles Fragen der persönlichen Bequemlichkeit und des Wollens. Aber in Deutschland muß halt jeder bei der Steuererklärung auch noch den kleinsten Vorteil für sich gelten machen, aber dann wundern sich alle, warum unser Staat kein Geld hat und nichts in die Infrastruktur investiert.

    Im übrigen...die freie Lebensgestaltung gilt mir viel mehr als die Existenzsicherung. Arbeit ist kein Wert an sich. Am Besten benutzt der Staat sowieso keine Steuern, um das Verhalten seiner Bürger zu beeinflußen. Die Pendlerpauschale gehört abgeschafft. Ein sinnloses Privileg. Der Staat könnte über andere Methoden dafür sorgen, daß Berufstätige mehr Geld in der Tasche haben. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er pendeln will, oder nicht.
  8. #27

    Der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wies die Annahme zurück, dass die Bundesregierung durch ihre Steuereinnahmen auch vom Benzinpreis-Anstieg profitiere. Erhöhte Benzinpreise hätten sich in der Vergangenheit nicht automatisch in höheren Einnahmen des Staates niedergeschlagen, sagte Schäubles Sprecher. Er begründete dies damit, dass die Bürger bei steigenden Preisen ihr Tankverhalten änderten.

    Wie kann man auch auf eine solch abwegige Idee kommen...
    Und natürlich haben wir alle unser Tankverhalten so grundlegend geändert, dass Herr Schäuble wegen des Preisanstiegs am Ende womöglich noch Einbußen zu erleiden hat. Dieser Mann hat zu jeder Zeit und zu jedem Anlass die vermeintlich perfekte Ausrede parat. Glaubt er das eigentlich selbst, was er da zum Besten gibt?
  9. #28

    Freie Wahl des Wohnsitzes

    Zitat von Gerdd Beitrag anzeigen
    Und wie weit haben Sie's ins Büro? 120 km?
    Nun, Sie wollten doch im Grünen wohnen?

    Warum soll ich Ihnen per Steuer nun die Anfahrt bezahlen?
  10. #29

    Handeln statt Leiden...

    Besser ein kleines Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu klagen:

    https://www.dialog-ueber-deutschland...s_idIdea=16465

    Aber ich glaube, die Deutschen sind froh, wenn sie abgezockt werden.